Abschlussschwacher KSC geht in Fürth leer aus

Der KSC hat den Sprung aus den Abstiegsrängen verpasst. 0:1 verloren die Badener bei Greuther Fürth und stecken weiter mitten im Abstiegskampf. Gegen Oberhausen muss ein Sieg her, sonst droht sogar Platz 18.

Von Andreas Eisinger
Edmund Becker sah im Spiel ein Spiegelbild der bisherigen Spielzeit. "Von einer guten Leistung können wir uns nichts kaufen", sagte der KSC Trainer und war nach dem ersten Satz mit seinem Statement auf der Pressekonferenz nach dem Schlusspfiff auch schon fast am Ende. Bei Greuther Fürth hätten die Karlsruher aus den Abstiegsrängen klettern können, am Ende blieben die drei Punkte am Sonntag bei den Franken. Gegen harmlose "Kleeblätter" spielten die Blau Weißen zwar zu Beginn stark auf, ließen sich durch das Gegentor nach einer knappen halben Stunde aber wieder einmal völlig aus dem Konzept bringen.

Der KSC begann vor 8.860 Zuschauern mit Thomas Kies für Florian Dick auf der rechten Abwehr Seite außerdem kehrte Sean Dundee nach seiner Verletzungspause zurück in die Start Elf. Christian Hassa musste für den Angreifer auf der Bank bleiben, Jan Männer rückte von der Spitze zurück auf die rechte Mittefeldseite. Mit dieser offensiven Grundausrichtung bestimmten die Gäste das Spielgeschehen und verbuchten die besseren Einschuss Gelegenheiten für sich. Den ersten Warnschuss gab zwar der Fürther Petr Ruman knapp neben den Karlsruher Pfosten ab (11.), danach waren aber die Badener an der Reihe: Ioannis Masmanidis und Ivan Saenko wurden für ihre schöne Doppelpass Kombination nach sechs Minuten nicht belohnt, später verpasste Jan Männer eine Hereingabe von Saenko nur knapp (10.). Mitte der ersten Halbzeit zappelte der Ball sogar im Netz vom unsicheren Greuther Ersatzkeeper Sven Neuhaus, die Freude des vermeintlichen Torschützen hielt aber nur kurz an. Danny Schwarz hatte aufgelegt, Masmanidis abgestaubt aus Abseits Position, entschied das Schiedsrichter Trio um Norbert Grudzinski. Der 27 jährige Unparteiische bestritt sein erstes Profi Spiel und stimmte seinem Assistenten Detlef Thomssen zu; ein Fehler, denn das Tor war korrekt und hätte die verdiente KSC Führung bedeutet.

"Sowas ist ärgerlich", meinte der enttäuschte Danny Schwarz nach dem Auslaufen. "Man kann uns ja nicht vorwerfen, dass wir nicht gewollt hätten wir waren besser als Fürth, haben aber nur das eine Mal ins Tor getroffen." Kurz nach dem verwehrten Führungstreffer erzielte Christian Timm das Tor des Tags: Thomas Kies stand alleine gelassen in der Abwehr, kam gegen Vorlagen Geber Roerto Hilbert und Timm zu spät (26.).

Beide Teams vergaben nach dem Seitenwechsel Möglichkeiten zu weiteren Toren, den Anfang machten wieder die Gastgeber. Christian Weber verpasste sein Ziel um wenige Zentimeter (54.), nach einer Stunde sprang beim KSC Jan Männer der Ball in aussichtsreicher Position vom Fuß neben den Pfosten. Vier Minuten später ließ Bradley Carnell die größte Chance sträflich ungenutzt frei vor Neuhaus spielte der Südafrikaner unsauber ab, anstatt selbst den Abschluss zu suchen. Mit einem Kopfball 20 Minuten vor dem Ende sorgte Rückkehrer Dundee für Gefahr im Fürther Strafraum; Keeper Neuhaus bereitete der Ball aber keine große Mühe. Auch Kapitän Schwarz konnte nicht begreifen, warum sein Team solche Chancen ungenutzt ließ. "Unten drin passiert so was wohl manchmal", sagte Schwarz und zuckte mit den Schultern.

In der Tabelle sackt der KSC nach der Niederlage tiefer in den Abstiegs Sumpf ein: Weil Essen bereits am Freitag gepunktet und Ahlen gegen Frankfurt gewonnen hat, rutscht die Mannschaft von Edmund Becker auf Rang 16. 3 Zähler fehlen zum rettenden Ufer schon am Mittwoch beim Nachholspiel gegen Oberhausen (18.15 Uhr) können die Karlsruher Boden gutmachen. Ein Dreier gegen den Tabellen Letzten vom Niederrhein ist dabei Pflicht, sonst droht sogar die "rote Laterne".


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