Krachts Sperre und Dicks Bänderriss zwingen Köstner zum Umdenken
(eis) Sechs Punkte diese Zielsetzung gab Lorenz Günther Köstner in der vergangenen Woche für die zwei aufeinander folgenden Heimspiele des Karlsruher SC aus. Gegen Wacker Burghausen gab es vor fünf Tagen Sieg Nummer eins, der zweite Erfolg soll am kommenden Sonntag (Anstoß 15 Uhr) vor heimischem Publikum folgen, ebenfalls gegen einen Regionalligaaufsteiger. Eintracht Trier gastiert im Karlsruher Wildpark, im Gegensatz zu Burghausen mauserten sich die Moselstädter aber bereits zu Saisonbeginn zur Überraschungsmannschaft der Liga, belegt mit 31 Zählern derzeit Tabellenposition fünf und wird alles dafür tun wollen den knappen Abstand zu den Aufstiegsrängen nicht anwachsen zu lassen.
Im Hinspiel kam der KSC im Moselstadion mit 0:3 unter die Räder. Im Vorhaben eine Wiederholung des Debakels zu verhindern, hatte Köstner aus personeller Sicht in der zurückliegenden Woche jedoch gleich drei herbe Rückschläge zu verkraften. Zu den verletzten Labbadia und Melkam gesellte sich Mittelfeldmann und Standartspezialist Marco Engelhardt, der mit einem Innanbandanriss im Knie mindestens vier Wochen ausfallen wird. Abwehrrecke Torsten Kracht holte sich gegen Wacker seine fünfte gelbe Karte ab und zwingt Köstner mit seiner Sperre so auch zur Umstellung der Defensivabteilung. Amateur Florian Dick wäre für den Trainer angesichts seiner Trainingsleistungen möglicherweise die erste Wahl für den freien Posten in der Innenverteidigung gewesen. Ein doppelter Bänderriss, den sich das Nachwuchstalent im gestrigen Training zuzog, machten Köstners Überlegung aber zunichte. Die Besetzung der Mittelfeldreihe möchte sich der Übungsleiter noch bis Sonntag offen halten, klar ist für den 50 Jährigen jedoch, dass der verletzte Engelhardt nicht durch eine einzige Person zu ersetzen ist. Daher wartete man auf der Geschäftsstelle der Blauweißen bis zum Freitag Nachmittag fieberhaft auf das Eintreffen der Spielberechtigung für Neuzugang Abderrahim Ouakili, der nun am Sonntag definitiv im Karlsruher Kader stehen wird. Ob der Marokanner dann aber auch von Beginn an auflaufen wird, möchte der Coach noch nicht preisgeben: "Er ist in einem körperlich guten Zustand, hat aber in den letzten zwei Monaten nur alleine trainiert, sodass ich mir bis übermorgen nochmals ein Bild über seine Defizite machen möchte."
Anders als in der vergangenen Begegnung hofft der Trainer, dass seine Mannen gegen Trier ihre Leistung über die vollen 90 Minuten halten können: "Wir müssen es endlich abstellen immer wieder während des Spielverlaufs einen Gang zurückzuschalten." Das könne man sich gegen die selbstbewusst und kompakt agierenden Trierer nicht erlauben, mahnt Köstner.
Doch auch die Gäste können personell nicht aus dem Vollen schöpfen: Milan Dragelejevic laboriert an einer Meniskusverletzung, Michael Prus zog sich vor zwei Wochen einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Zudem muss Trainer Paul Linz mit Adnan Kevric und Markus Lösch gleich auf zwei Leistungsträger verzichten, beide sahen beim Heimsieg gegen Mainz zum fünften Mal in dieser Spielzeit Gelb.
"Mitmachen und mitjubeln" heißt es auch im Kartenvorverkauf im Vorfeld des zweiten Heimspiels des Jahres: Beim Kauf zweier Tageskarten auf der Geschäftsstelle, gibt es eine dritte derselben Kategorie gratis dazu. Und da es Petrus allen Voraussagen nach gut meinen wird, hoffen die Verantwortlichen bei milden neun Grad und einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von null Prozent auf einen regen Zuschauerzuspruch.









