Köstners Spieler wollen sich in Osnabrück "zerreißen"
(eis) Nach dem misslungenen Saisonauftakt gegen den 1. FC Nürnberg, strebt Lorenz Günther Köstner am kommenden Sonntag den ersten "Dreier" der laufenden Saison an, um einen Fehlstart wie im vergangenen Jahr zu verhindern. Um 15 Uhr müssen die Schützlinge des 51 jährigen Cheftrainers beim Zweitligaaufsteiger VfL Osnabrück antreten. Auf dem Papier eine vergleichsweise einfache Aufgabe, könnten sich die Niedersachsen rasch als "harte Nuss" entpuppen. Im Gegensatz zur Wildparkelf kann das Team von Frank Pagelsdorf auf einen gelungenen Einstand zurückblicken 1:0 siegten die Osnabrücker beim LR Ahlen. "Ich erwarte zwischen 12 und 14.000 Zuschauer an der Bremer Brücke", weiß auch Köstner um die Aufstiegseuphorie in den Reihen des Zweitliganeulings und rechnet im ersten Auswärtsspiel der Saison mit einer lautstarken Kulisse.
"Ich hoffe, dass wir das Glück haben, das Osnabrück im ersten Spiel hatte", schmunzelt der Franke. Wenngleich sein Team Glück eigentlich gar nicht so sehr nötig habe, wenn sie denn so spielten wie in 80 Minuten am zurückliegenden Montag. Verstärkung erhält der Profikader im Stadion an der "Bremer Brücke" von Amateur Ralf Schmitt, der gegen Nürnberg den Anschlusstreffer erzielte und einen guten Eindruck bei seinem sportlichen Vorgesetzten hinterließ. Amateurtrainer Edmund Becker muss daher beim morgigen Auftritt seiner Schützlinge gegen die Amateure des SC Freiburg die Partie wurde wegen der Hitze auf 18.30 Uhr verlegt schweren Herzens auf den Angreifer verzichten. "Das tut mir sehr leid, aber ich brauche ihn, weil er ein ähnlicher Spielertyp wie Conor Casey ist und ich im Angriff sonst keine Alternativen habe", erklärt Köstner. Als Ersatztorhüter wird am Sonntag Markus Miller Platz nehmen, dessen Verpflichtung der Verein am Freitag bekannt gab. Der 1,89 Meter große 21 Jährige wechselt vom FC Augsburg mit sofortiger Wirkung und ablösefrei zu den KSC Amateuren. Mit der Verpflichtung des Schlussmannes sind die Bemühungen der Karlsruher auf dem Transfermarkt aber noch nicht abgeschlossen: "Eigentlich ist unser Spielraum zu hundert Prozent ausgeschöpft, aber wir werden definitiv noch einen Spieler verpflichten", macht Sportmanager Rolf Dohmen Hoffnung auf einen Weiteren Neuzugang bis zur Schließung der Transferliste.
Da Lorenz Günther Köstner mit dem Zusammenspiel seiner Mannen über weite Strecken der Partie recht zufrieden war, sind Änderungen in der Startformation eher unwahrscheinlich. Alleine mangels personeller Alternativen ist Martin Fischer zwischen den Pfosten ohnehin gesetzt, das gilt auch nach seinem unglücklichen Auftritt gegen den "Club". "Wir müssen Martin Fischer stark machen, jeder hat eine Chance zur Wiedergutmachung verdient", urteilt der Fußballlehrer.
Eine Wiedergutmachung plant auch der neue Caterer im Wildpark, "Sportscatering Solutions Heidelberg (Ottos Feine Feste)". Für das Versorgungsdebakel beim Heimspiel gegen Nürnberg übernahm der KSC Partner mittlerweile die Gesamtverantwortung. Dem Verein lag ein Konzept vor, in dem die Anzahl der Stände, Personal und mehr festgelegt war, zudem war der Caterer vom Karlsruher SC auf mehr als 20.000 Zuschauer vorbereitet worden. Diesem Konzept konnte "Sportscatering Solutions Heidelberg" gegen Nürnberg in keiner Form gerecht werden und hat mittlerweile personelle Konsequenzen gezogen. Der KSC räumte dem Unternehmen eine zweite Chance im Heimspiel gegen Oberhausen ein, "diese ist aber mit einhundertprozentigen Auflagen versehen", so Pressesprecher Jörg Bock. In welcher Form der Caterer die dürstenden Besucher entschädigen möchte, steht jedoch noch nicht fest.









