KSC gewinnt intensives Testspiel in Wiesbaden
Die Länderspielpause nutzte unser KSC am Freitagmittag (2. Oktober) für ein Testspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden. Nach frühem Rückstand trafen Marvin Wanitzek und Jason Ponente-Ramirez zum 2:1-Sieg.

Max Senfts Taktik
Zum Abschluss der zweiten Woche der laufenden Länderspielpause gastierte unser KSC für ein Testspiel beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit nutzte Chefcoach Max Senft die Partie, um weiter an den Abläufen unter Wettkampfbedingungen zu arbeiten. So schickte unser Coach bis auf die abwesenden Nationalspieler und die verletzten Kevin Wiethaup und Moritz Broschinski ein Personal aufs Feld, das auch im Ligaalltag regelmäßig zum Einsatz kommt und verzichtete bewusst auf personelle Rotation. Vor Keeper Hans Christian Bernat verteidigten Christoph Kobald, Marcel Franke, Héliton und Viktor Berg in der Viererkette. Tim Cievja, Lilian Egloff, Kapitän Marvin Wanitzek und Jason Ponente-Ramirez bildeten das Mittelfeld. Shio Fukuda und Noel Eichinger starteten im Angriff. Zum Kader zählte neben dem wiedergenesenen Sebastian Jung auch Enzo Crivelli, der seit Wochenbeginn bei unseren Blau-Weißen mittrainiert.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Intensiver Test – früher Rückstand
Zunächst verfolgte der Franzose das Geschehen von der Ersatzbank und konnte beobachten, wie seine Teamkollegen direkt gefordert waren. Beide Mannschaften schenkten sich in einem intensiv geführten Test keinen Zentimeter. In den Duellen ging es körperlich gut zur Sache. Unsere Blau-Weißen waren bemüht, im Spiel mit dem Ball den tiefstehenden und auf Umschaltmomente lauernden Gegner zu bespielen. Nach einem Ballverlust im Aufbauspiel bekam die Mannschaft von Neu-Trainer Jochen Seitz, unter dem Noel Eichinger beim 1. FC Lokomotive Leipzig 30 Spiele (elf Tore) bestritt, genau solch eine Kontergelegenheit und nutzte diese durch einen strammen Abschluss unter die Latte von Lukas Schleimer zur 1:0-Führung (7.). Im Anschluss änderte sich nicht viel am Spielgeschehen. Unser Fächerstadtclub ließ Ball und Gegner laufen, fand im kompakten Wiesbadener Abwehrverbund aber nur schwer eine Lücke. Die Gastgeber schalteten nach Ballgewinn schnell um und suchten den Abschluss. Unser wieder mal gut aufgelegter Schlussmann Hans Christian Bernat bewahrte unsere Mannschaft vor einem höheren Rückstand.
Aktivste Phase nach 30 Minuten – verdienter Ausgleich
Coach Senft gab wie gewohnt engagiert und lautstarke Kommandos von der Seitenlinie, um seine Jungs besser in die Partie zu bekommen. Das gelang nach rund einer halben Stunde immer mehr. Nach einem gut vorgetragenen Angriff über mehrere Stationen fand Noel Eichinger mit einer scharf getretenen Flanke von rechts im Zentrum keinen Abnehmer. Während Kapitän Marvin Wanitzek mit einem Freistoß in der Mauer hängenblieb (31.), köpfte Héliton nach einer Wanitzek-Ecke zu hoch (34.). Auch Tim Civeja verfehlte aus der Distanz per Flachschuss sein Ziel (38.). In dieser auffälligsten blau-weißen Phase, kamen unsere Offensivspieler um Wanitzek, Egloff und Co. ins Zocken. Ein Distanzschuss von Egloff wurde noch zur Ecke abgefälscht (40.). Nach diesem Standard wurde Tim Cievja im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Wanitzek souverän ins linke untere Eck zum verdienten 1:1-Pausenstand (42.).
Druckvolle zweite Halbzeit
Der zweite Abschnitt, den unsere Blau-Weißen mit Robin Himmelmann zwischen den Pfosten absolvierten, startete ähnlich intensiv und umkämpft wie der erste Durchgang. Unser KSC präsentierte sich nun konzentrierter im Ballbesitz und reduzierte dadurch die Ballverluste. Im Gegenpressing präsentierten sich die Senft-Schützlinge aggressiv und eroberten sich dadurch frühzeitig und im vordersten Drittel die Kugel. Dadurch spielte sich das Geschehen zu Beginn der zweiten Hälfte fast durchgehend in der Wiesbadener Hälfte ab. Nach einer guten Stunde brachte unser Cheftrainer in Sebastian Jung, Paul Scholl und Enzo Crivelli, der mit der Rückennummer 46 auflief, ein frisches Trio. Christoph Kobald, Héliton und Shio Fukuda verließen das Feld. Mitte der zweiten Halbzeit wurden die Hausherren auch in der Offensive mal wieder vorstellig und entwickelten vor allem nach Standards Gefahr. Doch unsere Hintermannschaft blockte aufmerksam ab oder hielt auch mal in Person von Paul Scholl den Kopf in die Schussbahn. Als ein Kopfball aufs Tor kam, war Robin Himmelmann zur Stelle (68.).
Verdienter Siegtreffer
Auf der anderen Seite läutete Kapitän Wanitzek mit einem Abschluss von der Strafraumkante (73.) und einem direkt getretenen Freistoß (75.) die Schlussphase ein. Unseren Blau-Weißen war anzumerken, dass sie diesen Test unbedingt für sich entscheiden wollten – und das sollte ihnen auch gelingen. Jason Ponente-Ramirez bekam auf der rechten Außenbahn den Ball, zog in den Strafraum, ließ sein Gegenspieler stehen und beförderte die Kugel mit einem wuchtigen Abschluss zum 2:1 ins Netz (82.). Damit belohnten sich unsere Blau-Weißen für eine Leistungssteigerung in Hälfte zwei.
Fazit & Ausblick
Nach diesem knackigen Test beim Drittligisten hat unsere Mannschaft ein freies Wochenende. Am Montagnachmittag (5. Oktober) um 16 Uhr startet mit einer öffentlichen Einheit die neue Trainingswoche, an deren Ende am Sonntag (11. Oktober, Anstoß: 13:30 Uhr) das Auswärtsspiel beim FC St. Pauli auf dem Programm steht.
Die Daten zur Partie
KSC: Bernat (46. Himmelmann) – Kobald (62. Jung), Franke, Héliton (62. Scholl), Bergh – Egloff, Civeja, Ponente-Ramirez, Wanitzek – Fukuda (62. Crivelli), Eichinger
Ergebnis: 1:2 (1:1)
Tore: 1:0 Schleimer (7.), 1:1 Wanitzek (42./Foulelfmeter), 1:2 Ponente-Ramirez (82.)
Schiedsrichter: Cristian Ballweg (SKG Bickenbach)
Gelbe Karten: -
Ort: Brita-Arena, Wiesbaden
Zuschauende: unter Ausschluss der Öffentlichkeit











