Zum 90. Geburtstag

Zum 90. Geburtstag: Heinz "Pille" Ruppenstein wird KSC-Ehrenspielführer

Vereinsnews

Die gesamte KSC-Familie gratuliert Vereinslegende Heinz „Pille“ Ruppenstein von ganzem Herzen zum 90. Geburtstag. Dem Jubilar wurde heute zudem eine besondere Ehre zuteil: KSC-Präsidium und Vereinsrat ernannten den 90-Jährigen an seinem Geburtstag zum ersten Ehrenspielführer des Vereins! Glückwünsche und Urkunde überbrachte Vereinsrat Heiko Räther im Namen des KSC.

Von Vereinsrat Heiko Räther gab es heute die Urkunde zum Geburtstag.

Seinen Einstand beim Karlsruher Sport-Club hat Heinz Ruppenstein bis zum heutigen Tage nicht vergessen. Anlässlich der Einweihung des Wildpark-Stadions am 8. August 1955 gegen den amtierenden Deutschen Meister Rot-Weiß Essen (Endstand 2:2) durfte der Neuzugang ab der 70. Minute im Freundschaftsspiel mitmischen. Ein Gardinenvertreter aus dem Frankenland legte damals Trainer Adolf Patek „seinen“ Musterknaben Heinz Ruppenstein ans Herz. Eine für den KSC weise Entscheidung, den Dauerbrenner mit Kämpferherz zu verpflichten. Nach zweimaligem Probetraining war man sich einig und die 20-minütigen Gehversuche zur Stadionpremiere reichten aus, um den Leistungsnachweis zu erbringen. Fortan war Ruppenstein neun Jahre lang aus der Karlsruher Stammformation nicht mehr wegzudenken.

Rufnahme "Pille"
Der Fußballer aus Leidenschaft, den alle Welt seit den Kindheitstagen bis heute nur „Pille“ ruft, lies seine Freunde in Coburg vergeblich auf seine Rückkehr warten. Der nie verzagende Kämpfer dreht das Rad der Zeit zurück: „Obwohl ich mit 25 Jahren für einen Fußballer schon relativ alt war, habe ich es gepackt. Und darauf bin ich stolz.“

90 Jahre? Sieht man ihm nicht an!

Bereits am Ende seiner ersten Saison im Oberhaus konnte der stets unermüdlich rackernde Dauerläufer mit dem KSC den Gewinn der süddeutschen Meisterschaft feiern und trug in der anschließenden DM-Endrunde maßgeblich zum Finaleinzug der Badener bei. Im Endspiel gegen Borussia Dortmund musste sich der KSC jedoch mit 2:4 geschlagen geben. Doch nur rund fünf Wochen später, vermochte man den Schmerz der entgangenen deutschen Meisterschaft zumindest ein wenig lindern, da man zu diesem Zeitpunkt mit dem 3:1-Pokalsieg gegen den HSV im heimischen Wildpark den Titel verteidigen konnte. Obgleich Ruppenstein in den folgenden Jahren zweifellos zu den besten süddeutschen Außenläufern zählte, sollte ihm eine große internationale Karriere verwehrt bleiben - mehr als ein Einsatz in der B-Nationalmannschaft sprang nicht heraus. Dafür holte er jedoch mit dem KSC zwei weitere süddeutsche Meistertitel und führte 1960 als Mannschaftskapitän seine Farben im Düsseldorfer Rheinstadion abermals ins DFB-Pokalendspiel. Mit 2:3 wurde das Finale gegen den Außenseiter Borussia Mönchengladbach verloren.

Hinter Torwartlegende Rudi Fischer sicherte sich Heinz Ruppenstein den Rang des vereinsinternen Oberliga-Vizerekordspielers. Nachdem er, der beruflich lange Jahre bei der Karlsruher Lebensversicherung angestellt war, seine aktive Laufbahn im Anschluss an die erste Bundesligasaison beendet hatte, betätigte er sich zunächst einige Zeit als Co-Trainer beim KSC, ehe es ihn als hauptamtlichen Übungsleiter zum ASV Landau zog, den er 1969 zum Aufstieg in die südwestdeutsche Regionalliga führte.

Nach etlichen weiteren Stationen als Trainer im Amateurbereich verbringt der neue Ehrenspielführer des KSC seinen Lebensabend im Kreis seiner Familie.

Heinz Ruppenstein in Zahlen:

Beim KSC: 1955/56 bis 1963/64
Oberliga Süd: 209 Spiele, 29 Tore
Bundesliga: sechs Spiele
Endrundenspiel um die Deutsche Meisterschaft 1956, 1958, 1960: 16 Spiele, ein Tor
Süddeutscher Meister: 1956, 1958, 1960
Deutscher Vizemeister: 1956
Deutscher Pokalsieger: 1956
Pokalvizemeister: 1960
ein B-Länderspiel am 22. Oktober 1958 in Karlsruhe: Deutschland - Österreich 1:0
vier Repräsentativspiele für Süddeutschland


Match
Center
1:2
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