Köstner will keine Überraschung im Pokal

(sth) Von einem Pflichtsieg gegen den ersten DFB Pokal Gegner des KSC, die Amateure des FSV Mainz 05, will KSC Trainer Lorenz Günther Köstner nichts wissen: "Wir gehen das Spiel genauso an wie ein normales Ligaspiel", kündigt er vor der Begegnung am Samstag, 15 Uhr im Stadion am Bruchweg an: "Ich habe meine Mannschaft davor gewarnt, die Mainzer zu unterschätzen", ärgert sich Köstner über die Forderungen an seine Schützlinge und verweist auf die Erfahrungen, die das KSC Team in der vergangenen Saison bei der Pleite gegen die Offenbacher Kickers in der ersten Runde des DFB Pokals gemacht hat.

"Auch dieses Jahr wird es im Pokal solche Überraschungen geben, aber wir wollen da nicht dabei sein", gibt er dennoch die Marschroute in Richtung Sieg vor. Sein Vertrauen schenkt der Chefcoach dabei der schon in Ahlen erfolgreichen Elf. Wie in der vergangenen Woche wird voraussichtlich Christian Hassa in der Startformation den Platz von Ralf Becker einnehmen, der ebenso wie Milorad Popovic in Mainz wieder mit von der Partie ist. Lediglich auf Stürmer Ralf Schmitt, der an Problemen mit den Adduktoren laboriert, und auf Aydin Cetin, der mit seiner Form ringt, muss Köstner in Mainz verzichten.

Dem Mainzer Amateurteam, das unter Trainer Colin Bell in der vergangenen Saison in die Regionalliga Süd aufgestiegen ist, bescheinigt Köstner großes Potential obwohl die Mannschaft nach vier Pflichtspielen mit lediglich zwei Zählern auf einem Abstiegsplatz in der Tabelle rangiert. "Die Mainzer sammeln junge Talente, die sie auch entsprechend bezahlen", gibt der KSC Coach zu bedenken, zeigt sich aber gleich darauf wieder optimistisch: "Wir haben die Woche über konzentriert trainiert und auch die Einstellung hat gestimmt." Auch über die Einstellung von Ivan Saenko, der vor Saisonbeginn als Verstärkung bei Mainz im Gespräch war, macht sich Köstner keine Sorgen: "Das Thema Mainz ist für ihn durch, und Ivan ist gut drauf", nimmt er seinen Stürmer in Schutz.

"Ich verlange von meiner Mannschaft Respekt, eine gesunde Einstellung und Selbstvertrauen, aber keine Angst", stellt Köstner klar, "und mache mir keine Gedanken über die nächste Runde oder mögliche attraktive Gegner. Meine Mannschaft kann schließlich nichts für die finanzielle Situation und soll dafür auch nicht unter Druck gesetzt werden." Unterstützung erhält der Fußballlehrer dabei von KSC Präsident Hubert Raase. "Es ist natürlich unser größter Wunsch zu gewinnen, aber finanziell haben wir die zweite Runde nicht eingeplant. Nach der guten Vorbereitung sind wir natürlich optimistisch", lächelt er. Auch eine mögliche Verstärkung der Mannschaft kurz vor Schließung der Transferliste am ersten September will er nicht ausschließen, fügt aber hinzu, dass dies nicht nur von finanziellen Faktoren abhänge, sondern vor allem von der Expertise des Trainers.

Trotz aller Diskussionen über finanzielle Konsequenzen der Partie hofft Köstner jedoch auf die Unterstützung der KSC Fans in Mainz und hat seiner Elf aber vor allem ein Motto vorgegeben: "Ich hoffe nicht, dass wir weiterkommen, sondern ich will weiterkommen!"


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