TSG Hoffenheim KSC 4:0 (1:0)

(eis) Der KSC ist am Montagabend in der zweiten DFB Pokalrunde mit einer blamablen Leistung an der TSG Hoffenheim gescheitert. Vor 5.500 Zuschauern im ausverkauften Dietmar Hopp Stadion unterlagen die Karlsruher dem Regionalligisten verdientermaßen mit 0:4 (0:1).Cheftrainer Lorenz Günther Köstner schickte dieselbe Elf ins Rennen, die beim 1:1 Unentschieden im Punktspiel gegen Mainz 05 die wohl beste Leistung der bisherigen Saison gezeigt hatte. Im Vergleich zum Heimsieg gegen Fürth verdrängte Ivan Saenko in der Liga gesperrt, im Pokal aber spielberechtigt Conor Casey auf die Bank. Christian Hassa lief für Jan Männer auf, der in der ersten Pokalrunde die rote Karte gesehen hatte.

Bei ungemütlichem Herbstwetter neutralisierten sich beide Teams zu Beginn des Spiels, keine der Mannschaften drängte auf ein frühes Tor. Wie aus heiterem Himmel gingen die Hausherren dann noch vor dem Seitenwechsel in Führung, der sträflich freistehende Denis Bindnagel köpfte in der 43. Spielminute ein. "Hätten wir dieses Gegentor nicht bekommen, hätte das Spiel wohl einen völlig anderen Verlauf genommen", ärgerte sich Köstner nach dem Schlusspfiff über die Schlafmützigkeit seiner Hintermannschaft. Nach dem Seitenwechsel brach der KSC völlig ein und ließ die TSG kontern. Nach einem Ballverlust Marco Engelhardts im Mittelfeld ließ Christian Möckel Martin Fischer keine Chance und traf zum 2:0 (75.). Nur drei Minuten später erhöhte der eingewechselte Kai Herdling auf einen peinlichen Zwischenstand, das dicke Ende stand der Wildparkelf aber noch bevor: Nachdem sich Sachar Theres den Ball an der Mittellinie geschnappt hatte, tanzte er mit Eggimann, Stoll und Engelhardt gleich drei Akteure der konsternierten KSC Abwehr aus und schoss souverän zum 4:0 Endstand ein.

Noch härter als die sportliche Niederlage dürfte die Blauweißen das Ausscheiden aus finanzieller Sicht treffen: Gut 200.000 Euro hätte der Einzug ins Achtelfinale in die klamme Vereinskasse gespült ein Geldregen, den der Verein zur Erfüllung der DFL Auflagen bis zum Jahresende dringend benötigt hätte. Lorenz Günther Köstner mochte darauf jedoch gar nicht erst eingehen, sondern blickte auf die anstehenden Aufgaben: "Die Mannschaft muss sich jetzt in Duisburg rehabilitieren, wie sie dort aufzutreten hat, haben wir heute gesehen aber auch schon in den letzten Punktspielen, wo wir selbst nachgesetzt und nicht aufgegeben haben."


TSG Hoffenheim:
Hillenbrand Thee, Endress, Daub, Klandt Bindnagel, Böttjer, Müller (83. Sieger) Throm (73. Herdling), Ollhoff, Möckel (83. Möckel)

Karlsruher SC:
Fischer Kies, Eggimann, Stoll, Dick (62. Gambo) Hassa (74. Casey), Engelhardt, Trares Ouakili (62. Schmitt) Cetin, Saenko

Tore:
1:0 Bindnagel (43.)
2:0 Möckel (75.)
3:0 Herdling (78.)
4:0 Theres (85.)

Gelbe Karten: Throm (57.), Müller (62.), Böttjer (68.) Dick (20.), Trares (68.)

Zuschauer: 5.500

Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Assistenten: Friedrich Bielmeier, Markus Pflaum


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