0:2-Auswärtsniederlage auf St. Pauli
Der 7. Spieltag der 2. Bundesliga stand an und wir waren am Sonntagmittag zu Gast auf St. Pauli. Das Spiel endete mit 2:0 für die Braun-Weißen und wir müssen weiter auf die nächsten Zähler warten. Alle Infos zur Auswärtsniederlage bei den Kiezkickern gibt es im Spielbericht zum Nachlesen.

Max Senfts Taktik
Die dreiwöchige Länderspielpause ist vorbei und unser Cheftrainer überraschte mit einem neuen Ansatz. Im Vergleich zum Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg gab es zwar nur eine personelle Änderung, aber Max Senft schickte unsere Mannschaft erstmals in einer Fünferkette auf den Rasen und ließ in einer 5-2-1-2-Formation spielen. Demnach gab es eine neu formierte Abwehrreihe bestehend aus Kobald, Franke und Sandro in der Innenverteidigung, Viktor Bergh startete auf der linken Schiene, Deniz Ofli bekleidete die rechte Außenbahn. Nach seiner Länderspielreise mit Madagaskar feierte Sandro sein Startelfdebüt beim KSC und rückte für Lilian Egoff in die erste Elf. Die Doppelsechs gaben unsere beiden U20-Nationalspieler: Danyal Zor und Rafael Pinto Pedrosa. In vorderster Reihe verzichtete Max Senft auf Rotation, Marvin Wanitzek spielte auf der Zehn, Louey Ben Farhat und Shio Fukuda bildeten das Sturm-Duo. Neben dem Langzeitverletzten Moritz Broschinski stand auch Héliton leider nicht zur Verfügung. Der Innenverteidiger fiel aufgrund von Oberschenkelbeschwerden leider aus.
Das Spiel in der Zusammenfassung
KSC defensiv gefordert
Nach den ikonischen Klängen von Hells Bells ertönte nur wenige Augenblicke später die Pfeife des Unparteiischen Lukas Benen und die Partie begann. Die Begegnung startete zunächst ruhig, ehe der FCSP in der vierten Minute den ersten Distanzschuss abfeuerte. Kurz darauf folgte die erste gefährliche Situation im badischen Strafraum. Nach einem Ballverlust im eigenen Aufbauspiel eroberte Youssoupha Niang den Ball und setzte im Sechzehnmeterraum zum Dribbling an, brachte den letzten Pass aber nicht an den Mann. Nur wenige Augenblicke später tauchte auch unser KSC das erste Mal vor St. Paulis Keeper Ben Voll auf: Nach einem Doppelpass mit Marvin Wanitzek zog Louey Ben Farhat aus 18 Metern ab, sein Abschluss wurde aber noch entscheidend geblockt. Das Spiel nahm so langsam Fahrt auf und so kamen die Kiezkicker über einen Umschaltmoment zur nächsten Gelegenheit, Hansi Bernat parierte aber gut. Auf der Gegenseite nahm sich Shio Fukuda nach elf Minuten den nächsten Abschluss. Der Japaner hatte auf halbrechter Position viel Platz und verfehlte nur knapp das lange Eck. Die größte Möglichkeit der Anfangsviertelstunde hatten aber die Braun-Weißen: Nach schnellem Zusammenspiel mit Ceesay hatte Youssoupha Niang nur noch Bernat vor sich und lief alleine auf unseren Schlussmann zu, dieser parierte glänzend und verhinderte damit vorerst den frühen Rückstand.
Gegentreffer nach einer halben Stunde
Nach einem Fehlpass der braun-weißen Hintermannschaft bekam die Elf von Max Senft in der 20. Minute den ersten Eckstoß der Partie. Wanitzeks Hereingabe landete auf dem Kopf von Kobald und der Ball zappelte im Netz, doch der Jubel hielt nicht lange an. Der Unparteiische Lukas Benen entschied sofort auf Freistoß für die Hausherren, da er ein Foulspiel von Sandro im Luftduell mit Smith abgepfiffen hatte. St. Pauli blieb unbeeindruckt vom vermeintlichen Führungstreffer und spielte mutig nach vorne. Vor allem über die Außen gelangen ihnen immer wieder gefährliche Vorstöße in unsere Hälfte, einen vielversprechende Torannäherung blieb allerdings aus – bis in Minute 32. Nach einem Ballgewinn im Zentrum schalteten die Kiezkicker blitzschnell und trieben das Leder in Person von Connor Metcalfe in Richtung des Karlsruher Gehäuses. Der Australier bediente den durchgestarteten Ceesay, der aus halbrechter Position ins kurze Eck vollendete und die 1:0-Führung für den FCSP erzielte. Nur wenige Zeigerumdrehungen später war es wieder die Nummer Neun der Kiezkicker, die einen langen Ball traumhaft mitnahm und auf das Karlsruher Tor zustürmte. In letzter Instanz kam Viktor Bergh in den Zweikampf und konnte den Torschuss blocken. Die Fächerstädter taten sich offensiv sehr schwer, wurden aber hin und wieder über Standardsituationen gefährlich. Kurz vor der Pause kamen die Kiezkicker durch Metcalfe noch einmal zum Abschluss, aber Franke schmiss sich in den Schuss und konnte blocken. Nach einem misslungenen Karlsruher Pass im Aufbau probierte es die Nummer 24 der Braun-Weißen mit einer Direktabnahme nur wenige Augenblicke später erneut, unsere Nummer Eins bügelte den Fehlpass selbst aus und parierte. Mit dem 0:1-Rückstand ging es in die Halbzeitpause.
Nächster Rückschlag nach der Pause
Unser KSC kam gut aus der Kabine und meldete sich in Person von Deniz Ofli direkt in der zweiten Hälfte an. Nach gutem Pass von Danyal Zor zog der Linksfuß nach innen und visierte das lange Eck an, sein Schlenzer wurde noch entscheidend abgefälscht, wodurch der Ball knapp am Tor vorbei ging. Doch nur kurze Zeit später gab es den nächsten Dämpfer. Nach einem scharf vor das Tor getretenen Freistoß von Smith ließ Ritzka die Kugel über den Hinterkopf streifen und vollendete unhaltbar ins lange Eck – 2:0 für den FC St. Pauli (51.). Doch die Senft-Elf steckte nicht auf und hatte nur drei Minuten später durch Shio Fukuda den Anschlusstreffer auf dem Fuß, scheiterte aber aus zentraler Position an Ben Voll. Unser KSC blieb weiter am Drücker und hatte in der 59. Minute den nächsten guten Abschluss von Viktor Bergh: Der linke Schienenspieler kam nach einem geklärten Eckball aus dem Rückraum zum Abschluss, die Kugel blieb aber an einem Verteidiger der Heimmannschaft hängen. Nach einer guten Stunde hatte der FCSP die Chance auf 3:0 zu stellen: Eine Flanke von rechts landete nach einem unglücklichen Klärungsversuch vor den Füßen von Oppie. Der Außenverteidiger verzichtete auf den Abschluss und legte stattdessen quer auf Fujita, dieser schoss aus zwölf Metern knapp drüber.
Dreifach-Wechsel für frischen Wind
Nachdem Max Senft verletzungsbedingt Kevin Wiethaup für Rafael Pinto Pedrosa brachte, folgte der nächste Wechsel kurz darauf. Mit Jason Ponente-Ramirez, Lilian Egloff und Sebastian Jung kamen drei neue Kräfte und sollten neuen Schwung in die Partie bringen. Die Einwechslungen taten unserem Angriffsspiel sehr gut, Egloff fand mit seiner ersten Aktion Wiethaup im Rückraum, letztlich kam aber kein Torschuss zustande (71.). Fukudas Kopfball nach Jungs Hereingabe kam kurz darauf zu zentral auf den Kasten von Ben Voll und stellte den FCSP-Keeper somit vor keine großen Probleme. In der 83. Minute nahm Schiedsrichter Lukas Benen den zweiten Treffer des KSC an diesem Sonntagmittag zurück. Kevin Wiethaup versuchte am Strafraumrand den Ball auf Fukuda durchzustecken, sein Pass kam aber nicht an. Über Umwege landete der Ball bei Lilian Egloff, der daraufhin aus dreizehn Metern flach ins linke Eck einschob. Aufgrund einer Abseitsposition unserer Nummer 25 wurde der Treffer vom VAR aber wieder einkassiert. In der 90. Minute gewann der eingewechselte Jones das Laufduell gegen Wiethaup und probierte es im kurzen Eck, aber Hansi Bernat war zur Stelle. In der siebenminütigen Nachspielzeit schmissen die Blau-Weißen nochmal alles nach vorne, konnten den Ball an diesem Nachmittag aber nicht mehr im Tor unterbringen. So endete die Partie mit einer 0:2-Niederlage für unseren KSC und wir reisen ohne Punkte zurück nach Karlsruhe.
Fazit & Ausblick
Das Comeback nach der Länderspielpause hatten wir uns sicherlich alle anders gewünscht. Die Einwechslungen in der zweiten Hälfte brachten neuen Schwung in die Partie, konnten die Niederlage aber nicht abwenden. Dass direkt zwei Treffer nicht zählten, schmeckt bitter, bleibt am Ende des Tages aber nur eine Randnotiz.
Nächste Woche empfangen wir am Sonntag, den 18. Oktober um 13:30 Uhr den SV Darmstadt zuhause im BBBank Wildpark und greifen die nächsten Punkte an.
Die Daten zur Partie
FC St. Pauli: Voll – Pyrka, Nemeth, Ritzka (Dzwigala 82.), Oppie – Smith, Fujita, Rasmussen (Klein 73.), Metcalfe (Hrgota 82.) – Niang (Kaars 68.), Ceesay (Jones 73.)
KSC: Bernat – Ofli, Kobald, Franke, Sandro (Jung 70.) Bergh (Ponente-Ramirez 70.), (Pinto Pedrosa (Wiethaup 68.), Zor (Civeja 80.), Wanitzek – Fukuda, Ben Farhat (Egloff 70.)
Ergebnis: 2:0
Tore: 1:0 Ceesay (32.), 2:0 Ritzka (51.)
Gelbe Karten: 87. Hrgota | 34. Sandro, 48. Wanitzek
Schiedsrichter: Lukas Benen
Ort: Millerntor-Stadion
Zuschauende: 29.546











