SC Freiburg Karlsruher SC 3:1
(eis) Nach einer 1:3 (1:0) Auswärtsschlappe bei Erstligaaufsteiger SC Freiburg, muss der KSC weiter um den Klassenverbleib zittern. Die Halbzeitführung der Südbadener konnte Bruno Labbadia mit seinem 99. Zweitligator im zweiten Durchgang zwar zunächst egalisieren, im direkten Gegenzug brachte Levan Kobiashwili das Team von Volker Finke jedoch auf die Siegerstraße. Die Fans des SC Freiburg bejubelten nach dem Schlusspfiff im ausverkauften Dreisamstadion den seit vergangener Woche feststehenden Aufstieg ihrer Elf, für die Karlsruher könnte es im Kampf um die Nichtabstiegsplätze noch einmal eng werden.
Im Vergleich zum 1:1 Unentschieden gegen St. Pauli stellte KSC Trainer Lorenz Günther Köstner seine Startelf auf zwei Positionen um: Der vollständig wieder genesene Bernhard Trares verdrängte Danny Fuchs auf die Bank, für den angeschlagenen Gabriel Melkam kam Christian Hassa neu ins Team. Der Franke sollte die rechte Außenbahn beackern, Clemens Fritz sollte Melkam auf dem linken Flügel ersetzen. Nach dem Aufstiegserfolg über Wacker Burghausen schickte SC Coach Finke eine auf drei Positionen veränderten Formation auf den Rasen. Bruno Berner, Ibrahim Tanko und der Ex Karlsruher Rolf Christel Guié Mien nahmen auf der Auswechselbank Platz; dafür liefen Soumaila Coulibaly, Abder Ramdane und Mannschaftskapitän Levan Kobiashvili in seinem letzten Heimauftritt im Dress der Breisgau Elf auf.
Das Spiel begann munter, beide Seiten erarbeiteten sich Torraumszenen. Den Anfang machten die Hausherren, Coulibaly verfehlte das Tor von Martin Fischer per Seitfallzieher knapp (7.). Keine 60 Sekunden später hatte Ivan Saenko nach einem sehenswerten Konter den Führungstreffer auf dem Fuß, traf aber nur das Außennetz. Zu seiner zweiten Gelegenheit kam der junge Russe nach Zuspiel von Clemens Fritz, verfehlte aber erneut (10.). Nach 13 Minuten waren es dann aber die Freiburger, die allen Grund zum Jubel hatten. Nach Vorarbeit Kobiashvilis schob Alexander Iashvili völlig freistehend ein, Bernhard Trares hatte den Georgier entwischen lassen.
Neun Minuten nach dem Seitenwechsel sorgte Routinier Bruno Labbadia für aufkeimende Hoffnung im Karlsruher Lager, nach Flanke von Marco Engelhardt köpfte der Angreifer souverän ein. Nachdem Schiedsrichter Jürgen Ablbrecht den Freiburgern kurz zuvor nach einem Zweikampf zwischen Thijs Waterink und Andreas Zeyer den fälligen Strafstoß verwehrt hatte, zeigte er nach einem Foul von Ouakili in der 57. Spielminute auf den Punkt. Kobiashwili legte sich die Kugel zurecht und ließ Martin Fischer im Kasten des KSC keine Abwehrchance (58.). Mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze stellte Coulibaly nur kurze Zeit später den Endstand her (72.).
"Beide Teams sind gut in die Partie gestartet, zwei unnötige Fouls haben dann die Niederlage eingeleitet", resümierte Lorenz Günther Köstner nach dem Schlusspfiff und ergänzte: "Ich bin aber davon überzeugt, dass wir diese spannende Schlussphase der Saison zu unseren Gunsten entscheiden werden." Sein Gegenüber Volker Finke freute sich über den Sieg im letzten Heimspiel der Spielzeit: "Ich wünsche dem KSC, dass er den Klassenerhalt im letzten Spiel aus eigener Kraft erreicht. Wir wollten uns aber nicht nachsagen lassen, dass wir nach dem Aufstieg nur noch Larifari spielen. Das wäre den anderen Mannschaften im Abstiegskampf gegenüber unfair."
Da mit Reutlingen, Braunschweig und Ahlen alle anderen um den Klassenverbleib buhlenden Teams erfolgreich aus dem vorletzten Spieltag hervorgingen, fällt die Entscheidung im Tabellenkeller erst im Saisonfinale. Im Wildpark gastiert dann die Spielvereinigung Greuther Fürth, die im Kampf um den verbleibenden Aufstiegsrang drei noch immer im Rennen ist. Mit einem Sieg der Blauweißen wäre der Klassenerhalt unter Dach und Fach, bei einem Unentschieden müsste Braunschweig Mainz mit vier Toren Differenz besiegen. Eine Niederlage wäre dann zu wenig, wenn entweder Braunschweig oder Reutlingen im Spiel gegen Frankfurt drei Punkte einfahren würden.
SC Freiburg:
Golz Willi, Kondé, Boubacar, Kobiashvili (63. Berner) Zeyer, Bajramovic, Tskitishvili (79. Riether) Diarra Iashvili, Ramdane (26. Guié Mien)
Karlsruher SC:
Fischer Eggimann, Waterink, Kracht Hassa, Engelhardt, Trares (63. Fuchs), Fritz Ouakili (86. Graf) Labbadia, Saenko (75. Cetin)
Tore:
1:0 Iashvili (13.)
1:1 Labbadia (54.)
2:1 Kobiashwili (58., Foulelfmeter)
3:1 Coulibaly (72.)
Gelbe Karten:
Bajramovic (45.), Zeyer (54.) Engelhardt (39. 10., nächstes Spiel gesperrt), Trares (54.), Ouakili (76.)
Zuschauer:
25.000
Schiedsrichter: Hermann Albrecht
Assistenten: Josef Maier, Roland Greth









