KSC erwartet zum Jahresausklang Union Berlin
(eis) Lorenz Günther Köstner biss kräftig auf die Zähne, als er am Freitagnachmittag zur wöchentlichen Pressekonferenz den Eingang zur Geschäftsstelle hereinhumpelte. Der KSC Trainer hatte sich unter der Woche einer Arthroskopie im Knie unterzogen und sollte deshalb eigentlich zu Hause sein, um das frisch operierte Bein zu schonen. Das kam für Köstner aber überhaupt nicht in Frage: "Ich will mit meiner Anwesenheit ein Zeichen setzen. Wir haben jetzt noch zwei Spiele, wollen darin ungeschlagen bleiben und können uns noch nicht zurücklehnen."
Vor dem Heimspiel gegen Union Berlin (Sonntag, 15 Uhr) übernahm Co Trainer "Ede" Becker das Mannschaftstraining, Köstner schaute sich das regen Treiben von der Amateur Trainerbank aus an. Nach dem 1:1 Unentschieden in Trier, dem zwei bittere Niederlagen gegen Unterhaching und Regensburg vorausgegangen waren, sieht der Franke seine Mannschaft wieder im Aufwind. Eine füreinander kämpfende Mannschaft habe man am vergangenen Freitag beim Auftritt an der Mosel beobachten können eine Tugend, die der Coach in den Spielen zuvor vermisst hatte. "Dennoch haben wir den ein oder anderen Fehler gemacht", fuhr Lorenz Günther Köstner fort. "Das hätte schon früh bestraft werden können und letztendlich mussten wir ja auch noch den Ausgleich hinnehmen."
Da der Blick zurückt das Karlsruher Punktekonto jedoch nicht aufstocken kann, wandte sich der Fußballlehrer sogleich dem kommenden Gegner zu. Gegen das Team aus der Bundeshauptstadt erwartet der 51 Jährige eine schwere und kräftezehrende Partie. Union Trainer Mirko Votava hat personell am Sonntag alles andere als die Qual der Wahl. Mit Thomas Sobotzik, Björn Joppe und Steffen Baumgart sind gleich drei Leistungsträger gesperrt. Lorenz Günther Köstner will darin aber so gar keinen Vorteil sehen: "Nun werden sie noch mehr aus der Defensive heraus spielen, was es uns nicht leichter macht." Doch nicht nur Personalien bereiten Köstner Kopfzerbrechen. "Auswärts haben wir bisher oft das bessere Passspiel aufgezogen, die Platzverhältnisse hier sind aber einfach nicht so berauschend", wies er auf den ohnehin holprigen Wildparkrasen hin. Das "Schmuddelwetter" der letzten Tage hat die Bedingungen nicht verbessert, das aufgeweichte Geläuf ähnelt nunmehr eher einem Acker, denn einem Fußballplatz.
Im Vergleich zum Trier Spiel wird gegen Union Berlin voraussichtlich Aydin Cetin in die Anfangsformation des KSC rücken. Der Angreifer soll Jan Männer ersetzen, der nach seiner fünften gelben Karte gesperrt zuschauen muss. Bernhard Trares konnte nach seiner Fußwurzelverletzung wieder ins Training einsteigen, wird aber wohl allenfalls als Reservist zur Verfügung stehen. Auf jeden Fall wird Lorenz Günther Köstner auch unter schwierigen Bedingungen auf geballte Offensivkraft setzen ein Sieg im letzten Heimspiel des Jahres soll auf jeden Fall herausspringen: "Wir wollen bis zur Winterpause mindestens vier Punkte mehr auf dem Konto haben, auch bei Tabellenführer Aachen ist etwas zu holen. Und wenn wir mit einem Heimsieg im Rücken dort hin fahren, werden es vielleicht auch sechs ."









