Interview mit Nils Brendel

Nils Brendel ist neuer Bereichsleiter Athletik im NLZ

aKAdemie

Nils Brendel wird in Zukunft als Bereichsleiter Athletik und als Athletiktrainer der U19 in der KSC GRENKE aKAdemie tätig sein. Wir haben mit ihm ein Interview geführt.

Was sind Deine täglichen Aufgaben als Bereichsleiter der Athletik?
Ich vertrete als Bereichsleiter Athletik ein ganzes Team von Athletiktrainern im Nachwuchsleistungszentrum, die von der U17 bis runter zur U13 einen hervorragenden Job machen. Hierfür müssen die vorhandenen Strukturen, Prozesse sowie Abläufe ständig teamintern sowie vereinsintern evaluiert und weiterentwickelt werden. Meine Aufgabe besteht darin, die Schnittstelle zwischen der sportlichen Leitung und den Athletiktrainern zu bilden und als Sprachrohr in beide Richtungen zu fungieren. Zudem arbeiten wir mit den Athletiktrainern im Lizenzspielerbereich eng zusammen und möchten die Verzahnung zwischen der aKAdemie und der Lizenzspielerabteilung weiter ausbauen. Unsere täglichen Aufgabengebiete umfassen dabei insbesondere die Felder der Verletzungsprävention durch die Entwicklung einer hohen Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen und der Leistungsoptimierung.

 

Du bist zudem auch Athletiktrainer der U19. Wie sieht da Dein Arbeitsaltag aus?
Der Fokus liegt klar auf der Optimierung der Leistungsfähigkeit und darauf, die Resilienz der Jungs gegenüber den immer steigenden Belastungen im Hochleistungsfußball aufzubauen. Mit Hilfe des gesamten Staffs der U19 versuchen wir täglich den optimalen Belastungsreiz zu setzen, um die Jungs noch leistungsfähiger zu machen. Ein großer Bestandteil der Aufgabe liegt darin, die Belastungen zu steuern und die daraus resultierenden Beanspruchungen nachzuvollziehen sowie Präventionsarbeit zu leisten. Zudem gehört die schrittweise Einbindung der verletzten oder angeschlagenen Spieler in Zusammenarbeit mit der medizinischen Abteilung zum Tagesgeschäft dazu.
 


Wie sah Dein bisheriger, beruflicher Werdegang aus?
Direkt nach dem Abitur bin ich nach Frankfurt am Main gezogen, um Sportwissenschaften zu studieren. Über ein Praktikum beim HSV und meinem anschließenden Master im Bereich der Leistungsphysiologie in Frankfurt bin ich dann beim VFB Stuttgart gelandet, wo ich meine, Masterthesis schreiben und im Athletikteam im Leistungsbereich mitwirken durfte. Nach Vertragsende hatte ich damals den ersten Kontakt zum KSC, allerdings ohne Perspektive – jedoch hörte sich bereits damals die zukünftige Ausrichtung des Nachwuchses im Wildpark spannend an. Ich bin dann nach Schweinfurt gezogen und habe dort in leitender Position in einem privaten Trainings- und Rehabilitationszentrum mit unterschiedlichsten Athleten, vermehrt Fußballer von der ersten bis zur dritten Liga, gearbeitet. Nebenbei konnte ich ein Vertragsverhältnis mit dem DFB aufnehmen, wo ich als Athletiktrainer im Schiedsrichterwesen tätig bin. Zudem war ich in der letzten Spielzeit im Herrenbereich beim FC Schweinfurt 05 in der Regionalliga Bayern unter Profibedingungen als Athletiktrainer angestellt.

Und wie bist Du dann final zum KSC gekommen?
Nachdem Schweinfurt im Sommer vom Profispielbetrieb auf den Amateurspielbetrieb umgestellt hat, war für mich ein Vereinswechsel der nächste logische Schritt. Als dann die Verantwortlichen vom KSC auf mich zukamen, hätte der Zeitpunkt nicht besser sein können. Schnell konkretisierten sich die Gespräche und beide Seiten waren sich zeitnah einig, dass eine Zusammenarbeit durchaus spannend sein kann. Folglich konnte ich mit den beteiligten Personen vor Ort bereits ab Mitte Mai alles zum 01. Juli hin vorbereiten, um einen sauberen Übergang zu gewährleisten.

Mit Blick auf die neue Saison: Hast Du Dir persönliche Ziele gesetzt?
Selbstverständlich gibt es gewisse Zielsetzungen, welche persönlich angestrebt werden. Zunächst steht der Verein mitsamt seinen Zielsetzungen und Werten immer über allen und insbesondere über individuellen Präferenzen. Dennoch möchten wir mit dem gesamten Team den Bereich der Athletik qualitativ weiter entwickeln und ich persönlich in der Position der Bereichsleitung jeden Einzelnen fördern, aber ebenso im Umkehrschluss fachlich voneinander lernen. Hier ist mir ein respektvolles, transparentes und wertschätzendes Miteinander im gesamten Team besonders wichtig. Natürlich möchten wir mit unserer U19, aber auch mit allen anderen Mannschaften, den bestmöglichen sportlichen Erfolg, sowohl im Junioren DFB-Pokal als auch in der Junioren Bundesliga, generieren. Persönlich hoffe ich, dass ich mich hier sowohl fachlich als auch menschlich weiter entwickeln kann und das besondere Feeling der KSC Familie diesen neuen Lebensabschnitt für mich prägt.


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