Karlsruher SC Alemannia Aachen
(eis) Mit einer 1:2(1:0) Niederlage gegen Alemannia Aachen musste der Karlsruher SC am Freitagabend einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen. In einem ansehnlichen ersten Durchgang köpfte Bruno Labbadia die Hausherren in Führung, mit einem Doppelschlag nach dem Seitenwechsel drehten die Aachener vor der Saisonminuskulisse von 6.500 Zuschauern die Partie um.
KSC Trainer Lorenz Günther Köstner brachte Charles Haffner und Patrik Jezek für Thijs Waterink und Witold Wawrzyczek neu in die Anfangself, bei den Gästen spielten Mbwando, Zimmermann und Krontiris für den verletzten Pflipsen, den gesperrten Ivanovic und Willi Landgraf.
Nach nicht einmal zehn gespielten Minuten musste Köstner erstmals auswechseln Marco Grimm kam für Torsten Kracht, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, aufs Feld. Dennoch erwischten die Karlsruher den besseren Start: Labbadia (28.), Saenko (32.) und Rothenbach (38.) erarbeiteten sich hochkarätige Möglichkeiten zur Führung, erst im zweiten Versuch war Bruno Labbadia erfolgreich. Nach einem Eckstoß erkämpfte sich Clemens Fritz den Ball noch vor der Torauslinie zurück, Ivan Saenkos Kopfballvorlage wuchtete der Routinier per Kopf über die Linie. (39.)
"Ich traue mich fast gar nicht zu sagen, dass wir in der ersten Halbzeit wirklich gut gespielt haben", rang Lorenz Günther Köstner nach dem Schlusspfiff um Worte. "Wir standen gut in der Defensive, haben uns Torchancen erarbeitet. Und dann machen die Spieler sich diese Führung innerhalb weniger Minuten zu Nichte."
Was dem Fußballlehrer die Zornesröte ins Gesicht trieb, zeigte sich unmittelbar nach dem Wiederanpfiff. Zwar waren die Karlsruher als Erste wieder auf den Rasen zurückgekehrt und demonstrierten so Siegeswillen, die Hintermannschaft hielt beim 1:1 Ausgleichstreffer (47.) durch den zwei Minuten zuvor eingewechselten Daniel Rosin jedoch Kollektivschlaf. Zehn Minuten später hätte Ivan Saenko mit einem Drehschuss zwar die erneute KSC Führung erzielen können, nach dem 1:2 durch Spielmacher Mbwando brachen die Badener aber völlig ein. Die Aachener nutzten in dieser Szene ihre Konterstärke aus, der Torschütze ließ Schlussmann Walter mit seinem souveränen Abschluss keine Abwehrchance.
"Da haben wir die Niederlage selbst eingeleitet", fluchte Köstner weiter. Unbergreiflich sei für den 51 Jährigen, dass einige Spieler offenbar noch immer nicht begriffen hätten, "bis zu den Brustwarzen" im Abstiegskampf zu stecken.
Zwar rangieren die Blauweißen noch immer auf Tabellenposition vierzehn, Waldhof Mannheim konnte aber mit einem 1:0 Sieg über Rot Weiß Oberhausen bis auf einen Punkt zu den Karlsruhern aufschließen.
Am Freitag, 19 Uhr, muss der KSC beim Tabellendritten Eintracht Frankfurt antreten. Cheftrainer Köstner muss dabei auf die Dienste von Flügelflitzer Clemens Fritz verzichten, der sich gegen Aachen die fünfte gelbe Karte einhandelte.
Karlsruher SC:
Walter Rothenbach, Eggimann, Kracht (9. Grimm) Fritz, Trares, Haffner (77. Fuchs), Jezek (57. Ouakili) Cetin Labbadia, Saenko
Alemannia Aachen:
Straub Zimmermann, Grlic, Klitzpera, Bediako Bayock (45. Rosin), van der Luer, Caspers (74. Landgraf) Mbwando Krontiris (80. Ferl), Spizak
Tore:
1:0 Labbadia (39.)
1:1 Rosin (47.)
1:2 Mbwando (60.)
Gelbe Karten: Fritz (51.*) Grlic (86.), Spizak (90.)
Zuschauer: 6.500
Schiedsrichter: Kai Voss (Großhansdorf)
Assistenten: Holger Grabanowski, Thomas Romahn
* fünfte gelbe Karte, nächstes Spiel gesperrt









