U19 mit Remis gegen Mainz
Auf Kunstrasen ging es für die U19 des Karlsruher SC am Samstagmittag gegen die A-Junioren des 1. FSV Mainz 05. Vor rund 150 Zuschauerinnen und Zuschauern gab es am Ende eine gerechte Punkteteilung.

Personelle Veränderungen im Vergleich zum Dortmund-Spiel gab es kaum, lediglich Fynn Braun startete in der Innenverteidigung für den angeschlagenen Dimitrios Mitakidis, der auf der Bank Platz nahm. Der Schnee war vom Rasen geschippt, die ersten Sonnenstrahlen machten die kalten Temperaturen ertragbar und auch die Jungs aus der Fächerstadt brauchten nicht lange zum Auftauen: Metin Sen kombinierte sich mit Fanol Lutolli durch das Mittelfeld und spielte zu Leon Parduzi. Nach Flanke des Linksfußes kam Niklas Behr per Volley zum Abschluss, ein Mainzer konnte jedoch zur Ecke abblocken. Mit mutigem Fußball der Badener ging es weiter, wobei sich auch die Mainzer bei KSC-Schlussmann Jannis Bärtl anmeldeten.
Cirpan köpft feine Kombination ein
In der 25. Minute war es dann so weit: Kapitän Mateo Kritzer bediente Metin Sen, der direkt zu Niklas Behr weiterleitete, Behr bediente den blanken Rechtsverteidiger Houssam Arbai. Die maßgenaue Flanke köpfte Kemal Cirpan wuchtig in Richtung Mainzer-Gehäuse, das Spielgerät traf erst Latte und dann Pfosten, ehe es im Tornetz zappelte.
Die Führung hielt allerdings nicht lange, denn der Gast aus Rheinland-Pfalz kam vier Minuten später zum Ausgleich. Den ersten Versuch von Safyan Toure konnte Jassin Manai noch auf der Linie für seinen geschlagenen Torhüter klären, den Rebound zimmerte Mika Preßler unter den Querbalken.
Bärtl pariert, Behr verpasst
Noch vor der Pause wollten beide Teams die Führung erzwingen. Niklas Behr wurde bei einer Konterkation mit dem Fuß am Kopf getroffen, der Schiedsrichter Timon Ulrich ahnte die Szene nicht. Für Niklas Behr ging es zum Glück weiter (32.). Wenig später war es erneut der freigespielte Arbai, der mit seiner Flanke einen Spieler im blauen Dress fand. Behr bekam auf seinen Kopfball jedoch nicht genügend Druck (39.). Keine zwei Zeigerumdrehungen später konnte sich Jannis Bärtl bei der Direktabnahme von Raul König mit einer Flugeinlage auszeichnen.
Am Ende hat uns vorne die Durchschlagskraft gefehlt
In Durchgang zwei blieben die Mainzer besonders nach Standards gefährlich, eine echte Herausforderung blieb für den stark aufgelegten Jannis Bärtl aber aus. „Dimi“ Mitakidis kam für Fynn Braun und konnte viele Kopfballduelle für sich entscheiden, genau wie Jassin Manai. Die beiden ständig geforderten Innenverteidiger blieben gemeinsam mit Kapitän Mateo Kritzer stets die Herren der Lüfte gegen die langen Bälle der Mannschaft von Jan Kirchhoff. Offensiv konnte der Gastgeber nur wenige gefährliche Abschlüsse verbuchen. Erst bei Lutollis Fallrückzieher-Versuch wurde es wieder knapp, auch der eingewechselte Tim Schunck blieb glücklos. Mit der letzten Aktion wäre das Spiel unserer Badener beinahe noch gekrönt worden. FSV-Schlussmann Babatz vergriff sich bei einem harmlosen Heber, konnte seinen Fauxpas im Nachfassen aber auf der Linie noch beheben (90. +2). Somit blieb es beim 1:1-Endstand.
Fazit & Ausblick
Cheftrainer Ralf Kettemann äußerte sich nach Abpfiff einigermaßen zufrieden. Seine Jungs kamen „nicht auf 100%“ und dann, das betonte der 38-Jährige schon oft, „wird es einfach schwer zu gewinnen.“ Gründe dafür sieht er auch in der Krankheitswelle, zum Beispiel „Leon Parduzi und Dimi Mitakidis hätten sich da trotzdem super durchgeboxt“. Jetzt heißt es aber erstmal einen Tag durchschnaufen und sich dann in den Trainingseinheiten Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag (11.00 Uhr) auf das Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die A-Junioren von RB Leipzig vorzubereiten.
KSC-Aufstellung
Bärtl – Parduzi, Braun (46. Mitakidis), Manai, Arbai – Kritzer, Zor (85. Guggenbühler) – Sen, Cirpan (65. Schunck) – Lutolli (85. Müller), Behr









