KSC bangt um "Einsatz" von Trainer Köstner

(eis) Im Hinspiel gegen Mainz 05 gelang dem Karlsruher SC mit einem 2:2 Unentschieden der zwischenzeitliche Sprung ins Tabellenmittelfeld. Am morgigen Freitag, 19 Uhr, treten die Rheinhessen im Karlsruher Wildpark an und die Vorzeichen ähneln sich: Der Tabellendritte aus Mainz möchte mit einem Auswärtssieg den knappen Vorsprung auf Eintracht Frankfurt ausbauen, der KSC könnte mit einem Heimsieg und gütiger Mithilfe der Abstiegskonkurrenz den Tabellenkeller verlassen und sich eine günstigere Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen.

Die Hiobsbotschaften im Lager der Badener reißen aber auch im Vorfeld der wichtigen Heimpartie nicht ab: Die Verletzung von Angreifer Clemens Fritz stellte sich doch als Bänderriss heraus, selbst bei optimalem Heilungsverlauf muss der Leistungsträger zwei bis vier Wochen pausieren. Abwehrspieler Marco Grimm muss seine ausgekugelte Schulter noch bis zur kommenden Woche schonen und kann erst dann wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, Bastian Becker musste am heutigen Nachmittag eine Knöcheloperation über sich ergehen lassen und ist nun nochmals für längere Zeit pausieren. Zu allem Überfluss hütet Chefcoach Lorenz Günther Köstner nach einem Schwindelanfall mit Fieber das Bett, das Training leitete Assistent Edmund Becker. Schlimmstenfalls bleibt der Trainerstuhl zum Anpfiff gegen Mainz unbesetzt, Becker würde dann die sportliche Leitung übernehmen. Wenigstens Torsten Kracht und Bernhard Trares konnten mit erfreulichen Meldungen aufwarten, beide erhoffen sich rechtzeitig einsatzbereit zu sein und in der Startelf auflaufen zu können.

Verwirrung stiftete unter der Woche die Trennung von Patrik Jezek, der erst Ende November zum KSC gewechselt war. Der Tscheche fühlte sich von Trainer Köstner nicht berücksichtigt und bat die Vereinsführung um sofortige Vertragsauflösung. "Es kann nicht sein, dass jeder unzufriedene Spieler nach Hause zu Mama an den Ofen möchte", erklärte ein sichtlich erzürnter Rolf Dohmen. Das grundgehaltfreie Engagement Jezeks sei zwar kein finanzielles Risiko gewesen, dennoch "war es ein Fehleinkauf, dafür muss ich die alleinige Verantwortung übernehmen". Da Jezek jedoch die Kosten der für Ex Trainer Stefan Kuntz gemieteten Wohnung übernahm, habe er sich praktisch freigekauft und den Verein finanziell nicht belastet, ergänzt der Sportmanager. Danny Fuchs gab am Dienstag seinen ablösefreien Wechsel zur Spielvereinigung Greuther Fürth bekannt, die Gespräche über Vertragsverlängerungen anderer Spieler, deren Kontrakte ebenfalls auslaufen, hat Dohmen bereits aufgenommen. Mannschaftskapitän Thijs Waterink und Bruno Labbadia wurden bereits darüber informiert keinen neuen Vertrag mehr zu erhalten. Im Falle Mario Eggimann zog der KSC die Option für eine automatische Verlängerung um ein Jahr allerdings nur in Liga zwei. Wenn möglich, möchte der Verein auch Torsten Kracht, Gabriel Melkam, Aydin Cetin und Bernhard Trares für ein weiteres Jahr binden.


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