Starke Leistung beim 2:0 Sieg in Trier
Mit einer engagierten Leistung gewann der Karlsruher SC heute Nachmittag vor 7.500 Zuschauern bei Eintracht Trier mit 2:0(1:0). Die Tore erzielten Godfried Aduobe und Danny Schwarz. Das Team von Ede Becker rangiert nun auf dem 14. Tabellenplatz.
Von Daniel Heinz und Andreas Eisinger
Ohne Ivan Saenko und Ioannis Masmanidis trat der KSC heute Nachmittag beim SV Eintracht Trier an. Die beiden U21 Nationalspieler waren am Samstag wegen Undiszipliniertheit von Chefcoach Ede Becker aus dem Kader geworfen worden. Für sie standen Christian Hassa und Florian Dick in der Startelf. Die angeschlagenen Bradley Carnell und Godfried Aduobe konnten ebenfalls von Beginn an spielen, Kai Oswald musste für den wiedergenesenen Mario Eggimann den Platz in der Innenverteidigung freimachen.
In einer kampfbetonten Partie bei herrlichem Fußballwetter präsentierten sich die abstiegsbedrohten Karlsruher wesentlich zweikampfstärker und entschlossener als die gastgebenden Trierer. Bereits nach elf gespielten Minuten hätte Jan Männer die Führung für die in gelb gekleideten Gäste erzielen müssen. Sein Schuss aus kurzer Distanz konnte allerdings noch vom SV Schlussmann Daniel Ischdonat an die Latte gelenkt werden. Nur eine Minute später scheiterte Sean Dundee per Kopf erneut am reaktionsschnellen Trierer Schlussmann.
Die beste Chance für die Gastgeber aus der Moselstadt hatte Thomas Reis in der 38. Minute. Nach einigen Zuordnungsproblemen in der Karlsruher Hintermannschaft kam der Trierer frei zum Schuss. Der abgefälschte Ball verfehlte allerdings knapp das Tor von KSC Keeper Markus Miller.
Sekunden vor dem Halbzeitpfiff durften die KSC Akteure dann endlich zum Jubeln ansetzen. Nach zuletzt drei Spielen ohne Torerfolg erzielte Godfried Aduobe in der 45. Spielminute das erlösende 1:0. Einen Schuss von Sean Dundee konnte Triers Torwart Ischdonat zunächst noch abwehren. Die anschließende Hereingabe von Jan Männer verwandelte dann aber Aduobe nach einem heillosen Chaos im Trier Strafraum souverän zur 1:0 Führung für den KSC.
Genauso furios wie die erste Halbzeit endete, ging es dann auch in den zweiten Durchgang. Lediglich neun Minuten nach Wideranpfiff sorgte Danny Schwarz für das vorentscheidende 2:0 für den Karlsruher SC. Vorausgegangen war eine schöne Einzelleistung von "Crocodile" Dundee gegen Triers Verteidiger Carsten Marell und eine scharfe Hereingabe des Angreifers auf den heranstürmenden KSC Kapitän. Dieser musste denn Ball nur noch im gegnerischen Gehäuse unterbringen.
Die Trierer zeigten sich ob des schnellen 0:2 Gegentreffers geschockt und leisteten in der folgenden Spielzeit kaum ein Aufbäumen gegen die drohende Niederlage. Dagegen hatte der KSC zahlreiche weitere Möglichkeiten auf 3:0 zu erhöhen. Zunächst klärte Harry Koch vorm einschussbereiten Jan Männer zur Ecke (70.). Beim darauf folgenden Eckball scheiterte Martin Stoll mit einem Kopfball an der Querlatte. Kurz vor Spielende hätte auch noch Sebastian Freis sein Tor erzielten können, allerdings schoss der Youngster aus kurzer Distanz den Ball einige Meter übers Tor (85.). Von den Trierern war in Durchgang zwei kaum noch ein Lebenszeichen zu erkennen. Lediglich Nico Patschinski konnte in der 88. Spielminute mit einem von Markus Miller parierten Schuss auf sich aufmerksam machen.
Am Ende gewann der KSC die Partie mehr als verdient mit 2:0 und konnte damit auf Tabellenposition 14 hochklettern. Die Forderung der KSC Anhänger "Kämpft für uns!" zeigte auf dem Platz heute also ihre Wirkung. Die KSC Fans selbst kämpften heute vielmehr darum rechtzeitig ins Stadion zu kommen. Da der Sonderzug mit einer knappen Stunde Verspätung im Trierer Bahnhof einrollte, verpassten die meisten KSC Sympathisanten die komplette erste Halbzeit und somit auch das Führungstor für ihr Team.
KSC Trainer Ede Becker äußerte sich nach dem Schlusspfiff hochzufrieden über den heutigen Sieg: "Meine Mannschaft hat eine erstklassige Reaktion gezeigt und am Ende hochverdient gewonnen". Sollte den Badener nun auch am kommenden Freitag beim Heimspiel gegen Rot Weiß Erfurt ein Sieg gelingen, wäre man am Adenauerring dem Ziel Klassenerhalt schon ein ganzes Stück näher gerückt. Anpfiff der Partie ist um 19 Uhr.









