Aggressiv wie in Trier will Becker Erfurt bezwingen

Vor dem Spiel gegen Erfurt (Freitag, 19 Uhr) muss Trainer Edmund Becker seine Mannschaft umkrempeln: Dick fehlt gesperrt, Hassa verletzt. Zudem sind weitere Akteure angeschlagen. Masmanidis und Saenko kehren wahrscheinlich in den Kader zurück.

Von Andreas Eisinger
Nach dem Sieg in Trier muss der KSC am Freitagabend (19 Uhr) im Wildparkstadion seinen Nichtabstiegsrang verteidigen. Gegner Rot Weiß Erfurt bietet sich in Karlsruhe die letzte Möglichkeit, wenigstens rechnerische Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren. "Wir müssen so aggressiv auftreten wie am Sonntag", fordert Cheftrainer Edmund Becker von seiner Mannschaft. In der Sportschule Schöneck, wo sich die Blau Weißen auf das wichtige Heimspiel vorbereiten, stand am Donnerstagmorgen die Video Analyse des Trier Spiels auf dem Programm. So soll das Erfolgserlebnis von der Mosel für die anstehenden Aufgaben heiß machen.

Vor dem Spiel gegen Erfurt ist Becker gezwungen, seine Mannschaft kräftig durcheinander zu würfeln. Florian Dick fehlt gesperrt, Christian Hassa muss mit einer gebrochenen Hand sehr wahrscheinlich zuschauen und neben dem Langzeitverletzten Alexandar Mladenov fehlt möglicherweise auch Kai Oswald. Fast schon traditionell steht zudem hinter dem Einsatz von Godfried Aduobe und Bradley Carnell ein dickes Fragezeichen. Carnell plagt eine leichte Verletzung im Sprunggelenk, Aduobe hat muskuläre Probleme. "Nach der Saison müssen wir die beiden mal gründlich durchchecken", ist Becker unglücklich über die häufigen Leiden seiner beiden Leistungsträger. In der Startelf rückt Jan Männer aus dem Sturm ins rechte Mittelfeld, Oswald oder Carsten Rothenbach sollen Dick ersetzen. Möglich ist aber auch eine Rückkehr von Ioannis Masmanidis auf die linke Seite und Ivan Saenko ist ein Kandidat für die vakante Position in der Spitze. In der vergangenen Woche hatte Becker Saenko und Masmanidis aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen, der Verein hat ihnen mittlerweile eine Geldstrafe aufgebrummt.

"Ich will von ihnen auch keine Entschuldigung, davon kann ich mir nichts kaufen", berichtete Becker von der Reaktion der Spieler. "Sie müssen sich ändern, sich diszipliniert verhalten und auf dem Platz mehr Leistung zeigen." Dennoch glaubt der Coach, dass die Maßnahme ihre Wirkung nicht verfehlt hat und wird die beiden sehr wahrscheinlich ins Aufgebot zurückholen. Im Angriff sieht Becker aber den jungen Sebastian Freis gegenüber Saenko im Vorteil, wollte am Donnerstag aber noch die letzte Trainingseinheit abwarten. Sollte sich die Personalsituation aber entspannen, ist es möglich, dass Masmanidis und Saenko auch am Freitag fehlen werden.

Trotz des durchwachsenen Wetters hofft Manager Rolf Dohmen auch 15.000 Zuschauer und freut sich auf eine stimmgewaltige Kulisse: "Die Fans sind enorm wichtig für uns. In Trier ist ein Großteil mit dem Zug zu spät gekommen und erst zur zweiten Halbzeit im Stadion gewesen. Da hat man gehört, dass es auf einmal lauter wurde das motiviert."


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