KSC behält auch gegen Durlach Aue die Oberhand

(eis) Im letzten Vorbereitungsspiel vor dem anstehenden Trainingslager besiegte die Mannschaft des KSC die Spielvereinigung Durlach Aue mit 4:2 (0:2). Vor 1.100 Zuschauern nutzten die Gastgeber, die hart und engagiert zu Werke gingen, Abschlussschwäche und Abwehrlücken des KSC souverän aus und erarbeiteten sich eine 2:0 Halbzeitführung. Mitte des zweiten Durchgangs raffte sich das Team von Lorenz Günther Köstner auf und stellte in einer ansehnlichen Schlussphase den 4:2 Endstand her. Wie schon in Ettlingenweier mussten sich die Verletzten Eggimann, Cetin, Zepek und Hassa mit der Zuschauerrolle begnügen.

Obwohl es in der Anfangsphase nicht an Torgelegenheiten mangelte, agierten die Blauweißen in der Offensive zu umständlich und verspielt. Nach 20 Minuten setzten die Gastgeber zu einem blitzschnellen Gegenzug an, Alev Turanli ließ KSC Schlussmann Fischer keine Chance und schoss zum vielumjubelten Führungstreffer ein. Nur fünf Minuten später erhöhte Turanli per Strafstoß gar auf 2:0, Martin Fischer hatte im Zweikampf mit dem Mittelstürmer zwar den Ball gespielt, der Schiedsrichter zeigte jedoch auf den Elfmeterpunkt.

Nach dem Seitenwechsel brachte Lorenz Günther Köstner Martin Stoll für Ralf Becker und "Abdul" Ouakili für den glücklosen Angreifer Oliver Glöden. Ob die Badener den zwei Meter großen Hühnen unter Vertrag nehmen wollen, hielt sich Köstner nach dem Schlusspfiff noch offen. Mit zwei Kopfballtreffern (63., Vorlage Ouakili, 71., Vorlage Engelhardt) glich US Boy Conor Casey per Doppelpack aus, neun Minuten vor dem Schlusspfiff zielte Ouakili nach einer langgezogenen Flanke des eingewechselten Florian Dick nur knapp am Kasten vorbei. Noch in der selben Minute war der ebenfalls eingewechselte Martin Stoll zur Stelle ebenfalls per Kopf: Nach einem Eckstoß von Routinier Bernhard Trares nickte der junge Verteidiger mustergültig zur Karlsruher Führung ein. Den Schlusspunkt der Partie setzte Conor Casey in der 87. Minute: Nach einer Trares Flanke köpfte Neuzugang Milorad Popovic an den Pfosten, Casey staubte zu seinem dritten Treffer ab.

"Ohne Einstellung geht nichts", tadelte Lorenz Günther Köstner seine Spieler nach der Partie. Verärgert war der Trainer aber nicht nur wegen der durchwachsenen Leistung seiner Mannen, die harte und aggressive Spielweise der Spvgg. Durlach Aue hatte dem 51 Jährigen 90 Minuten lang Magenschmerzen bereitet: "Wir sind auf einen hochmotivierten Gegner getroffen, so haben sie auch gespielt. Der Schiedsrichter hat das Übrige dazugetan, er hat sie ja fast dazu aufgefordert so weiterzuspielen."

Weitgehend unauffällig blieb Milorad Popovic, der in Aue sein erstes Spiel für den KSC bestritt. "Er hat erst eine Woche Training hinter sich, es ist ihm heute sichtlich schwergefallen und er hatte auch keine Bindung", analysierte der Übungsleiter die Leistung des 24 Jährigen Flügelspielers. "Das ist aber ganz normal, die ganze Mannschaft ist etwas müde, wir haben viel im Ausdauer und Kraftbereich gearbeitet, dem mussten wir heute Tribut zollen." Am Dienstag startet der KSC Tross ins einwöchige Trainingslager, bis dahin wird Köstner entschieden haben, ob Oliver Glöden im Wildpark unter Vertrag genommen wird: Der eher mäßigen Leistung des Angreifers in den 90 Minuten zuvor möchte der Unterfranke bei der Entscheidung keine allzugroße Bedeutung beimessen: "In der ersten Halbzeit haben alle zu wenig getan, Ivan Saenko hat in der Offensive durch Lustlosigkeit ja geradezu Tore verhindert. Im zweiten Durchgang hätte auch Glöden besser ausgesehen."

Am zweiten Tag des Trainingslagers in Tonbach im Schwarzwald muss die Mannschaft zu einem weiteren Praxistest antreten: Am kommenden Mittwoch, 18.30, trifft der KSC in Baiersbronn auf eine Auswahl des Gastgebers.


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