Sebastians WM Tagebuch: Jetzt gegen den Weltmeister
Nach dem tollen 3:2 Sieg in letzter Minute gegen China ist die Stimmung in der Mannschaft natürlich ausgezeichnet wir freuen uns alle auf den Titelverteidiger Brasilien im Viertelfinale. Spiele gegen den Weltmeister sind immer etwas Besonderes.
Nach dem tollen 3:2 Sieg in letzter Minute gegen China ist die Stimmung in der Mannschaft natürlich ausgezeichnet wir freuen uns alle auf den Titelverteidiger Brasilien im Viertelfinale. Brasilien ist eines der besten Teams hier, Spiele gegen den Weltmeister sind immer etwas Besonderes. Wir haben nicht erst im Achtelfinale gezeigt, dass wir bei diesem Turnier eine deutsche Mentalität entwickelt haben, die wir auch morgen Abend zeigen wollen. Dann haben wir auch eine Chance gegen die Kicker aus Südamerika. Elfmeterschießen trainieren wir nicht speziell, aber den einen oder anderen Elfer schießt man doch nach dem Training.
Großen Anteil an unserem Erfolg haben meiner Ansicht nach im Moment zwei Spieler: Zum einen unser Torwart René Adler von Bayer Leverkusen, der bisher ein sehr starkes Turnier spielt und unserer ganzen Defensivabteilung Stabilität verleiht. Zum anderen Marcell Jansen aus Mönchengladbach, der sogar schon für die A Nationalmannschaft ins Gespräch gebracht wird. Beide sind Riesentypen, vor allem Marcell ist ein totaler Spaßvogel und haut immer wieder mal einen schrägen Spruch raus.
Was mich betrifft: Natürlich bin ich enttäuscht gegen China nicht zum Einsatz gekommen zu sein. Michael Skibbe hat auch nicht persönlich mit mir gesprochen, aber da ich im ersten und im dritten Spiel gespielt habe, hoffe ich jetzt eben auf das fünfte. Zumindest eine Einwechslung wäre toll. Aber das ist natürlich auch vom Spielverlauf abhängig.
Da auch hier die Temperaturverhältnisse ähnlich sind wie in Deutschland und es tagsüber über 30 Grad hat, haben wir erst am Abend gegen 19 Uhr Training. Der Vormittag ist frei, da heißt es im Moment dann schon ein bisschen die Zeit totzuschlagen, da man natürlich bemüht ist, nicht zuviel in die Sonne zu gehen. Trotzdem oder gerade deshalb ist das ganze Team recht entspannt.
Selbstverständlich macht man sich dann auch in diesen Momenten Gedanken an zuhause und den KSC. Ich verfolge so gut es geht, was in der Heimat passiert. Mit Ede Becker habe ich vereinbart, dass ich nach der WM eine Woche Urlaub bekomme sollten wir das Finale erreichen, sind sicher auch ein paar Extra Tage drin. Bei den Spielen gegen den VfB und gegen die Bayern will ich aber auf alle Fälle wieder dabei sein, das ist klar.









