John Davis Meyer trifft in letzter Minute zum Sieg
Das erste Heimspiel der Hauptrunde wurde für die U17 zu einem ganz besonderen. Vor rund 200 Zuschauerinnen und Zuschauern besiegten sie Eintracht Frankfurt am Mittwochabend in der Nachspielzeit.

Dass es keine einfache Partie gegen Eintracht Frankfurt werden würde, das war Cheftrainer Martin Stoll schon vor dem Anpfiff klar. Trotz altbekanntem Gegner und dem torreichen letzten Aufeinandertreffen bereitete er seine Mannschaft auf eine neue Partie vor, denn „an den Erfolg können wir nicht einfach so anknüpfen. Wir müssen an das absolute Limit gehen“, mahnte der 42-Jährige und sollte damit rechtbehalten.
Umkämpfte, aber torlose erste Halbzeit
Beide Mannschaften starteten von Anfang an mit viel Druck in die Partie. Gegen den hessischen Elan wehrten sich die blau-weißen Nachwuchstalente vehement. Die erste Hälfte gipfelte in einem Freistoß für den Gegner (22.). Die per Kopf verlängerte Flanke landete im Kasten von KSC-Keeper Malik Can Kuriata. Der Jubel verstummte jedoch schnell durch die gehobene Fahne des Assistenten aus dem Gespann um Nico Nemtinow. Das Tor zählte nicht, Abseits. Beide Mannschaften hielten das schnelle Tempo aufrecht, stießen immer wieder in den Strafraum des anderen vor, konnten dort aber zunächst keinen Treffer landen.
Rückstand in Durchgang zwei
In der Pause gab es einen Wechsel für Blau-Weiß: Eymen Laghrissi verließ den Platz, für ihn kam Efekan Aygünes in die Partie. Der hitzige Schlagabtausch wurde in den zweiten 45 Minuten fortgesetzt. Frankfurt arbeitete sich immer weiter vor, schlug eine gezielte Flanke auf Keziah Oteng-Mensah, der gegen die Latte ins Tor köpfte (54.). Cheftrainer Stoll reagierte und brachte Mittelstürmer John Davis Meyer, der die Karlsruher B-Junioren bereits gegen Kaiserslautern in letzter Minute zum Sieg schoss.
Ausgleich entfacht Feuer
Von dem Rückstand zeigten sich die Jungs unbeeindruckt. Toni Matenda köpfte die Hereingabe von Aygünes aufs Tor, SGE-Keeper Meris Gradascevic konnte den Ball nicht festhalten, sodass ihn Marlo Thürer per Nachschuss ins Netz befördert. Die Stimmung war erhitzt und resultierte in den gelb-roten Platzverweisen für den Eintracht-Trainer Sebastian Haag und seinen Spieler Shayan Ahmadi. Der Schiedsrichter hatte alle Hände voll zu tun, die hitzige Stimmung auf und neben dem Platz zu beruhigen. Wenig später landeten die Hessen einen erneuten Abseitstreffer, der das Fass zum Überlaufen brachte (80.). Der Heimvorteil war spürbar und durch die U19-Spieler auf der Zuschauerseite über den ganzen Platz zu hören. Die Unterstützung stärkte die Mentalität der Stoll-Truppe und peitschte sie immer wieder nach vorne.
In den letzten Minuten der regulären Spielzeit warfen beide Mannschaften alles rein, um den Lucky Punch zu setzen. Bei dem Versuch sah der nächste Adlerträger Gelb-Rot. Nun nur noch zu neunt auf dem Platz konnten sie dem K.O.-Schlag nichts mehr entgegensetzen. In der letzten Minute der Nachspielzeit schickte Aygünes den Ball in den Strafraum auf John Davis Meyer, der sich bei der Annahme einmal um sich selbst drehte und die Kugel im Netz versenkte (90.+5). Der Jubel kannte keine Grenzen mehr: Matchwinner “JD” wurde von seinen Mitspielern ausgiebig gefeiert!
„Wir wussten, dass Frankfurt mit einer extremen Wucht zu uns kommen wird“, resümiert Cheftrainer Stoll nach dem Spiel. „Den Siegtreffer konnten wir nicht planen, aber bei der Einstellung der Jungs, die nie aufgegeben haben, fügt sich das am Ende“. Er ist mehr als stolz auf seine Mannschaft, die sich gegen einen starken Gegner durchgesetzt hat.
Die nächste emotionale Partie steht schon bevor. Am Sonntag (02.03.) 13:00 Uhr kommt der VfB Stuttgart ins Wildparkareal.










