Profis machen Fehlstart wett

(eis/dh) Mit einem 2:1 (0:1) Erfolg über Zweitligaaufsteiger VfL Osnabrück merzte der KSC am Sonntagnachmittag vor rund 18.400 Zuschauern an der "Bremer Brücke" den verkorksten Saisonstart aus. Ivan Saenko erzielte beide Treffer für die Badener, musste aber wenige Minuten vor dem Schlusspfiff vorzeitig in die Kabine und ist daher im Heimspiel gegen Oberhausen zum Zuschauern verdammt.

Die Wildparkelf begann mit unveränderter Anfangsformation und konnte schon nach 22 Minuten den Führungstreffer erzielen. Ivan Saenko schaute nach einem schönen Zuspiel von Mannschaftskapitän Marco Engelhardt VfL Keeper Scheuer gekonnt aus und schlenzte von der Strafraumgrenze souverän ein.

Nach dem Seitenwechsel sorgten die Niedersachsen für eine Schrecksekunde im KSC Strafraum, als Arne Tammen an die Latte köpfte (47.). Nur zehn Minuten später schienen die Gäste jedoch den Sack zuzumachen: Nach einem Freistoß Saenkos von der linken Außenbahn verfehlten sowohl Casey, als auch Ouakili per Kopf, sodass sich das Leder unberührt in die Maschen Sven Scheuers senkte. Doch im direkten Gegenzug trafen die Hausherren zum Anschluss, Marcel Schied nutzte eine Unaufmerksamkeit in der Karlsruher Defensivabteilung eiskalt aus (58.). Die Chance zur endgültigen Entscheidung vergab in der 73. Minute Conor Casey, dessen abgefälschter Distanzschuss an den Osnabrücker Innenpfosten knallte.
Sechs Minuten vor dem Schlusspfiff schickte Schiedsrichter Kinhöfer Ivan Saenko vorzeitig unter die Dusche nachdem der Youngster bereits in Durchgang eins verwarnt worden war, zückte der Unparteiische wegen Zeitspiel Gelb rot. Erzürnt war darüber nicht nur der Protagonist selbst, sondern auch sein Trainer, Lorenz Günther Köstner: "Ich kann diese unglückliche Entscheidung nicht nachvollziehen. Bei diesen Temperaturen braucht man auch mal eine kurze Verschnaufpause, das war kein Zeitspiel."
Nach der Partie brachte Kapitän Engelhardt die zurückliegenden 90 Minuten auf den Punkt: "Wir haben über die meiste Zeit kompakt agiert und hatten am Ende das Glück, das uns gegen Nürnberg gefehlt hat."

VfL Osnabrück:
Scheuer Langeneke, Tammen (60. Micevski), Tredup Enochs, Spork Schüßler, Schied, Dzaka (70. Vier) Isa, Guscinas (79. Claaßen)

Karlsruher SC:
Fischer Kies, Eggimann, Stoll, Popovic Trares (85. Glöden) Ouakili, Becker (54. Hassa), Engelhardt Saenko,
Casey (75. Rothenbach)

Tore:
0:1 Saenko (22.)
0:2 Saenko (57.)
1:2 Schied (58.)

Gelbe Karten: Enochs, Spork Popovic, Stoll

Gelb rote Karte: Saenko (84.)

Zuschauer: 18.400

Schiedsrichter: Kinhöfer

Stimmen und Bilder zum Spiel folgen am Montag.


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