U23 gewinnt den Jahresabschluss
Am Sonntagnachmittag genügte der Blicker-Elf eine starke erste Halbzeit zum verdienten Auswärtssieg. Die KSC U23 führte zum Seitenwechsel beim VfB St. Leon bereits mit drei Toren, ließ den Gastgeber in der Schlussphase nochmal zurück ins Spiel. Am Ende zog Noah Rupp mit dem 2:4-Endstandtreffer endgültig den Stecker und sorgte für die letzten drei Punkte für 2024!

Dietmar Blicker musste die Auswärtsaufgabe ohne seinen Sturmmentor angehen. Dominik Salz war nach seinem erfreulichen Zweitliga-Debüt im Spätherbst seiner Karriere gegen die SpVgg Greuther Fürth in den Schlussminuten bei der KSC-Reserve zum Zuschauen verdammt. Blicker ersetzte ihn durch Ali-Eren Ersungur, der genau wie Noah Rupp, Benedikt Bauer und Aki Koch neben den zwei Profi-Gästen Robert Geller und Enes Zengin von den Profis unterstütze.
Drei-Tore-Fürhung in dominanter erster Halbzeit
Die Karlsruher legten südlich von Heidelberg einen ordentlichen Start in die Partie hin. Frederick Recktenwald sorgte für die verdiente Führung nach 14 Minuten. Nach Doppelpass mit Ali-Eren Ersungur ließ der rechte Außenbahnspieler Marc Wörtlitz im VfB-Tor keine Chance. Sein Pendant auf der linken Seite sollte nur wenig später seine Füße bei KSC-Toren im Spiel haben. Nach dreißig gespielten Minuten wurde Marius Mahle im Strafraum zu Fall gebracht. Kapitän Sebastian Weizel übernahm die Verantwortung und wuchtete das Spielgerät hoch in die Maschen. Auch beim 3:0 kurz vor Pausenpfiff hatte Mahle seine Füße im Spiel. Die präzise Hereingabe köpfte der wenige Tage zuvor 19 Jahre jung gewordene Ali-Eren Ersungur ins Tornetz.
Der Gastgeber blieb in Durchgang eins zwar nicht chancenlos, allerdings wurde KSC-Schlussmann Aki Koch nur ganz selten ernsthaft geprüft.
Passivität nach dem Seitenwechsel
Beim Gang in die Kabine schien die Partie entschieden, doch die nachlassenden Karlsruher schenkten der Truppe von Patrick Vogelbacher nach dem Seitenwechsel die Eintrittskarte zurück ins Spiel. Nelton Osmani köpfte einen Freistoß aus dem Halbfeld nach 72 Minuten zum 1:3 ein und machte den 125 Zuschauern durchaus Hoffnung auf mehr. Aus Sicht der Gastgeber fiel der 3:2-Anschlusstreffer durch Tim Bechberger in der umkämpften Schlussphase zu spät (88.). In der Nachspielzeit eroberte Noah Rupp einen zu kurz geratenen Querpass in der Gastgeber-Abwehr. Begleitet von Julian Gerold entschied sich der Schweizer nach kurzer Täuschung aber für seinen zweiten Torerfolg für die KSC U23.
Wir schauen nur auf uns!
Gleichzeitig kam der Tabellenführer 1. FC Bruchsal beim VfB Bretten nur zu einem Remis, sodass die Mannschaft um das Trainerteam Dietmar Blicker, Daniel Gordon und Marco Kratzer den Abstand von sechs auf vier Zähler verringern konnte. So richtig interessierte das Co-Trainer Gordon am Tag darauf aber nicht. Der 39-jährige beteuerte: „Wir schauen nur auf uns und ich glaube wir tun gut daran einfach Punkte zu sammeln, im besten Fall immer drei Punkte dann müssen wir gar nicht auf andere Plätze schauen!“
Nach dem letzten Aufgalopp für 2024 ist für die U23 eine lange Winterpause bis Anfang März angesagt. Zur Überbrückung trainiert die Blicker-Elf noch ein paar Wochen und startet am 13.01.2025 in die intensive Vorbereitung auf die letzten 14 Verbandsligaspiele.









