Vor dem Anpfiff: Karlsruher SC SpVgg. Greuther Fürth

(eis) "Der Vorverkauf läuft sehr viel versprechend, wir rechnen mit mehr als 25.000 Zuschauern gegen Fürth." Sollte die Prognose von KSC Sportmanager Rolf Dohmen zutreffen, werden um 15 Uhr so viele Fußballfans im Wildparkstadion ihren Platz eingenommen haben, wie es in einem Pflichtspiel zuletzt vor über fünf Jahren der Fall war. Auch damals war es das letzte Heimspiel der Saison, die Karlsruher besiegten im restlos ausverkauften Wildpark den Erzrivalen VfB Stuttgart mit 4:2. "Fans und Mannschaft sind in den letzten Wochen wieder näher zusammengerückt", begründet Cheftrainer Lorenz Günther Köstner die enormen Zuschauerzahlen der zurückliegenden Heim und Auswärtspartien der Blauweißen. Auch in der zurückliegenden Spielzeit ging es am letzten Spieltag im Wildpark um alles, jedoch wollten da gerade einmal halb so viele Anhänger ihr Team auf dem Weg zum Klassenerhalt unterstützen.

Gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth (Anpfiff: 15 Uhr) muss die Mannschaft von Trainer Köstner zumindest ein Unentschieden erreichen. "Die anderen Spiele interessieren uns aber nicht, wir konzentrieren uns nur auf uns!" Lorenz Günther Köstner möchte während der entscheidenden 90 Minuten keine Einblendungen der Zwischenergebnisse im Stadion sehen und folglich voll auf Sieg spielen.

Doch auch für die Gäste aus Franken geht es in wenigen Minuten um die Wurst: Sollten Frankfurt und Mainz stolpern, könnte das Team von Eugen Hach mit einem Erfolg über die Badener den noch zu vergebenden Aufstiegsplatz erklimmen. Nach dem zurückliegenden Remis der Spielvereinigung Greuther in Burghausen suspendierte der Gästetrainer kurzerhand seine drei Routiniers Mamic, Reichel und Azzouzi. Zumindest in zwei von drei Fällen ließ der Fußballlehrer seinen Worten taten folgen: Azzouzi und Mamic nehmen zunächst auf der Bank Platz, Reichel läuft hingegen von Beginn an auf.

KSC Coach Köstner verändert seine Elf im Vergleich zum Auswärtsspiel in Freiburg auf einer Position. Für den gesperrten Marco Engelhard rückt der wieder genesene Gabriel Melkam in die Anfangsformation. Im zentralen Mittelfeld soll Bernhard Trares in die Fußstapfen Engelhardts treten, Melkam wird auf seine angestammte Position auf der linken Außenbahn zurückkehren. Clemens Fritz, der zusammen mit Bruno Labbadia und Mannschaftskapitän Thijs Waterink sein letztes Spiel im Trikot der Blauweißen absolvieren wird, wird zentraler und offensiver als in Freiburg agieren. Danny Fuchs, der zum Saisonende zu Greuther Fürth wechselt, muss sich mit der Reservistenrolle begnügen, im Einsatz von Beginn an sieht Köstner ein zu großes Risiko.

So spielen sie:


Karlsruher SC:

27 Martin Fischer
2 Bernhard Trares
4 Mario Eggimann
5 Torsten Kracht
6 Christian Hassa
9 Bruno Labbadia
17 Abderrahim Ouakili
18 Gabriel Melkam
25 Thijs Waterink (C)
30 Clemens Fritz
34 Ivan Saenko

Reserve: 3 Marco Grimm, 10 Charles Haffner, 11 Danny Fuchs, 12 Aydin Cetin, 15 Daniel Graf, 24 Carsten Rothenbach 28 Christian Adam (Ersatztorhüter)


SpVgg. Greuther Fürth:

21 Sven Neuhaus
4 Sven Boy
5 Björn Schlicke
6 Mirko Reichel (C)
11 Petr Ruman
12 Christian Weber
15 Dennis Hillebrand
17 Sascha Rösler
19 Heiko Westermann
27 Christian Eigler
29 Michael Kümmerle

Reserve: 7 Thorsten Burkhardt, 8 Mathias Surmann, 9 Atilla Birlik, 10 Rachid Azzouzi, 13 Zoran Mamic, 18 Gustav Policella, 1 Günther Reichhold (Ersatztorhüter)


Match
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