Köstner will mutig und spritzig zum Sieg
(eis) Die Zweite Liga ist spannend wie selten zuvor: Gerade einmal zehn Pünktchen beträgt zum Start ins letzte Saisondrittel der Abstand zwischen Auf und Abstiegsrängen der Tabelle. Zum selben Zeitpunkt im Vorjahr lagen zwischen Platz drei und 15 satte 24 Zähler. Die Rollen für den Endspurt waren klar verteilt. In der laufenden Spielzeit tun sich besonders Teams aus dem Mittelfeld schwer, wenn es um die Standortbestimmung geht. Seit Beginn der Rückrunde hängt der KSC in den Seilen und welche Rolle Marco Engelhardt und Co. im spannenden Saisonfinale einnehmen, könnte sich heute Abend (20.15 Uhr) im Heimspiel gegen den FSV Mainz andeuten.
Sollte dem Team von Lorenz Günther Köstner gegen die "Mainzelmännchen" der siebte Heimsieg gelingen, zöge die Wildparkelf mit den Gästen gleich und die Aufstiegsränge wären gerade noch vier Punkte entfernt. Im Falle einer Niederlage lägen zwischen KSC und der Abstiegszone allerdings ebenfalls bedrohliche vier Zähler. Eine ausgeglichene Liga, Spannung pur für den außen stehenden Beobachter für die Vereine und ihre Anhänger jedoch eher ein ungewohntes Wechselbad der Gefühle.
Was Cheftrainer Köstner von derlei Rechenspielchen hält, ist längst bekannt: "Für uns zählt im Moment einzig und allein der Klassenerhalt!", wiegelte der Franke am Freitag daher ab. Ist die magische 40 Punkte Schwelle überschritten, will der 52 Jährige weitersehen. Heute gegen Mainz und am Freitag gegen Cottbus stehen den Karlsruhern zwei knüppelharte Aufgaben bevor. Köstners Devise für die beiden Partien gegen Spitzenteams lautet wie in der Vorrunde "vier aus zwei". Im Herbst konnte seine Elf nach einem Auswärts Unentschieden bei den Rheinhessen und einem Heimsieg gegen Cottbus diese Vorgabe erfüllen. "Jetzt wird das allerdings viel schwerer", gibt der Fußballlehrer zu.
Die Gäste von Coach Jürgen Klopp haben nach drei torlosen Unentschieden in Folge den direkten Anschluss an die Aufstiegsränge zunächst verloren. Damit die 05er nicht erneut Gefahr laufen, am Ende den undankbaren vierten Tabellenplatz zu belegen, bläst Klopp ausgerechnet gegen den KSC zur Attacke. "Gegen Oberhausen sind sie keinerlei Risiko eingegangen", erläuterte Lorenz Günther Köstner seine Gegnerstudien. "Deshalb sehen sie in uns ein dankbares Opfer, um sich nach oben zu schießen."
Im Angriff muss Köstner auf Conor Casey verzichten, der in Burghausen mit Gelb rot vom Platz gestellt worden war. Wer für den US Amerikaner neben dem gesetzten Ivan Saenko auflaufen wird, möchte Köstner kurzfristig entscheiden. Aydin Cetin und Amateur Ralf Schmitt oder eine Startelf mit nur einem Angreifer wären die Alternativen. Obwohl Torhüter Martin Fischer wieder genesen ist, wird erneut Thomas Walter zwischen den Pfosten stehen. "Thomas hat in den drei Spielen bis auf eine Situation eine hervorragende Leistung gezeigt das soll ihm erstmal einer nachmachen", gab es Sonderlob vom Trainer. Von Saenko und Mittelfeldregisseur Abderrahim Ouakili erwartet der Trainer heute Abend großen Einsatz. "Gegen seinen Lieblingsverein muss man ja besonders motiviert sein", erklärte Köstner augenzwinkernd. Ivan Saenko hat bei den Mainzern bereits vor der Saison einen Vertrag unterschrieben und soll nach der nächsten Saison an den Bruchweg wechseln.









