Mit Vollgas gegen den Tabellenführer

Der Anpfiff gegen Alemannia Aachen (Montag, 20.15 Uhr) ist nicht gefährdet, der Rasen im Wildparkstadion ist geräumt. Nach dem Auftakt Unentschieden in Siegen überlegt Trainer Becker, mit Dundee einen zusätzlichen Offensivmann zu bringen.

Von Andreas Eisinger
Der Rasen im Wildparkstadion ist wieder grün am morgen befreiten Mitarbeiter der Stadt das Spielfeld mit Warmluftgebläsen vom Schnee. Vor dem ersten Heimspiel des Jahres gegen Alemannia Aachen (Montag, 20.15 Uhr) muss der KSC nun noch die Stehränge räumen, dann steht einem Anpfiff nichts mehr im Weg. Der Rückrundenauftakt in Siegen war zunächst abgesagt worden, beim Nachholspiel holten die Karlsruher zumindest einen Punkt. Die Partie gegen Aachen sei bei der aktuellen Wetterlage aber nicht gefährdet, erklärte Manager Rolf Dohmen am Freitag und dankte der Stadt für die Räumung der Spielfläche.

Nicht nur Dohmen ("Die Aachener sind nämlich reif!") will, dass Schiedsrichter Babak Rafati auf jeden Fall anpfeift. Cheftrainer Edmund Becker machte die Bedeutung des Aufeinandertreffens klar: "Das ist der Tabellenführer, da ist jeder motiviert und wir wollen ihnen zeigen, dass wir auch gegen sie mithalten können!" Beim Auftakt mussten sich die Badener zwar mit einem Punkt zufrieden geben, trotzdem sieht Becker eigentlich keine Notwendigkeit, seine Mannschaft umzustellen. Er überlegt aber, mit Sean Dundee eine zusätzliche Offensivkraft in der Startelf aufzubieten "schließlich wollen wir Druck machen!" Das erwartet der Coach von seiner Mannschaft und der Druck soll sich auch in der Trefferstatistik niederschlagen. "In der Hinrunde haben wir ja trotz vieler guter Spiele keinen Gegner so richtig abgeschossen", sagte er.

Die Aachener haben zur Rückrundenpremiere Erzgebirge Aue mit 3:1 besiegt, Ralf Becker war für den KSC am Aachener Tivoli und beobachtete den Spitzenreiter. Seinem Chef habe er später erzählt, dass die Alemannen sich ganz einfach wie eine Spitzenmannschaft präsentiert haben. Trainer Becker und seiner Mannschaft macht das aber keine Angst, alle Spieler hätten sich unter der Woche so richtig ins Zeug gelegt. Besonders erfreut ist Becker über die Leistung seiner zweiten Garde: "Die üben Druck auf die Stammspieler aus, das gefällt mir!"

Deshalb betonen er und Dohmen weiter, personell nicht mehr nachrüsten zu wollen. Der Weggang von Ioannis Masmanidis sei zwar schmerzlich, mit Bradley Carnell stehe aber ein Nationalspieler für diesen Posten zur Verfügung. Zudem gäbe es für das linke Mittelfeld weitere Alternativen in den eigenen Reihen und im Nachwuchs. Auch der Ex Karlsruher Rolf Christel Guié Mien ist im Wildpark kein Thema: "Giovanni Federico spielt genau auf dieser Position und von ihm erhoffen wir uns sehr viel", erklärte Becker. "Keiner der potenziellen Kandidaten überzeugt uns, deshalb schlagen wir nicht zu."


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