Köstner muss in Lübeck auf Saenko verzichten / Freundschaftsspiel findet in Petingen statt

(eis) "Was ich der Mannschaft am Sonntag vor dem Spiel sagen werde? Sie soll so spielen, wie 70 Minuten am letzten Freitag gegen Ahlen." So ganz hat Lorenz Günther Köstner die bittere 2:4 Klatsche seiner Truppe gegen den Mitabstiegskonkurrenten noch nicht verkraftet. Und obwohl es dem KSC nicht gelang, eine 2:1 Führung in den letzten zehn Minuten über die Zeit zu retten, möchte der Trainer seine Schützlinge nicht all zu sehr tadeln. "Warum sollte ich die ganze Mannschaft bestrafen, weil zwei Leute patzen?", fragt Köstner. "Das war das beste Heimspiel der Saison und Konzentrationsfehler Einzelner machen alles zu Nichte." Auf einzelne Spieler möchte sich der Trainer aber nicht einschießen, schließlich hätten alle Spieler eine kämpferisch überzeugende Leistung an den Tag gelegt.

Am Sonntag werden sich Witold Wawrzyczek und Marco Grimm aber nicht mehr in der Startelf des KSC wieder finden. Torsten Kracht kehrt im schweren Auswärtsspiel gegen den VfB Lübeck (Anpfiff 15 Uhr) nach auskuriertem Muskelfaserriss für Grimm in die Innenverteidigung zurück, sollte Gabriel Melkam auch das heutige Nachmittagstraining gut überstehen, wird der Nigerianer für Wawrzyczek auf der linken Außenbahn Position beziehen. Das blauweiße Tor wird erneut der 20 Jährige Christian Adam hüten, Bastian Becker fällt mit seiner Kapselverletzung auch für die kommenden drei Wochen aus. Ansonsten möchte Lorenz Günther Köstner gerne die übrigen neun Spieler aus der Ahlen Partie ins Rennen schicken. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit muss der 51 Jährige aber auf den geschwächten Ivan Saenko verzichten, der in dieser Woche mit einer Grippe das Bett hütete und noch keine Trainingseinheit absolvieren konnte. Für den Russen wird entweder Aydin Cetin oder Abderrahim Ouakili im Angriff auflaufen. Ebenfalls aussetzen musste in dieser Woche Clemens Fritz (Adduktorenprobleme), ist aber am Sonntag wahrscheinlich wieder einsatzbereit.
Mit einem 18 Mann starken Kader macht sich der KSC Tross heute Abend auf den Weg nach Lübeck. Auf Verstärkungen aus dem Amateurkader möchte Köstner dabei, wenn nicht unbedingt erforderlich, verzichten. Wenn Hilfe aus der U23 von Nöten wäre, dann in der Defensive. Florian Dick hat nach seinem Bänderriss zuletzt wieder zwei Partien für die Amateure absolviert, soll aber laut Köstner dort noch etwas Spielpraxis sammeln.
Die Amateure, die morgen (15 Uhr) zu Hause gegen Ludwigsburg antreten, müssen angesichts der personellen Situation nun auf Unterstützung aus dem Profi Kader verzichten.

Am kommenden Mittwoch erhalten vornehmlich die Lübecker Reservisten Spielpraxis. Um 19 Uhr tritt der KSC im "Stade municipal" in Petingen gegen die luxemburgische Nationalelf an. "Das machen andere Mannschaften doch auch", tritt Köstner der Kritik an einem Testspiel in so großer Entfernung entgegen. Der VfB Stuttgart sei unter der Woche beispielsweise zum Test nach Nizza gefahren, nachdem der KSC das Angebot der Franzosen abgelehnt hatte. "Praxis ist besser als jedes Training, zudem erhält der Verein auch Geld für die Partie", erklärt Köstner.

Anfahrt zum Freundschaftsspiel in Luxemburg:
Bei Trier über die Grenze Richtung Stadt Luxemburg, dann Richtung Esch (ist ausgeschildert). Petingen ist ca. 5 10 Minuten von Esch entfernt.

Gesamtentfernung von Karlsruhe: ca. 300 km.


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