Köstner freut sich auf Rückkehr nach Unterhaching

(eis) Die Vorfreude auf die anstehende Auswärtsaufgabe sah man Lorenz Günther Köstner bereits am Freitag an. "Natürlich ist das für mich ein besonderes Spiel", gab der Fußballlehrer und für einen kurzen Augenblick vermochte in den Augen des Franken ein Funkeln auszumachen. Stolz plauderte Köstner über seine Zeit bei der Spielvereinigung Unterhaching, wo er mit einer kurzen Unterbrechung über sechs Jahre lang auf der Trainerbank saß: "Wir haben dort einiges zusammen aufgebaut, der Bundesligaaufstieg war schon eine einmalige Sache."

Nach über zwei Jahren kehrt Lorenz Günther Köstner am Sonntagnachmittag (Anpfiff 15 Uhr) als einer der Protagonisten an seine alte Wirkungsstätte zurück. Über Personalien muss sich der jetzige KSC Trainer vor dem Duell zwischen dem Karlsruher SC und dem Münchner Vorstadtclub ausnahmsweise nicht machen. Zwar fehlen im Kader der Blauweißen noch immer Bernhard Trares und Abderrahim Ouakili das scheint dem sportlichen Leiter aber kein Kopfzerbrechen zu bereiten: "Warum sollte ich etwas ändern? Die Mannschaft hat gegen Lübeck ein tolles Spiel gezeigt, mindestens genauso gut wollen wir morgen wieder auftreten." Bereits am Freitag mussten die Badener nach knapp zwei Wochen Tabellenplatz drei wieder räumen. Wieder in die Aufstiegsränge zu springen, das kann in den Augen Köstners aber nicht das Ziel im Spiel gegen Unterhaching sein: "Wir wären sehr dumm, wenn wir uns bereits jetzt an der Tabelle orientieren würden." Mit dieser Aussage wollte sich der Trainer aber nicht missverstanden wissen und ergänzte schnell: "Aber natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen. Nur der Tabellenplatz spielt für uns keine Rolle."

Nach einem viel versprechenden Saisonstart stehen die Gastgeber aus Bayern seit dem fünften Spieltag ohne Sieg da, der KSC ist seit drei Partien ohne Punktverlust und seit 301 Minuten ohne Gegentor. Auf dem Papier scheint die Favoritenrolle klar verteilt Lorenz Günther Köstner warnt dennoch vor einem Höhenflug. Und tatsächlich beträgt der Abstand zwischen beiden Teams in der Tabelle gerade einmal vier Zähler, mit einem Heimsieg hätte die Spvgg. Unterhaching wieder zur Spitzengruppe der Liga aufgeschlossen. Besonderen Respekt hat Köstner vor Hachings Angreifer Francisco Copado, den er als "treffsichersten Stürmer der Liga" bezeichnet. Eine Sonderbewachung wird dem Spanier trotzdem nicht zu Teil werden: "Wir werden uns nicht auf Copado stürzen. Wir wollen geschlossen auftreten und brauchen uns nicht zu verstecken", erklärte Köstner seine Marschroute.

Das letzte Aufeinandertreffen mit dem KSC ist in Unterhaching noch in schmerzlicher Erinnerung: Nach einer 0:3 Niederlage am letzten Spieltag der Saison 2001/2002 musste das damals von Anton Schrobenhauser betreute Team den bitteren Gang in die Regionalliga antreten. Am Sonntag wollen die Kicker von Wolfgang Frank dem KSC Lauf ein Ende bereiten die Gäste aus Karlsruhe hingegen werden alles daran setzen, die Unterhachinger Serie fortzuführen und den Hausherren im Sportpark ein weiteres siegloses Spiel zu bescheren.


Match
Center