Hertha und KSC Anhänger feiern Fanfreundschaft

(eis) Nach der Rückkehr aus dem Wintertrainingslager steht für den KSC am Samstag noch ein letzter Härtetest auf dem Terminplan: Um 14.30 gastiert Erstligist Hertha BSC Berlin zum Benefizspiel im Wildparkstadion und will sich für den Abstiegskampf im Fußballoberhaus gerüstet zeigen. Vorfreude auf die Partie macht sich vor allem unter den Anhängern beider Teams breit, die eine enge Fanfreundschaft verbindet. 350 bis 400 Hertha Schlachtenbummler nehmen noch heute Nacht die beschwerliche Reise aus der Bundeshauptstadt ins Badische auf sich.

Die "Supporters Karlsruhe" sorgen deshalb für einen standesgemäßen Empfang der Gäste von der Spree: Gegen zehn Uhr am Morgen werden die Berliner im Wildpark eintreffen, wo sie im KSC Clubhaus dank der Unterstützung der Bäckerei Neff ein Frühstück mit Kaffee und Kuchen erwartet. Um 12 Uhr treten auf einem der Nebenplätze die Beiden Ultra Gruppierungen "Phoenix Sons" und "Harlekins Berlin" zu einem Freundschaftsspiel gegeneinander an. Nach dem Kräftemessen der beiden Proficlubs steigt im Clubhaus die Fanparty mit Getränken und einem "All you can eat" Buffet zu günstigen Preisen. Der Erlös einer Tombola und aus dem Verkauf des neuen Freundschaftsschals kommen dem badischen Traditionsverein zu Gute. "Es ist einfach toll, dass so viele Freunde aus Berlin anreisen", freut sich der "Supporters" Vorsitzende Martin Löffler. "Deshalb hoffen wir auch, dass viele KSC Fans vor oder nach dem Spiel mit den Herthanern im Clubhaus feiern."

Auch Lorenz Günther Köstner blickt dem Vergleich mit dem Erstligisten gespannt entgegen. Seiner Mannschaft stellte der Cheftrainer im zurückliegenden Trainingslager ein gutes Zeugnis aus und hofft gegen Hertha auf einen disziplinierten Auftritt seiner Elf. Auf Ralf Becker kann er dabei aber nicht zurückgreifen der Mittelfeldspieler klagt über Probleme am Sprunggelenk und muss sich schlimmstenfalls sogar einer Operation unterziehen. Thomas Kies konnte wegen Schienbeinproblemen die letzten Tage nicht an den Übungseinheiten teilnehmen und Conor Casey musste am Freitag wegen Schmerzen im Fuß das Lauftraining abbrechen.

Ansonsten kann der Franke seine Elf kräftig durchmischen und wird möglicherweise taktisch und personell variieren, um Alternativen zu testen und auf mögliche Zwangsumstellungen in der Rückrunde vorbereitet zu sein: "Wir haben das im Trainingslager im letzten und in diesem Jahr getan und sehr positive Erfahrungen gemacht. Viele Spieler sind sehr flexibel einsetzbar, aber man muss das vorher ausprobieren." Und nach dem Spiel kann der Trainer mit den Fans die gewonnenen Eindrücke diskutieren. Zusammen mit einigen Spielern wird sich Köstner auf der Fanparty unter die Anhänger mischen.


Match
Center