Köstner will gegen Oberhausen nachlegen
(eis) Einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt erwartet Lorenz Günther Köstner am Sonntag von seinen Schützlingen. Dem Vergleich mit Rot Weiß Oberhausen im Karlsruher Wildpark (Anpfiff 15 Uhr) sieht der KSC Cheftrainer trotzdem mit gemischten Gefühlen entgegen. Besonders der Trainerwechsel bei den "Kleeblättern" zu Wochenbeginn muss in den Augen des Coachs nicht unbedingt ein Vorteil sein. "Dadurch wird es noch schwerer, die wollen jetzt allen zeigen, dass sie ohne Ristic besser spielen", führt Köstner aus und ergänzt: "Vor einiger Zeit hat er sie unten rausgeholt und jetzt haben sie ihn weggejagt, so ist das Geschäft." Schon vor der Hinrundenbegegnung gegen die Oberhausener schwärmte der Übungsleiter von der Arbeit des gebürtigen Bosniers, insbesondere von der taktischen Disziplin der Westfalen. Am Sonntag ist das für Lorenz Günther Köstner alles Makulatur, "wir wollen und müssen nach dem Erfolgserlebnis in Mannheim nachlegen."
Zum Start in den "heißen" Saisonendspurt entspannt sich langsam auch die Verletztensituation im Karlsruher Kader. Aydin Cetin und Marco Grimm werden zwar noch längere Zeit fehlen, dafür machten Bernhard Trares und Clemens Fritz unter der Woche große Fortschritte. Beide haben zwar noch geringfügige Defizite, "aber wir haben ja noch zwei Tage Zeit", gibt sich Trainer Köstner optimistisch. Weitgehend wieder genesen ist auch Martin Fischer, dennoch steht hinter dem Einsatz des Torhüters noch ein dickes Fragezeichen. Sollte der 35 Jährige bis zum Sonntag nicht vollständig fit sein, wird erneut Christian Adam im Kasten stehen.
In der Defensive sieht der sportliche Leiter die Voraussetzung für einen erfolgreichen Abschluss der Mission Klassenerhalt. Bereits vier Spiele mussten die Badener keinen Gegentreffer mehr hinnehmen, für Köstner ein ungemein positives Zeichen: "In diesen Spielen haben wir nur drei Tore erzielt und dennoch acht Punkte geholt." Dass diese Serie jedoch nicht alleine der KSC Defensivabteilung zuzuschreiben ist, ist auch dem 51 Jährigen klar. "Natürlich war auch Glück im Spiel, das haben wir uns aber verdient. Wir wurden in dieser Saison oft genug brutal für unsere Fehler bestraft." Geht es nach dem Unterfranken, gilt auch am Sonntag: "Die Null muss stehen". "Tore zu schießen", schränkt er noch ein, "habe ich meinen Jungs aber selbstverständlich nicht verboten. Wir haben zuletzt immer mit drei Spitzen gespielt, sie dürfen also auch gerne etwas häufiger treffen."
Nach der großartigen Unterstützung weit über 2.000 nach Mannheim mitgereister KSC Fans (Christian Hassa: "Gemeinsam schaffen wir es!"), hofft die Mannschaft auch am Sonntag auf eine stimmgewaltige Kulisse im Wildpark. Dafür dürften die Karlsruher Fans aber alleine verantwortlich sein, gerade einmal sieben abgesetzte Eintrittskarten im Vorverkauf der Oberhausener lassen nicht gerade einen Ansturm auf den Gästefanblock erwarten.









