Martin Fischer fehlt im Vergleich mit dem Ex Trainer

(eis) Im Kellerduell der Zweiten Liga muss der KSC am morgigen Gründonnerstag (Anpfiff 19 Uhr) beim SV Waldhof Mannheim antreten. Dem Tabellenschlusslicht aus Mannheim bietet sich dabei die wohl letzte Möglichkeit den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen nicht völlig zu verlieren, doch auch für die Karlsruher Elf geht es im Badischen Derby um die Wurst: Vier Punkte beträgt der Rückstand zu einem rettenden Platz im Tabellenmittelfeld derzeit, selbst ein Unentschieden in der Quadratestadt wäre in der derzeitigen Situation wohl zu wenig.

"Der Wille war gegen Berlin und Mainz schon da", blickt Lorenz Günther Köstner auf die beiden zurückliegenden, torlosen Auftritte der Blauweißen zurück. "Nur die Durchsetzungskraft hat gefehlt wir haben ja nicht absichtlich nicht getroffen." Seit drei Spielen bereits musste der KSC keinen Gegentreffer mehr hinnehmen, einen gehörigen Anteil daran hatte Ersatzkeeper Martin Fischer, der für seine Leistung Lob von allen Seiten erntete. Doch da gerade die Torhüter im Karlsruher Lager das Verletzungspech gepachtet zu haben scheinen, ist der Cheftrainer dazu gezwungen das "Torwartroulette" fortzuführen. Fischer zog sich im gestrigen Training einen Muskelfaserriss zu als er am Ball vorbei ein Luftloch trat. "Da stehe ich manchmal schon fassungslos auf dem Trainingsplatz", bringt Köstner die Serie recht außergewöhnlicher Verletzungen seiner Mannen auf den Punkt. Da auch Thomas Walter und Bastian Becker noch weit von einer Rückkehr ins Team entfernt sind, muss nun erneut Christian Adam zwischen den Pfosten Position beziehen.

Für den gelb rot gesperrten Torsten Kracht kommt Carsten Rothenbach neu ins Team, Alternativen stehen dem Übungsleiter gerade in der Defensive auch nicht zur Verfügung. Marco Grimm fehlt weiter verletzungsbedingt und auch Bernhard Trares fühlt sich noch nicht fit um 90 Minuten durchzuhalten. Mit taktischen oder personellen Änderungen wird Köstner sein Gegenüber Stefan Kuntz also nicht überraschen können und stellt gerade deshalb klar: "Kuntz kennt die Stärken und Schwächen unserer Mannschaft natürlich sehr genau, wir müssen aufpassen nicht ins offene Messer zu laufen." Und Selbst während des morgigen Spiels sind Köstner bei Spielerwechseln nahezu die Hände gebunden: Höchstens drei Amateure dürfen gleichzeitig auf dem Platz stehen, mit Ivan Saenko und Christian Adam befinden sich gleich zwei in der Startelf. Auf der Bank nehmen mit Florian Dick, Martin Stoll und Charles Haffner (Amateurstatus) nochmals drei Amateure Platz, als einzige Lizenzspieler stehen Daniel Graf und Witold Wawrzyczek als Alternative zur Verfügung. Letztgenannter steht nur wegen der Personalknappheit überhaupt noch im Aufgebot, darauf legt der Cheftrainer Wert; bei Köstner scheint Wawrzyczek seinen letzten Kredit verspielt zu haben: "Die ganze Mannschaft ist über ihn verärgert", grantelt der Trainer und scheut auch den Vergleich mit einer "Schlaftablette" nicht.

Die Verletzungsmisere im Profi Kader beeinflusst auch die Personalsituation im Amateurteam von Edmund Becker. Der ebenfalls abstiegsbedrohte Nachwuchs muss heute Abend gegen den 1. FC Pforzheim antreten und dabei aus taktischen Gründen auf Schlussmann Christian Adam und den unermüdlichen Florian Dick verzichten. "Die Ausfälle sind sicher gravierend, aber das Risiko wäre einfach zu groß.", begründet Köstner seine Entscheidung.


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