Becker warnt vor Auszeit

Vor dem Heimspiel gegen Spitzenreiter Cottbus warnt Trainer Becker seine Mannschaft vor einer Auszeit wie in Saarbrücken. Am Sonntag soll die Serie von vier Spielen ohne Niederlage halten, Manager Dohmen hofft auf viele Zuschauer.

Von Andreas Eisinger
Vor dem Heimspiel gegen Spitzenreiter Energie Cottbus (Sonntag, 15 Uhr) warnt KSC Cheftrainer Edmund Becker seine Mannschaft vor einem Auftreten wie in der ersten Halbzeit beim Auswärtssieg in Saarbrücken. "So eine Auszeit dürfen wir uns gegen die robusten Cottbusser nicht erlauben, das ginge nicht gut", sagt er und will die Serie von vier ungeschlagenen Spielen in Folge auch gegen die Mannschaft aus der Lausitz fortsetzen. Am letzten Spieltag der zurückliegenden Saison kam Energie als Abstiegskandidat in den Wildpark, nun als Anführer der Zweitligatabelle. "Ich ziehe den Hut vor Petrik Sander toll, was er aus der Mannschaft gemacht hat", lobt Becker seinen Kollegen.

Nach sieben Spieltagen wollte der Trainer den Liga Start seiner Elf zusammenfassen, das hat er am Freitag getan: "Mit der Ausbeute bin ich zufrieden, nach vorne müssen wir uns aber noch steigern." Genau das wird seiner Meinung nach in den nächsten Spielen passieren, "da werden wir mehr Tore erzielen."

Gegen Cottbus fehlt neben dem letztmals gesperrten Edmond Kapllani weiterhin Martin Stoll. Der Verteidiger trainiert zwar wieder mit, kann in der Luft aber noch nicht richtig zur Sache gehen und steht deshalb nicht im Kader. Im Donnerstags Training zog sich Christian Hassa eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zu, sein Einsatz ist fraglich. Zum nächsten Auftritt beim LR Ahlen in zwei Wochen kann Coach Becker wieder auf Bradley Carnell und Marcus Mann zurückgreifen. Die beiden und Michael Mutzel absolvieren ihren Härtetest am kommenden Wochenende beim Testspiel gegen St. Gallen.

Zu der Zeit wollte Bradley Carnell eigentlich mit der südafrikanischen Nationalmannschaft gegen den Kongo spielen und hoffte auf eine Einladung. "So stelle ich mir eine Wiedereingliederung nach langer Verletzungspause aber nicht vor", meint Becker. Nach einer Unterredung mit Trainer und Manager Rolf Dohmen ("Ein Länderspiel ist ein Highlight, das lässt man natürlich ungern aus") hat Carnell seinem Verband inzwischen vorsorglich abgesagt. Gegen den Kongo geht es für die Südafrikaner ohnehin um nichts mehr, sie sind aus der Qualifikation zur Weltmeisterschaft bereits sicher ausgeschieden.

Der Besuch des Tabellenführers hat beim Publikum noch keine rechte Fußball Lust ausgelöst nur 2.400 Tickets sind bisher verkauft worden. "Ich würde mir für solch ein Spiel über 15.000 Zuschauer wünschen!", findet Rolf Dohmen. Die meisten Besucher kaufen ihre Karten direkt vor dem Spiel; sollten es am Sonntag einige mehr sein, könnte sich des Managers Wunsch zumindest fast erfüllen. Warteschlangen an den Stadion Kassen lassen sich bei großem Andrang nicht vermeiden, deshalb empfiehlt Dohmen: "Früh kommen, um das Spiel von Anfang bis Ende zu sehen!" Wegen Bauarbeiten ist der Eingang Fasanengarten am Sonntag gesperrt, dafür öffnen am Eingang Friedrichstaler Alle/Germania zusätzliche Kassen.


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