KSC legt Rechenschaftsbericht ab
Der KSC hat seine finanzielle Situation im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter verbessert: Die Vereinsschulden sanken auf 5,1 Millionen Euro trotz unerwartet hoher Personalkosten durch Trainerentlassungen und Zusatz Transfers.
Von Andreas Eisinger, Daniel Heinz und Kristof Heinz
Der Karlsruher SC hat in der zurückliegenden Saison seine Schulden weiter gesenkt. Zur Stunde legt das Präsidium vor 236 Mitgliedern in der Neureuter Badnerlandhalle bei der ordentlichen Mitgliederversammlung seinen Rechenschaftsbericht vor. Der Ertrag aus 2004/2005 überstieg die Aufwendungen um 110.000 Euro, deshalb konnte der Sport Club seine Schulden auf knapp 5,1 Millionen Euro senken. Präsident Hubert H. Raase kann sich über das Jahresergebnis deshalb besonders freuen, weil der Verein hohe Personalkosten durch Einnahmen aus Werbung und TV Vermarktung ausgleichen konnte. Wegen zweier Trainerentlassungen und der Verpflichtungen von Bradley Carnell und Godfried Aduobe zur Winterpause fiel der Personalaufwand um 592.000 Euro höher aus als veranschlagt. "Außerdem haben unser Hauptsponsor EnBW, die Sparkasse Karlsruhe, die Volksbank Karlsruhe, die Stadt und Michael Kölmel zum positiven Ergebnis beigetragen", sagte Raase.
Der Energiekonzern EnBW hat durch ein zusätzliches Engagement zur Ertragssteigerung beigetragen, um die gestiegenen Personalkosten auszugleichen. Sparkasse, Volksbank, Stadt und Michael Kölmel (ihm und seiner "MK Medien" stehen zeitlich unbegrenzt 15 Prozent der TV Gelder zu) kamen dem KSC mit Forderungsverzichten entgegen. Der Einzug ins Pokalachtelfinale unterstützte den schon vor zwei Jahren eingeleiteten Aufwärtstrend.
In der laufenden Saison ging der KSC mit einem auf 4,7 Millionen Euro erhöhten Lizenzspieler Etat an den Start; "dafür erwarten wir aber auch einen besseren Tabellenplatz als im letzten Jahr", forderte der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Peter Mayer. Präsidium und Verwaltungsrat sind zuversichtlich, die unveränderte Auflage der Deutschen Fußball Liga (DFL) erfüllen zu können.









