U17 unterliegt gegen den Nachwuchs des Deutschen Meisters
Am gestrigen Sonntag war der FC Bayern München bei der U17 im Wildpark zu Gast. Die Mannschaft um Trainer Stefan Beckenbauer war mit breiter Brust in die Fächerstadt angereist.
Das mit Nationalspielern gespickte Team aus München belegt derzeit den zweiten Tabellenplatz und dementsprechend schwer war die Aufgabe für den KSC-Nachwuchs. Die Blau-Weißen zeigten vor toller Zuschauerkulisse einen guten Start, standen kompakt in der Defensive und waren bei Kontern immer gefährlich nach vorne. Einen solchen Konter nutzte Denis Thomalla in der 10. Minute zur zu diesem Zeitpunkt verdienten 1:0-Führung für den KSC. In der Folgezeit machten die Münchner immer mehr Druck und hatte nach 18 Minuten einen Pfostenschuss durch Knastmüllner. In der 21. Minute fiel dann der verdiente Ausgleich. Janjatovic setzte sich außen prima durch und Lehn vollendete den Rückpass zum Ausgleich. Kurz darauf reagierte der KSC und brachte auf den Außenpositionen zwei neue Spieler. Jetzt wurde das Spiel wieder ausgeglichener und prompt hatte Thomalla wieder eine tolle Chance, den ersten Schuss parierte FCB-Keeper Bortel und der Nachschuss ging knapp am Gästetor vorbei. Aber auch der FCB hatte mit dem Halbzeitpfiff noch eine Großchance. Voglsammer köpfte aus kurzer Distanz, KSC-Keeper Werner reagierte in dieser Situation jedoch glänzend.
Nach der Pause hatte wieder der KSC die erste Großchance, Gür wurde schön frei gespielt, verzog aber etwas überhastet. Nach einem Querschläger in der KSC-Hälfte waren die Bayern dann das clevere Team, Voglsammer nutzte die Situation am schnellsten und schob unter Werner hindurch zum 2:1 für die Bayern ein. Als der KSC immer besser ins Spiel fand, kam es noch bitterer. Der Schiedsrichter verhängte einen sehr fragwürdigen Strafstoß gegen den KSC. FCB-Kapitän Knastmüllner lies sich diese Chance nicht entgehen und erzielte in der 61. Minute das 3:1 für die Bayern. Anschließend verlegten sich die Bayern aufs Kontern. Der KSC hatte noch die eine oder andere Möglichkeit, es fehlte aber immer der letzte Schritt. Die größte Gelegenheit hatte Timar fünf Minuten vor dem Ende. Frei vor Bortel entschied er sich allerdings für einen Querpass, der nicht den gewünschten Erfolg brachte. In der Nachspielzeit hielt Bortel noch einen Thomalla-Freistoß und so blieb es dann bei der 1:3-Niederlage für den KSC.
„Alles in allem geht die Niederlage in Ordnung. Die Bayern sind spielerisch eine sehr gute Mannschaft. Aber wir haben wieder einmal beim Stand von 1:1 zwei hundertprozentige Chancen, die wir nicht machen. Wenn wir hier noch einmal in Führung gehen, kann so ein Spiel auch mal anders laufen. Dann passen wir einmal nicht auf und der Ball fällt wieder Mal dem Gegner vor den Fuß und die Bayern sind dann halt so abgezockt und machen das Ding rein. So ist es halt auf dem Niveau. Ich kann den Jungs heute keinen Vorwurf machen, gegen Bayern kann man verlieren, mit einer besseren Chancenauswertung wäre aber auch heute mehr drin gewesen. Was mich ärgert ist der Strafstoß, das war jetzt schon die vierte sehr fragwürdige Aktion in dieser Saison, die gegen uns entschieden wurde. Deshalb haben wir nicht das Spiel verloren, aber nach dem dritten Tor für die Bayern war es eigentlich vorbei. Wer weiß was passiert wäre, wenn es länger 1:2 gestanden hätte“, resümiert Trainer Böhm nach der Niederlage.









