Köstner erwartet aggressive Ahlener

(eis) Personell geschwächt geht die Mannschaft des Karlsruher SC am morgigen Freitag, 19 Uhr, im Wildparkstadion ins Duell mit dem ebenfalls abstiegsbedrohten Tabellennachbarn LR Ahlen. "Die zweite Halbzeit in Frankfurt war eine Steigerung, aber trotzdem nur ein Ansatz von dem, was ich von meinem Team im Abstiegskampf erwarte", wählt Lorenz Günther Köstner markige Worte um seine Mannen auf den Vergleich mit den Ahlenern einzustimmen. Eine harte und kampfbetonte Partie wird es morgen Abend zu sehen geben, ist sich der Fußballlehrer sicher. Gästetrainer Werner Lorant werde da sicher einen gehörigen Teil dazu beitragen: "Er wird seinen Jungs kräftig einheizen, die werden sich ganz sicher nicht verstecken wir müssen hellwach sein." Damit will Köstner unnötige Gegentore wie in Frankfurt verhindern, "es ist absolut unnötig, dass wir ständig einem Rückstand hinterherlaufen müssen."

Ein Heimsieg gegen den LR Ahlen ist in jedem Falle Pflicht, noch trennt die Badener lediglich das bessere Torverhältnis von einem Abstiegsrang. Mit einem Heimsieg könnte der KSC die "aggressiven und offensivstarken" Ahlener in der Tabelle überholen. Kopfzerbrechen bereitet dem Cheftrainer im Vorfeld der Zweitligabegegnug aber vor allem das akute Torwart Problem des Karlsruher Kaders. Stammkeeper Walter zog sich am Montag einen Kreuzbandriss und einen Innenbandanriss zu. Operiert wird der 36 Jährige aber nicht, erklärt Lorenz Günther Köstner. "Der Anriss im Innenband müsste erst auskuriert sein, bevor das Kreuzband operiert werden könnte. Alleine das dauert drei bis vier Wochen." Nun hofft die medizinische Abteilung um Mannschaftsarzt Löhr den Kreuzbandriss auch ohne operativen Eingriff stabilisieren zu können, sodass Thomas Walter zumindest nach einigen Wochen wieder zwischen die Pfosten zurückkehren könnte. Zu allem Überfluss hat Ersatztorhüter Bastian Becker seine Bänder und Kapselverletzung in der Hand, die er sich im Trainingslager zugezogen hatte, noch immer nicht auskuriert: "Das Band ist mittlerweile ausgeheilt, aber die Kapselverletzung macht ihm zu schaffen", gibt Köstner zu verstehen. Eigentlich müsste sich auch Becker einer Operation unterziehen, versucht sich nun aber durchzubeißen. Ob er morgen um 19 Uhr seinen Posten im KSC Kasten einnehmen kann, entscheidet sich erst kurzfristig. Sollte Becker kein grünes Licht erhalten, blieben nur noch die beiden Amateur Torhüter Christian Adam und Martin Fischer als Alternativen. Wem von beiden Köstner den Vorzug geben würde, wollte er vor dem Abschlusstraining noch nicht Preis geben.
Ins Team zurück kehren hingegen Clemens Fritz und Marco Engelhardt. Fritz könnte auf seine angestammte Position auf der rechten Außenbahn zurückkehren, oder in offensiverer Rolle Raum für Flügelflitzer Christian Hassa schaffen. Die Rückkehr Marco Engelhardts ist bitter von Nöten, da im Mittelfeld durch den Ausfall von Bernhard Trares ohnehin eine große Lücke klafft. Zumindest im Kader steht voraussichtlich Torsten Kracht, der nach seinem Muskelfasserriss heute wieder ins Mannschaftstraining einstieg. Obwohl Gabriel Melkam auch gestern bereits mittrainierte, kommt selbst ein Platz auf der Auswechselbank für den Nigerianer noch zu früh.


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