01.06.2015 - 21:50

Relegation: KSC unterliegt dem HSV

Der KSC hat die Sensation verpasst und spielt auch im nächsten Jahr wieder in der Zweiten Fußballbundesliga. Im Relegationsrückspiel mussten sich die Blau-Weißen im ausverkauften Wildparkstadion dem Hamburger SV nach Verlängerung mit 1:2 (0:0) geschlagen geben.

Aus dem Wildpark berichtet Matthias Hahn
Beide Mannschaften wirkten von Beginn an sehr präsent und waren sofort im Spiel. Während dem KSC im Mittelfeld die Anfangsminuten gehörten, versuchte es der HSV vor allem mit Schüssen aus der zweiten Reihe. So beispielsweise durch Lasogga (5.), dessen Schuss aus etwa 20 Metern nur knapp am rechten Pfosten vorbeiging. Nach einer Viertelstunde gewannen die Hanseaten dann immer mehr die Oberhand im Mittelfeld und setzten den tief stehenden KSC mit hohen Bällen in den Strafraum unter Druck. Die Blau-Weißen taten sich schwer gegen das gut organisierte Mittelfeld der Hamburger. In der 29. Minute versuchte sich Yamada mit einem Drehschuss aus halbrechter Position, doch Adler konnte den Schuss problemlos entschärfen. In der 40. Minute hatte der KSC Glück, dass Lasogga die Hereingabe von Holtby mit dem Kopf nicht in einer Torecke unterbringen konnte und den Ball stattdessen aus 6 Metern in die Hände von Orlishausen platzierte. Kurz vor der Halbzeit waren es die Blau-Weißen, die nach einem Freistoß von Valentini durch einen Kopfball von Gordon noch einmal zu einer Möglichkeit kamen, doch der Ball verfehlte das Tor von Adler deutlich.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Gäste die insgesamt gefährlichere Mannschaft und kamen durch Lasogga und Olic zu weiteren Chancen. Da beide im Abschluss die Genauigkeit vermissen ließen, blieb es zunächst beim 0:0. Die 27986 Besucher sahen in der 62. Minute nach einem Querpass von Krebs einen Distanzschuss von Nazarov, der das Tor nur knapp verfehlte. Die beste Möglichkeit hatten die Blau-Weißen dann aber in der 63. Minute. Nach einer Hereingabe von Valentini verpasste der mit nach vorne gestürmte und einschussbereite Gordon den Ball nur um Haaresbreite. Der KSC fand in dieser Phase wieder besser ins Spiel und erarbeitete sich weitere Möglichkeiten. Eine davon hatte Gulde in der 69. Minute. Nach einem Eckball von rechts kam er im HSV Strafraum ungehindert zum Kopfball und Diaz konnte den Ball gerade noch von der Linie kratzen. Aber auch die Gäste blieben stets gefährlich. Vor allem ganz vorne durch Lasogga, der immer wieder gesucht und auch gefunden wurde. So auch in der 77. Minute, in der er aus kürzester Distanz aufs Tor köpfte; Orlishausen parierte in Erstligamanier. In der 78. Minute hatte dann der eingewechselte Reinhold Yabo seinen großen Auftritt. Nach einem Heber von Hennings in den Rücken der Hamburger Abwehr war Yabo durch und schob den Ball durch die Beine von Adler hinein zum 1:0. Die Labbadia-Truppe warf nun alles nach vorne und hatte auch zahlreiche Möglichkeiten, den 1:1-Ausgleich zu erzielen. Dies gelang in der 90. Minute nach einem Freistoß von Diaz aus 15 Metern Torentfernung.

Damit war das Ergebnis aus dem Hinspiel wiederhergestellt, sodass die Partie in die Verlängerung ging. Darin erholte sich der KSC recht schnell vom Gegentor und kämpfte sich zurück ins Spiel. In der 103. Minute schnappte sich Dimitrij Nazarov den Ball, um dann am rechten Strafraumeck abzuziehen. Die Kugel flog nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Eine weitere Möglichkeit hatte Valentini in der 105. Minute. Doch sein Freistoß aus 20 Metern Torentfernung landete über dem Tor von Adler. Auch der Bundesliga-Dino sorgte immer wieder für große Gefahr im KSC-Strafraum. Allen voran Lasogga, der die blau-weiße Hintermannschaft mehrfach auf die Probe stellte. In der 116. Minute war es dann geschehen und Nicolai Müller besorgte den 1:2-Siegtreffer für die Hanseaten. Damit war die Partie für den KSC leider gelaufen. Die Hausherren bekamen zwar noch einen Elfmeter zugesprochen, doch den verschoss Hennings (120.) und so blieb es am Ende bei einem 1:2 für den HSV, der damit erstklassig bleibt, während der KSC erneut in der zweiten Liga spielt.

Stenogramm

Karlsruher SC:
Orlishausen - Valentini, Gordon, Gulde, Max (85. Kempe) - Meffert, Krebs (89. Stoll) - Torres, Nazarov - Yamada (72. Yabo) - Hennings
Trainer: Markus Kauczinski
Bank: Vollath, Barry, Micanski, Sallahi

Hamburger SV:
Adler - Diekmeier, Djourou, Rajkovic, Ostrzolek - Diaz, van der Vaart - Olic (77. Müller), Holtby (67. Stieber), Ilicevic (86. Cleber) - Lasogga
Trainer: Bruno Labbadia
Bank: Brunst, Beister, Jiracek, Marcos

Tore:
1:0 - Yabo (78.)
1:1 - Diaz (90.)
1:2 - Müller (115.)

Gelbe Karten:
van der Vaart (48.), Diaz (56.), Rajkovic (64.), Krebs (87.), Cleber (100.), Nazarov (121.)

Zuschauer: 27986

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Assistenten: Guido Kleve, René Rohde, Marco Fritz (4. Offizieller)

Die Partie im Ticker
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