Last-Minute-Tor in Mainz
Stark verbessert, gegenüber der Vorwoche, zeigte sich die U17 im Spiel gegen den FSV Mainz 05. Obwohl der KSC die bessere Mannschaft war, musste man ohne Punkte im Gepäck die Heimreise antreten.

Der KSC arbeitete von Beginn an gut gegen den Ball und hatte die größeren Spielanteile in der ersten Hälfte. Schon nach drei Spielminuten hatte Kevin Akpo-Guma eine gute Kopfballchance. Diese erbrachte aber nicht den gewünschten Führungstreffer. Kurze Zeit darauf war es Max Denefleh, der sich in die Offensive einschaltete und nach einer tollen Kombination zum Torschuss kam. Leider traf sein Schuss, aus knapp 15 Meter, nur den linken Torpfosten. Eine weitere Großchance bot sich in der 25. Spielminute. Nach einem tollen Pass von Max Müller lief Patrick Berecko frei auf das Mainzer-Tor zu, scheiterte jedoch am Torwart. Erst in der 34. Spielminute brachten die Mainzer die sichere Karlsruher-Defensive in Bedrängnis. Kurz vor dem Pausenpfiff bot sich Jimmy Marton eine gute Chance zum Torerfolg. Er brachte aber zu wenig Druck hinter seinen Kopfball, um den Mainzer-Keeper wirklich in Bedrängnis zu bringen. Aus KSC-Sicht ging man „nur“ mit einem 0:0 in die Pause.
Auch die zweite Hälfte wurde primär vom KSC bestimmt. Kurz nach Wiederanpfiff befand sich Patrick Berecko, nach einem Freistoß von Kai Kleinert, in guter Schussposition. Sein Ball strich nur knapp am rechten Torpfosten vorbei. Mit zunehmender Spieldauer musste die Streichsbier-Elf ihrem laufintensiven Spiel Tribut zollen, so dass die Mainzer zu ihrer zweiten Torchancen kamen. KSC-Torhüter Max Reule konnte den Ball jedoch sicher entschärfen. Als in der 70. Spielminute der Mainzer Esser berechtigterweise mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde, konnte sich der KSC wieder Vorteile verschaffen. Das Glück war jedoch weiterhin nicht auf Seiten der Blau-Weißen. In der 74. Minute lief Lukas Barth, nach schöner Denefleh-Vorarbeit, frei auf das Tor der Gäste zu. Jedoch verhinderte ein Mal mehr das Aluminium die bis dato verdiente Führung der Karlsruher.
So heißt es nach alter Fußball-Weisheit: „Wer vorn seine Chancen nicht nutzt, wird hinten bestraft." Und so kam es auch.
In der letzten Spielminute liefen die Karlsruher unglücklich in einen Konter. Zum Entsetzen aller KSC-Spieler ließ sich der Mainzer-Gegenspieler geschickt im Strafraum fallen und erzwang sich somit einen doch recht fragwürdigen Strafstoß. Max Reule konnte zwar zunächst parieren, beim Nachschuss konnte aber auch er dem Ball nur noch hinterher schauen. Mit dem Siegtreffer der Heimmannschaft ertönte der Abpfiff.
„Meine Mannschaft hat heute so gut wie alles richtig gemacht. Leider konnten wir unsere Torchancen nicht nutzen und mussten dann in der letzten Spielminute erstaunt mit ansehen, wie der Schiedsrichter einen mehr als fragwürdigen Elfmeter gegen uns gibt. Max Reule konnte den ersten Schuss zwar klasse abwehren, beim Nachschuss war er dann aber leider machtlos. Nichts desto trotz können wir auf dieser Leistung aufbauen“, zeigte sich ein sichtlich geschockter Michael Streichsbier.
KSC: Michael Streichsbier (Trainer), René Corsmeier (Co-Trainer)
Reule, Amon, Akpo-Guma, M. Müller (65. Bauer), Denefleh, Engert (76. Laschuk), Berecko, Brechtel, Panneercheluam (71. Weiß), Kleinert, Marton (67. Barth)
Jonas Maunichy









