Das KSC Talentteam Interview: Markus Kauczinski

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Im Interview mit www.ksc.de spricht KSC Jugendkoordinator Markus Kauczinski über die Vorrunde der Nachwuchsmannschaften im Wildpark. Dabei blickt er auf ein für alle Jahrgänge erfolgreiches Jahr zurück.

Wie bei unserer Profielf neigt sich auch im Bereich des KSC Talentteams das Jahr und damit die Vorrunde dem Ende entgegen. Dabei können die Nachwuchsmannschaften des KSC, die alle in ihren Jahrgängen derzeit in den höchsten Spielklassen agieren, auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. www.ksc.de hat sich mit KSC Jugendkoordinator Markus Kauczinski über die vergangenen Monate und die aktuelle Situation unterhalten.

www.ksc.de:
Herr Kauczinski, das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, welche Bilanz ziehen sie für 2005?

Markus Kauczinski:
Wir sind zufrieden, wobei man immer mehr will, als das was man gerade hat. Einzelne Ergebnisse waren enttäuschend, aber wir haben uns auch genauso über sehr schöne Spiele gefreut. Alles in allem haben wir uns stabilisiert und können für den Moment ein positives Fazit ziehen. Auch die Qualität in unserem Trainerteam hat sich nochmals gesteigert, wir haben einige sehr gute Trainer und Co Trainer hinzugewonnen, das macht die Arbeit leichter.


www.ksc.de:
Sie selbst stehen bei der U19 in der Junioren Bundesliga an der Linie. Die Mannschaft hat im Sommer die Klasse gehalten und ist derzeit in ihrer zweiten Spielzeit im Oberhaus im Mittelfeld der Liga platziert. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Mannschaft?

Markus Kauczinski:
Auch da will man immer mehr und ist nur selten ganz zufrieden. Insgesamt stehen wir in der Mitte und da gehören wir wahrscheinlich auch hin. Nach zwölf Spielen lügt die Tabelle nicht. Wir waren am Anfang der Saison besser drauf, haben aber in den guten Spielen zu viele Unentschieden geholt. Diesen vier bis fünf Punkten weinen wir gerade ein bisschen hinterher. Die Tabelle ist so eng, das wir im Moment nicht wissen, wo es hin geht, aber
ich glaube dass wir uns stabilisieren werden, denn die Mannschaft ist sehr ehrgeizig und lernwillig.


www.ksc.de:
Auch die Platzierungen der anderen Teams können sich fast durchweg sehen lassen. Die U17 ist ganz vorne in der Regionalliga Süd mit dabei, die U15 und die U14 feiern die Herbstmeisterschaft. Bei welchen Teams sehen Sie noch Luft nach oben?

Markus Kauczinski:
Durch die Hallenrunde und die Topturniere, die wir im Winter spielen, werden alle Teams noch mal spielerisch zulegen. Die U17 hat nicht immer berauschend gespielt, hat aber viel Qualität, denn nicht umsonst spielt man, um den zweiten Platz mit, der zur Teilnahme an der deutschen Meisterschaft berechtigt. Wenn sie das schaffen wollen, werden sie aber auch mal ein Spitzenspiel gewinnen müssen, da gab es bisher keinen Sieg. Die U15 und U14 sind gewohntermaßen Spitze in ihrem Altersbereich. Die gute Arbeit die wir im unteren Jugendbereich machen, zahlt sich dort aus. Wir hoffen natürlich, dass unsere U15 mit Trainer Rüdiger Böhm wieder an der Endrunde zur Süddeutschen Meisterschaft teilnimmt, solche KO Spiele sind einfach tolle Erfahrungen für die Jungs. Endspiele sind einfach das Salz in der Suppe. Hervorzuheben ist noch die Arbeit der U10 bis U13, die nicht so oft im Rampenlicht steht, weil sie ja nur auf Kreisebene agiert. Die Arbeit, die dort geleistet wird, kann nicht genug gewürdigt werden, denn sie bildet den Grundstock dessen, was wir dann später an Spielern haben. An dieser Stelle herzlichen Dank an alle Trainer und Betreuer, die mit großem Aufwand und viel Idealismus, für den KSC arbeiten.


www.ksc.de:
Zuletzt wurden wieder vermehrt KSC Talente vom DFB zu Sichtungslehrgängen und Länderspielen eingeladen. Motiviert das die Spieler zusätzlich oder verdreht man den Nachwuchskickern damit schon früh den Kopf?

Markus Kauczinski:
Da habe ich in meiner langjährigen Erfahrung leider schon alles erlebt. Es ist Sache des Umfeldes und besonders der Eltern, die Kinder auf dem Boden zu halten, denn eine Einladung zum Lehrgang hat nichts über meine weitere Entwicklung zu sagen. Der ein oder andere hat sich durch Spielerberater und andere Vereine blenden lassen und hat aufgehört, täglich an sich zu arbeiten. Solch Einladungen sind "nett", eine schöne Bestätigung meines derzeitigen Könnens, mehr aber auch nicht. Die Jungs werden Profis über die tägliche Arbeit in ihrem Verein, nicht andersherum. Wir freuen uns aber für jeden und unterstützen das auch und sind mit den Nationaltrainern der einzelnen Jahrgänge ständig im Kontakt.


www.ksc.de:
Ein neues Jahr steht bevor. Mit welchen Zielen und Perspektiven geht das KSC Talentteam ins Jahr 2006?

Markus Kauczinski:
Wir wollen mit der U19 nach oben schauen und nicht den Blick nach unten richten. Wir sind im Viertelfinale des Junioren DFB Pokals. Die Spieler wollen nach Berlin, die nächste Hürde Rot Weiss Essen wartet am 18. Dezember auf uns. Die U17 wollen wir zur deutschen Meisterschaft pushen, wer weiß, wann man wieder so nah dran kommt. Ansonsten wollen wir jeden Tag nutzen, um ein bisschen besser zu werden. Je nach Altersbereich gibt es verschiedene Teilziele. Das große Ziel ist es immer, so viele Spieler wie möglich über die Amateure zu den Profis zu bringen. Das ist uns in der Vergangenheit gelungen und wir hoffen, dass wir gemeinsam mit Rainer Krieg und Ede Becker diesen Weg konsequent weiter gehen.


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