Mit Christian Adam fällt am Sonntag auch dritter Torwart aus

(eis) Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge steht der Karlsruher SC in der Zweitligatabelle derzeit mit fünf Punkten Rückstand auf Abstiegsplatz 15, neun Spieltage der laufenden Saison stehen noch aus. Am Sonntag (Anpfiff 15 Uhr) gastiert Tabellenschlusslicht Eintracht Braunschweig im Wildpark und die Blauweißen stehen kräftig unter Zugzwang. Dessen ist sich auch Cheftrainer Lorenz Günther Köstner bewusst und redet daher auch nicht um den heißen Brei: "Wer am Sonntag gewinnt, hat wieder Anschluss, wer verliert, wird es sehr schwer haben." Auch ein Unentschieden wäre dem Fußballlehrer zu wenig, von seinen Mannen erwartet er am Sonntag einen Sieg.

Nach dem 3:0 Testspielsieg am Mittwoch Abend gegen die Nationalmannschaft Luxemburgs kann sich Köstner aber auch in dieser Woche nicht auf den Spieltag vorbereiten ohne sich über Personalien den Kopf zerbrechen zu müssen. "Offenbar hat sich momentan alles gegen uns verschworen", kommentiert der Unterfranke den Ausfall von Torwart Nummer drei ohne eine Miene zu verziehen. Durch eine in Lübeck getackerte Knie Wunde zog sich Christian Adam unter der Woche eine Infektion zu, wird mit Antibiotika behandelt und ist am Sonntag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht einsatzbereit. Nun muss Martin Fischer aushelfen, stellt damit aber sein Amateurteam vor große personelle Probleme. In beiden Mannschaften, so Köstner, könne Fischer angesichts der angespannten personellen Situation nicht auflaufen. Sowohl im morgigen Amateurspiel in Villingen, als auch auf der Profi Bank wäre dann A Jugend Keeper Tobias Unger die Alternative.
Gabriel Melkam, Clemens Fritz und Bruno Labbadia, die angeschlagen aus Lübeck zurückkamen, sind hingegen fit und können von Beginn an auflaufen. In die Startelf zurück kehrt Mannschaftskapitän Thijs Waterink, der für Carsten Rothenbach in die Innenverteidigung rücken wird. "Thijs hat sich in den vergangenen Wochen vorbildlich verhalten, hat ohne Murren auch bei den Amateuren gespielt und erhält jetzt seine Bewährungschance", führt Lorenz Günther Köstner aus. Gleiches gilt für Abderrahim Ouakili, für den Patrik Jezek auf die Bank muss. Dieser habe mit seinen zwei Toren in Luxemburg und in der zweiten Mannschaft "seinen Einsatz geradezu gefordert".

Im Hinspiel konnte der KSC gegen Braunschweig als letzte Mannschaft im Deutschen Profifußball in der zweiten Partie unter der Regie Köstners den ersten Sieg der Saison verbuchen. Aydin Cetin und Bruno Labbadia erzielten im vergangenen Oktober die beiden Treffer zum 2:1 Erfolg.


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