Erneuter Rückschlag im Abstiegskampf

Durch eine unnötige 0:1(0:0) Niederlage gegen Erzgebirge Aue erlitt der KSC heute Abend vor rund 12.000 Zuschauern erneut einen herben Dämpfer im Kampf um den Klassenerhalt. Das Tor der Tages erzielte Curri in der 69. Minute.

Von Daniel Heinz
KSC Coach Ede Becker musste heute auf seine komplette Innenverteidigung verzichten. Martin Stoll sah bei der 0:2 Niederlage in Unterhaching seine fünfte gelbe Karte und Mario Eggimann plagen weiterhin muskuläre Probleme. Für sie spielten Kai Oswald und Carsten Rothenbach von Beginn an. Godfried Aduobe, der erst Anfang der Woche wieder ins Training einstieg, stand ebenso in der Startelf.
Aue Trainer Gerd Schädlich stellte seine Elf nach der blamablen 0:5 Niederlage gegen Eintracht Frankfurt auf zwei Positionen um: Für Matthias Heidrich kam Frank Berger neu in die Partie und Marco Kurth ersetzte Rüdiger Rehm.

Die KSC Kicker schienen aus den deutlichen Worten ihres Trainers unter der Woche gelernt zu haben und begannen zunächst sehr druckvoll. Nach nur sechs Minuten hätte Kai Oswald die Hausherren bereits in Führung bringen können, jedoch verpasste er den Ball freistehend vor Aues Torhüter Tmoasz Bobel. Nur wenige Minuten später scheiterte Kapitän Danny Schwarz mit einem Distanzschuss aus gut 20 Metern. Auf der Gegenseite hatte Sebastian Helbig in der 19. Minute die Führung auf dem Fuß. Aus spitzem Winkel scheiterte er allerdings am reaktionsschnellen KSC Schlussmann Markus Miller. Die beste Tormöglichkeit in Durchgang eins hatte jedoch Ivan Saenko. Nach einem Sololauf schoss der junge Russe, der heute eine mäßige Leistung ablieferte, freistehend den Ball wenige Zentimeter am Auer Gehäuse vorbei.

In der zweiten Hälfte hatte der KSC dann mehr Spielanteile, allerdings wirkte das Angriffsverhalten der Blau Weißen oft zu unkoordiniert. "Der finale Pass hat heute einfach gefehlt", kritisierte Ede Becker das Angriffsverhalten seines Teams. Amateur Top Torschütze Daniel Reule, der in der zweiten Hälfte ins Spiel kam, sorgte mit einem Lattenkracher in der 65. Spielminute für kurze Aufregung im Auer Strafraum, ansonsten endete das Anrennen der Karlsruher oftmals an der Strafraumgrenze der Gäste.

Souveräner agierten die Gäste aus dem Erzgebirge. Einen Freistoß aus knapp 20 Metern setzte Skerdilaid Curri nach rund einer gespielten Stunde knapp neben das Tor. Besser machte es der Auer Angreifer wenige Minuten später. Per Distanzschuss aus gut 25 Metern erzielte er die überraschende 1:0 Führung für die Gäste aus dem Osten (69.). KSC Torhüter Markus Miller, der einige Meter zu weit vor seinem Tor stand, sah bei diesem Fernschuss alles andere als gut aus.

Die Badener gaben jedoch nach diesem Rückschlag nicht auf und warfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne. Allerdings vergaben sowohl Godfried Aduobe (85.) als auch Carsten Rothenbach (86.) aus aussichtsreicher Position und konnten damit die mehr als enttäuschende Niederlage der Karlsruher nicht mehr abwenden.

Nach der Partie versammelten sich zahlreiche KSC Fans vor dem Zaun an der Geschäftsstelle um ihrem Unmut Luft zu machen. Chef Trainer Ede Becker äußerte Verständnis für das Verhalten der Zuschauer. Dennoch könne man seiner Mannschaft heute nicht vorwerfen, dass sie total kampflos untergegangen wären. "Uns fehlt einfach das Glück, dass so ein Schuss wie der von Saenko auch mal ins Tor geht". Nach dem 0:1 sei es für seine Mannschaft dann natürlich sehr schwierig gewesen gegen die defensiven und konterstarken Auer zum Erfolg zu kommen.

Die Karlsruher befinden sich nach dieser Niederlage auf Tabellenposition 16 der Zweitligatabelle, können allerdings am Sonntag noch von Rot Weiß Erfurt überholt werden. Seit nunmehr drei Partien sind die Badener ohne Torerfolg. Um doch noch eine kleine Chance im Kampf um den Klassenerhalt zu haben, muss am kommenden Sonntag in Trier daher unbedingt diese Negativserie gebrochen werden. "Für uns zählt in Trier nur ein Sieg. Alles andere hilft uns in dieser Situation nicht weiter", gab KSC Kapitän Danny Schwarz nach dem Spiel die Marschroute für das kommende Auswärtsspiel aus.



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