U17 gelingt Klassenerhalt aus eigener Kraft

aKAdemie von David Ruf

Nicht gerade zu beneiden waren drei Spiele vor dem Saisonende U17-Trainer Stefan Ronecker und sein Co-Trainer Rene Crossmaier. Die Verletztenliste wurde immer länger und ein Vorsprung von 5 Punkten auf den drittletzten Tabellenplatz war äußerst trügerisch. Dennoch konnte der KSC den Klassenerhalt bereits vorzeitig perfekt machen.

In der vergangenen Saison hatte zwei Spieltage vor Saisonende der FSV Mainz 05 sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und musste dennoch absteigen.

Unentschieden im Spiel bei Eintracht Frankfurt
Somit war klar, dass der KSC noch zwei Punkte aus den letzten drei Spielen benötigt, um auch rechnerisch den Klassenerhalt zu sichern. Die Aufgaben waren jedoch sehr schwierig, denn zunächst musste der KSC zum designierten Meister Eintracht Frankfurt. Da Eintracht Frankfurt über die gesamte Saison mit ausgezeichnetem Offensivfußball glänzte, wollte man trotz aller Unannehmlichkeiten den ersten der beiden Punkte für den Klassenverbleib holen. Entsprechend defensiv ging man in Frankfurt zu Werke und bei sommerlichen Temperaturen konnte die Jungs mit einem 0:0 den angestrebten Punkt erreichen. Sicherlich, es war kein gutes Spiel beider Mannschaften, aber der KSC stand in der Vergangenheit  schon des Öfteren mit leeren Händen da, obwohl das Team von Stefan Ronecker und Rene Crossmaier das bessere Team war.

Remis in Nürnberg reicht zum Klassenerhalt
Somit konnte der KSC bereits zwei Spieltage vor Schluss alles klar machen. Aber auch das Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg war sehr schwierig. Lediglich 3 Punkte Rückstand hatte der 1.FC Nürnberg  auf den 2. Tabellenplatz, der die Teilnahme zur deutschen Meisterschaft bedeuten würde. Entsprechend engagiert ging der 1. FCN zu Werke und bereits in der 7. Spielminute geriet der KSC in Rückstand. Weiterhin blieb der Gastgeber drückend überlegen, aber die Defensive des KSC konnte sich immer mehr stabilisieren, so dass weitere Tormöglichkeiten verhindert wurden. Jedoch konnte man sich in der 1. Halbzeit selbst keine Torchance erarbeiten und so ging man mit einem Rückstand bei hohen Temperaturen in die Halbzeit. Aufgrund der Überlegenheit des 1. FCN in der ersten Halbzeit glaubte wohl keiner der anwesenden Zuschauer, dass der KSC das Blatt wenden könnte. Aber was die Jungs vom KSC dann zeigten, war einfach nur klasse. Bereits im Mittelfeld agierte man aggressiv im Zweikampf und immer öfter eroberte man im Mittelfeld den Ball und konnte über schnell vorgetragene Konter für erste Gefahr sorgen. Das Spiel des KSC wurde immer sicherer und in der 57. Minute störte Eray Gür geschickt die Innenverteidigung. Durch sein geschicktes Agieren eroberte er den Ball und schickte uneigennützig Hagan Calhanoglu allein auf die Reise zum gegnerischen Tor. Dieser ließ sich die Chance nicht nehmen und vollendete zum viel umjubelten Ausgleich. Wer nun glaubte, der KSC würde nun sein Spiel ändern, sah sich getäuscht. Weiterhin ließ man den Gegner kommen, spielte  jedoch aggressiv im Mittelfeld und nach Balleroberung schaltet man schnell auf Angriff um. So ergaben sich weitere Chancen, die jedoch, und dies sollte wirklich das einzige Manko an diesem Tage gewesen sein, zum Teil unglücklich - wie der Lattentreffer von Hagan Calhanoglu - oder unkonzentriert vergeben wurden. Fast wäre man noch für die schlechte Chancenauswertung bestraft worden, aber die Defensive des KSC zeigte sich kurz vor Spielende im Bilde, so dass mit einem hochverdienten 1:1 in Nürnberg der Klassenerhalt aus eigener Kraft gesichert wurde.

Welche Last den Spielern von den Schultern fiel, wurde nach den Spiel ersichtlich. Nach einem ausgelassenen Tanz um den Mittelkreis hetzten fast alle Spieler Trainer Stefan Ronecker zur Sieger-Dusche, der keine Chance hatte zu entkommen.

Nun kann man beruhigt das letzte Saisonspiel am Sonntag gegen den Vize-Meister VfB Stuttgart angehen und vielleicht kann der KSC dabei an die zweite Halbzeit in Nürnberg anknüpfen.

Trainer Ronecker bilanzierte: „Es war eine tolle Leistung meiner Mannschaft in den zwei Spielen und deshalb auch ein verdienter Verbleib des KSC in der Bundesliga.“


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