U13 gewinnt Liga- und Testspiel

aKAdemie von Fabian Zimmer

Am vergangenen Donnerstag errang die Elf der Trainer Yannick Rolf und Marco Hüttlin einen überzeugenden 5:0- Auswärtssieg beim Liga-Kontrahenten FV Linkenheim, um drei Tage später einen verheißungsvollen 2:0- Heimsieg gegen den FC Basel zu feiern.

Aber der Reihe nach: Beim Ligaspiel in Linkenheim passte die Gemütslage der KSC-Protagonisten weder vor, noch nach dem Spiel irgendwie zum souverän erzielten Auswärtserfolg.Unmittelbar nach dem Schlusspfiff kreisten die Gedanken sorgenvoll um einen offensichtlich schwerer verletzt ausgewechselten. Und vor dem Spiel? „Da mussten wir in der Kabine bei den Jungs die Sinne schärfen“, meinte Yannick Rolf. Allzu sehr schienen seine Spieler über die nicht gemähte (Spiel-) Wiese zu lamentieren, und zu unkonzentriert wurde das Warm-Up in den Augen der Trainer absolviert. Und wie reagierte die Mannschaft? Sie schien die mahnenden Worte der Trainer verstanden zu haben und legte los wie es einem Tabellenführer gebührt. Bereits mit dem ersten Angriff hätte der Führungstreffer gelingen können, als der KSC-Rechtsaußen nach eigener Balleroberung auf und davon zog, seinen finalen Querpass allerdings etwas zu unpräzise spielte. Einer gelungenen Co-Produktion von gleich drei Akteuren folgte nur wenige Minuten später das frühe Führungstor. Erneut zündete das Umschaltspiel nach einer Balleroberung Mitte der gegnerischen Hälfte in Richtung Tor der Gastgeber, wo nach einem gelungenen Vertikalpass eine uneigennützige Ablage letztendlich beim freistehenden Torschützen landete. Früh die Weichen auf Sieg wurden dann bereits nach gerade mal einer Viertelstunde gestellt, als ein verwandelter Foulelfmeter zum 0:2 führte.Und die Gastgeber? Die hatten ihre erste vielversprechende Torannäherung mit einem versuchten Lupfer über den KSC-Keeper hinweg, was dieser aber erahnte und souverän entschärfte. Stärker gefordert wurde der Schlussmann der Wildpark-Jungs dann zehn Minuten vor der Halbzeit, als er mit einer geschickten Winkelverkürzung eine potentielle Großchance der Gastgeber vereitelte. Um so wichtiger war der Treffer zum 0:3 in einer Phase, in der die Heimmannschaft gerade etwas mutiger agierte. Ein offensichtlich einstudierter Spielzug wurde final mit einem schönen Kopfballtreffer erfolgreich vollendet. Nach dem Seitenwechsel setzte sich das dominante Spiel des Tabellenführers nahtlos fort – was im schnellen 0:4 resultierte, als ein KSC-Akteur sein Dribbling im gegnerischen Strafraum mit einem satten und platzierten Torschuss erfolgreich abschloss. Dem letzten Treffer des Tages ging ein schöner Schnittstellenball voraus, der mit einem unhaltbareren Schuss des KSC-Linksaußen ins linke untere Toreck zum 0:5 veredelt wurde. „Die Jungs agierten trotz der schwierigen Platzverhältnisse temporeich und mutig nach vorne“, lobte Trainer Yannick Rolf folgerichtig. Dass ein weiterer, keineswegs schwach geschossener Foulelfmeter diesmal vom aufmerksamen Torhüter der Gastgeber entschärft wurde, sollte sich an diesem Abend nicht mehr wirklich als Manko erweisen, denn die wirklichen Sorgen im KSC-Lager fokussierten sich nach dem Spiel einzig und allein auf die Verletzung eines Spielers.

Nach einer schwereren Verletzung am Donnerstag traf es auch beim vergangenen Spiel gegen Basel zwei KSC-Akteure allzu heftig. Beide werden nun bedauerlicherweise länger ausfallen. Knapp einen Monat nach dem 2:2 Auswärts-Remis bei Racing Straßburg blieb die Wildpark-Elf auch in der zweiten „internationalen“ Begegnung ungeschlagen. Keine Frage, es war ein überzeugender Heimsieg, bei dem einzig das Endergebnis etwas „unangemessen“ war. Dass hinten die „Null“ stand, war ebenso surreal wie die Tatsache, dass die U13 selbst „nur“ zwei Treffer erzielte. Ein 4:2 oder gar 5:3 wäre dem Spielverlauf und dem (Groß-) Chancenverhältnis durchaus angemessener gewesen. Das Spiel begann mit einem wahren Paukenschlag, als nach gerade einmal fünf Spielminuten ein KSC-Angreifer mutig in einen etwas unpräzise gespielten Querpass der Basler Viererkette sprintete und mit dem eroberten Spielgerät auf und davonzog, den herauseilenden Torhüter umspielte und souverän einnetzte. Und das sollte erst der Auftakt zu einer wirklich spektakulären Anfangsphase gewesen sein, denn beide Teams nahmen sich keine Atempause. Chancenlos war der FCB-Keeper in Minute 20, als ein KSC-Akteur nach einer geschickten Körpertäuschung mit einem satten und platzierten Schuss das 2:0 markierte. Dass sich danach das beidseitige „Strafraum-Spektakel“ etwas beruhigte war allerdings in keinster Weise ein Indiz für weniger Qualität. Beide Teams kombinierten weiterhin ansehnlich, aber bei weiteren durchaus noch vorhandenen Strafraum-Aktionen zeigten sich beide Torhüter jeweils in direkten 1:1-Situationen glänzend auf dem Posten. „Es hätten für beide Teams mehr Treffer fallen können“, stellte Marco Hüttlin richtigerweise fest. Dass anstelle des eingangs erwähnten „standesgemäßen“ 4:2 oder 5:3 das 2:0-Endresultat aus Trainersicht das „schönere“ Ergebnis darstellt, ist nur allzu verständlich, denn „einem spielstarken Gegner sind wir mannschaftlich entschlossen, mutig und mit einer unangenehmen Spielweise begegnet“, stellte Yannick Rolf hernach zufrieden fest. Sein schweizerischer Trainerkollege konnte dem nur beipflichten, als er sich nach dem Schlusspfiff beim freundschaftlichen Trainer-Smalltalk sehr angetan und beeindruckt über die Leistung der „jungen Wilden“ vom Wildpark äußerte. Keine Frage, es war ergebnis- und leistungstechnisch eine sehr ergiebige „internationale Bewährungsprobe“.


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