U12 gewinnt sensationell das Walter-Waibel-Turnier

aKAdemie von Daniel Heinz

Am 22. Februar 2009 traten in der Markgrafen-Halle Weil am Rhein 12 Mannschaften aus Deutschland, der Schweiz und Österreich an, um das 38. Internationale Walter-Waibel-Turnier zu gewinnen.

Nachdem der Jahrgang 97 des KSC bereits letztes Jahr als U11-Team das gut besetzte Turnier gewinnen konnte, gelang dieses Jahr mit einer taktischen Meisterleistung erstmals der Turniersieg in der D-Jugend-Klasse.

Obwohl die Wildpark-Buben im ersten Match gegen den FC Luzern dominierten, war bei der Mannschaft noch kein richtiger Spielfluss zu erkennen. Zahlreiche hochkarätige Torchancen wurden vergeben, so dass ein glücklicher Abpraller eines Luzerner Defensivspielers zum verdienten Sieg mit 1:0 herhalten musste. Eine ganz klare Angelegenheit war dagegen das zweite Spiel gegen den Titelverteidiger FSV Mainz 05. Der KSC beherrschte den Gegner zu jeder Zeit und schoss drei schöne Tore zum endgültigen 3:0. Ein Sieg gegen die Heimmannschaft des SV Weil war anschließend Pflicht, aber die Lokalmatadoren hielten gut mit. Erst sehr spät fiel das erlösende Tor für die Karlsruher. Kurz darauf konnte noch ein Strafstoß zum 2:0 verwandelt werden. Im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern machten die Wildpark-Jungs wieder Druck und gingen mit 2:0 in Führung. Als die Pfälzer den Anschlusstreffer erzielten, wurde die Partie noch einmal spannend, bis sich die Lauterer durch ein Eigentor selbst den Knockout verpassten. Bevor die Karlsruher gegen Borussia Dortmund richtig ins letzte Gruppenspiel gefunden hatten, stand es bereits 2:0 für die Gegner. In der Folge gelang den Badenern nur wenig, während die Dortmunder ihr offensives Spiel munter weitertrieben. Zwei weitere Tore der Borussen besiegelten die erste Karlsruher Niederlage des Turniers. Dennoch stand der KSC als Gruppenzweiter verdient im Halbfinale.

Dort trafen die Wildpark-Buben wieder einmal auf Hertha BSC Berlin, die im bisherigen Turnierverlauf nicht so gut ausgesehen hatten wie sonst. Die Zuschauer sahen ein sehr ausgewogenes Match mit leichten Vorteilen und einigen Torchancen für die Badener. Mit zunehmender Spieldauer drohte ein Unentschieden mit anschließendem Elfmeterschießen. Beide Mannschaften warfen jetzt noch einmal alle ihre Kräfte in die Waagschale. Während die Berliner jedoch nur ein Mehr an Härte zeigten, legten die Karlsruher ein Tor vor, das bis zum Ende des Spiels verteidigt werden konnte.

Mit einer simplen, aber sehr effektiven Taktik , gegen die bislang keine der Turniermannschaften ein Rezept gefunden hatte, waren die Dortmunder unbesiegt bis ins Endspiel gelangt. Im Finale standen sich daher wieder Borussia Dortmund und der KSC gegenüber. Anders als im Gruppenspiel ließen sich die Badener nicht erneut von der Borussentaktik überrumpeln, sondern störten den gegnerischen Spielaufbau, hielten den Ball clever in den eigenen Reihen und erspielten sich einige Torchancen. In der letzten Minute zeigte die Anzeigentafel weiterhin 0:0. Alles deutete auf ein Elfmeterschießen hin als der gegnerische Torwart wieder zu einem seiner Sololäufe ansetzte, den Ball aber an der Mittellinie verlor. Philipp Amann schnappte sich beherzt den Ball und behielt die Nerven beim Schuss auf das leere Tor: 1:0. Der Schiedsrichter pfiff das Spiel gar nicht mehr an, die Karlsruher Spieler, Trainer und Eltern rissen die Arme hoch: Aus, Gewonnen, Turniersieg!


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