Der Countdown zum Saisonfinale läuft / Cetin verlängert um zwei Jahre
(eis) Zwei Tage vor dem Show Down im Tabellenkeller der Zweiten Liga kann der Karlsruher SC in den Vorbereitungen auf die kommende Spielzeit den ersten Vollzug melden: Aydin Cetin unterschrieb bei den Blauweißen für zwei weitere Jahre trotz weiterer Angebote und der eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten des KSC, erklärte Rolf Dohmen. Der Sportmanager sieht in der Vertragsverlängerung des 23 Jährigen ein positives Zeichen zur richtigen Zeit: "Es wurde ja schon spekuliert, dass ohnehin die ganze Mannschaft den Verein verlassen würde. Mit Cetin haben wir zuerst Gespräche aufgenommen und deshalb war er auch der erste, der unterschrieben hat." Der Kontrakt des Mittelfeldspieler gilt freilich nur für die Zweite Liga. Und damit die Badener dort auch in der kommenden Spielzeit starten können, muss gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth zumindest ein Unentschieden für die Mannschaft von Lorenz Günther Köstner herausspringen.
Zum Saisonfinale am kommenden Sonntag (Anpfiff: 15 Uhr) rechnet man auf der Geschäftsstelle des Zweitligisten mit mehr als 25.000 Zuschauern, 13.500 Eintrittskarten wanderten bereits im Vorverkauf über den Tresen. 48 Stunden vor der entscheidenden Partie beteuert Cheftrainer Köstner, dass sein Team gewillt sei alles zu geben um die Saison auf einem Nichtabstiegsplatz zu beenden. "Als einziges Team im Abstiegskampf haben wir es selbst in der Hand und sind nicht schon von vorneherein auf Fremdhilfe angewiesen", präzisiert der Übungsleiter seinen Optimismus. "Die erfahrenen Spieler im Kader haben das Schiff schon vor einigen Wochen wieder in ruhiges Fahrwasser gebracht, Fans und Mannschaft sind wieder zusammengerückt. Da muss das jetzt einfach klappen!"
Um den Klassenerhalt mit einem Heimsieg möglichst nervenschonend unter Dach und Fach zu bringen, fordert Köstner seine Mannen auf, sich auf die Tugenden der zurückliegenden, erfolgreichen Spiele zu besinnen: "Wir müssen wieder so spielen wie gegen Mannheim, Oberhausen oder Reutlingen; in Freiburg hätten wir noch nicht einmal einen Punkt verdient gehabt." Dass es auch bei den Fürthern um alles geht, interessiert den 51 Jährigen indes nicht: "Das ist deren Problem, ob sie in die Bundesliga kommen, wir müssen uns allein auf uns konzentrieren." Aus diesem Grund werden am Sonntag im Wildparkstadion auch keine Zwischenergebnisse der anderen Spiele eingeblendet.
Personell muss Lorenz Günther Köstner den gelb gesperrten Marco Engelhardt ersetzen, dafür dürfte aber Gabriel Melkam wieder einsatzbereit sein. "Heute Mittag ist für ihn der Härtetest angesagt, da werde ich ihm ein paar Bälle vor die Birne knallen", scherzt Köstner. "Er wollte ja gegen Freiburg schon unbedingt spielen, aber die Ärzte wollten, dass er seine Lippe noch schont." Neu in die Startformation könnte zudem Danny Fuchs rücken, zumindest als Alternative im Mittelfeld behält sich der Trainer den Einsatz des gebürtigen Dessauers vor. Fuchs, der in der kommenden Saison zum sonntäglichen Widersacher Fürth wechselt, habe in den vergangenen Monaten einige unglückliche Aussagen seine Zukunft betreffend gemacht, erklärt der Fußballlehrer. Die Mannschaft habe ihn aber zur Brust genommen und die Angelegenheit intern geklärt. Ein großes Risiko sieht Lorenz Günther Köstner im Einsatz von Danny Fuchs nicht, stellt aber klar: "Wenn er spielt, hat er sich gefälligst den Hintern aufzureißen!"
Wegen des erwarteten Zuschauerstroms fährt der Ticketverkauf des KSC Sonderschichten: Von 9.30 Uhr bis 13 Uhr sind am Samstag Karten auf der Geschäftsstelle erhältlich, auch unmittelbar vor dem Spiel werden zusätzliche Kassen geöffnet sein. Dennoch bittet der Verein die Zuschauer, ihre Plätze im Stadion frühzeitig einzunehmen. Eine Verschiebung der Anstoßzeit um zehn Minuten wie zuletzt gegen St. Pauli ist am letzten Spieltag in keinem Fall möglich. Die Polizei bittet zudem um die verstärkte Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs. Vom Durlacher und Mühlburger Tor aus verkehren ab 13 Uhr Pendelbusse im Zehnminutentakt, Tages und Dauerkarten gelten als Fahrscheine für alle Busse und Bahnen.









