8. Spieltag
Karlsruher SC
1:3
FC St. Pauli
( 0:2 )
Zuschauerzahl: 12500
Schiedsrichter: Winter (Hagenbach)
Austragungsort: BBBank Wildpark
Spielplan

Eichner: „Den Gegner in unsere Welt zu bringen – darum wird es gehen“

Vorberichte

Es ist Donnerstag-Nachmittag, es ist Vorbericht-Zeit! Am Samstagmittag empfangen wir mit den Kiezkickern des FC St. Pauli den nächsten Traditionsclub der 2. Fußball-Bundesliga im BBBank Wildpark. Anpfiff ist um 13:30 Uhr. Gemeinsam mit Christian Eichner schauen wir auf die anstehende Partie voraus.

Die kommende Partie

Mit dem FC St. Pauli kommt ein starker Gegner auf uns zu. Die Kiezkicker sind mit 13 Punkten aus sieben Spielen gut in die Saison gekommen und belegen aktuell den 3. Tabellenplatz. "Es ist ein richtig guter Gegner – ich glaube punktemäßig die beste Mannschaft 2021. Das alleine sagt schon einiges aus. Sie haben eine brandgefährliche Offensive, haben Qualität, sie haben Wucht", so Christian Eichner. Vor allem Guido Burgsteller sorgt bei unseren Gästen immer wieder für Gefahr. Mit seinen fünf Saisontoren ist er ähnlich gefährlich vor dem Tor wie Philipp Hofmann, es gilt also seine Kreise einzuengen.

"Den Gegner in unsere Welt zu bringen – darum wird es gehen. Und unsere Welt muss sich nicht gut anfühlen. Ich glaube, dass bei St. Pauli ein großer Fokus auf dem Spiel mit Ball ist. Nicht, dass wir den nicht haben. Aber wir kommen in vorderster Front über das ein oder andere Attribut und dafür muss man sich auch nicht entschuldigen", so Eichner im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Wir stehen schon für eine gewisse Unterhaltung. Das ist etwas, was die Jungs sich verdient haben. Es macht Spaß, ihnen zuzuschauen. Und wir wollen unterhalten. Aber wir wollen auch Spiele gewinnen."

Der Appell des 38-Jährigen geht auch an die Fans im BBBank Wildpark: "Wir werden vorbereitet sein, aber wir werden auch das Publikum in jeder Minute des Spiels brauchen, um ein Gefühl reinzubringen, dass es sehr, sehr schwer sein wird, in Karlsruhe etwas zu holen" – 12.500 Zuschauer sind am Samstag zugelassen.

KSC-Personal

"Jannis Rabold ist wieder zurück und auch Robin Bormuth hat seine 'Kleinigkeit' (leichte Überdehnung der Kapsel im Sprunggelenk) gut überstanden, damit können wir mit ihm fest planen für’s Wochenende. Allerdings ist natürlich aktuell trotzdem alles etwas auf Kante genäht bei uns." Besonders natürlich, weil auch Kapitän Jerôme Gondorf noch nicht wieder mitwirken kann. "Er ist noch vom alten Schlag, er setzt mal ein Foul, einen Reizpunkt, er ist mal unangenehm. Solche Typen sind nicht mehr so oft im Fußball auf dem Platz, aber extrem wichtig", betont Eichner. Dennoch: "Wir brauchen die anderen drumherum genauso. Marvin Wanitzek und Kyoung-Rok Choi haben am Freitag gegen Schalke mit Leistung geführt."

Die Lage in Liga 2

Auch der 8. Spieltag ist gespickt mit Traditionsduellen! So empfängt beispielsweise Rostock am Samstagabend Schalke 04, der 1. FC Nürnberg ist am Sonntag beim HSV zu Gast und Bremen gastiert in Dresden. Am Freitagabend kommt es zum Duell der Gegensätze. Regensburg als Tabellenzweiter empfängt das Schlusslicht aus Aue. Auch die beiden Clubs mit neuen Trainern müssen auswärts ran. Kiel als 15. muss zum aktuellen Tabellenführer aus Paderborn, Sandhausen (16.) duelliert sich mit Hannover (12.)

Das selbstgemachte Trikot

Vorberichte

Der FC St. Pauli ist wohl einer der kultigsten Clubs, die der deutsche Profifußball zu bieten hat. Seit dieser Spielzeit gehen die Kiezkicker auf ihrem individuellen Weg noch einen Schritt weiter und spielen in selbst produzierten Trikots. Bei "Gegner im Detail" erfahrt ihr die Hintergründe zum selbstgemachten Trikot.

Seit der Saison 2021/22 produziert unser kommender Gegner seine Trikots selbst. Der Vertrag mit dem alten Ausrüster Under Armour wurde nicht verlängert. Eine Trikotmarke, bei uns Macron, haben die „Hemden“ der Kiezkinder aber natürlich trotzdem. „DIIY“ (Abkürzung für: Do it, improve yourself; Tu es, verbessere dich) steht auf der rechten Brust geschrieben.

Hergestellt wird das Alles in der Türkei. Dort wird besonders auf Nachhaltigkeit und faire Bedingungen geachtet. Der Hersteller aus der Türkei ist nämlich kein Unbekannter für die Hanseaten. Dort lässt der Club von der Reeperbahn schon lange seine Merchandise-Artikel herstellen. So möchte man den Überblick über die Arbeitsbedingungen behalten, unter denen die Spielkleidung gefertigt wird. In die Wege geleitet wurde das Ganze schon 2016. Damals haben die Fans bei einer Mitgliederversammlung entschieden, dass alle Produkte des FC St. Pauli nachhaltig und fair produziert werden sollen.

Nachhaltig wird beim ganzen Trikot großgeschrieben. „DIIY“ setzt bei den Trikots auf 100% Polyester aus Recyclingplastik. Zudem sind einige Materialien bei St. Paulis Produkten mit dem bluesign-Siegel zertifiziert. Dieses ist nur zu bekommen, wenn strenge Kriterien in Sachen Umweltschutz und Transparenz bei allen Produktionswegen gewährleistet werden.

Typisch für den FC St. Pauli ist auch die braune Trikotfarbe, die sich seit Jahren beim Heimtrikot etabliert hat. Im Kragen prangert der Slogan „Kein Fußball den Faschisten“ und zeigt die linke Ausrichtung der Kiezkicker.

KSC muss sich zuhause St. Pauli geschlagen geben

Spielberichte

Bei bestem Fußballwetter zeigte sich der KSC gegen den FC St. Pauli kämpferisch und hatte gute Phasen, fing sich aber dennoch drei (mitunter unglückliche) Gegentore ein. Der Endstand von 1:3 bedeutet die erste Heimniederlage der laufenden Saison.

Christian Eichners Taktik:
Der KSC ging das Duell mit St. Pauli im 4-1-4-1-System an. Dabei setzte Christian Eichner auf Tim Breithaupt vor der Viererabwehrkette und Philipp Hofmann im Sturmzentrum. Für den verletzten Sebastian Jung kam erneut Marco Thiede auf der rechten Abwehrseite zum Einsatz, im Mittelfeld agierten Marc Lorenz, Kyoung-Rok Choi, Marvin Wanitzek und Fabio Kaufmann.

Das Spiel in der Zusammenfassung:

Gute Starts kennen wir ja inzwischen! Auch gegen den FC St. Pauli begann der KSC als das aktivere Team und kam mit einer Philip Heise-Flanke bereits in der 1. Minute zur ersten Offensivaktion. Die Badener hatten in der ersten Viertelstunde mehr vom Spiel, in Führung gingen dann allerdings die Gäste. Über die linke Seite kamen sie mit Guido Burgstaller und Maximilian Dittgen vor Marius Gersbecks Tor, der den Abschluss von Dittgen beim Abwehrversuch mit dem Arm unglücklich ins eigene Tor lenkte (13.). Die Blau-Weißen ließen sich vom Rückstand nicht beirren und suchten weiter den Weg nach vorne. Doch auch die Hamburger hatten nun mehr Aktionen in der Karlsruher Hälfte, sodass Gersbeck sich in der 22. Minute im Eins-gegen-Eins stark gegen Burgstaller durchsetzen musste, um die Zwei-Tore-Führung der Braun-Weißen zu verhindern.

Umstrittene Elfmeterentscheidung
Bis kurz vor der Pause flachte die Partie dann etwas ab, Christoph Kobalds Kopfball nach einer Ecke blieb einer der wenigen Höhepunkte (33.) Doch je näher der Pausenpfiff rückte, desto mehr wollten es sowohl die Badener als auch die Hamburger noch einmal wissen. Nach einem Querpass von Choi am Sechzehner zog Philip Heise ab, FCSP-Torhüter Nikola Vasilj konnte gerade noch zur Ecke klären (40.). Auf diese Aktion folgte ein umstrittener Pfiff des Schiedsrichters – Foulelfmeter für St. Pauli. Daniel Kofi-Kyereh kam im blau-weißen Strafraum zu Fall, Breithaupt wurde als Übeltäter identifiziert – sofern es denn einen gegeben hat. Guido Burgstaller verwandelte sicher ins rechte untere Eck (45.). Mit dem unglücklichen 0:2-Rückstand ging es für beide Teams kurze Zeit später in die Kabinen.

Später Anschlusstreffer
Nicht mehr zurück auf den Rasen kam daraus Fabio Kaufmann, in Halbzeit Zwei sollte für ihn Fabian Schleusener ran. Am auffälligsten zeigte sich zunächst aber Philipp Hofmann, der mit einer Reihe guter Chancen auf sich aufmerksam machte. Erst versuchte der Sturmtank es in der 53. Minute mit einem schönen Seitfallzieher, wenig später mit einem wuchtigen Kopfball (56.). Doch der Anschlusstreffer sollte einfach nicht sein. Im Gegenzug kamen die Gäste aus Hamburg zu ihrem dritten Tor. Burgstaller legte ab auf Kyereh, der das Leder etwas glücklich im Karlsruher Tor unterbrachte (59.). Damit war im BBBank Wildpark wohl die Vorentscheidung gefallen, auf die Eichner mit der Einwechslung von Dominik Kother, Kilian Jakob und Malik Batmaz reagierte – ganz vorbei sollte es also noch nicht sein. Gemäß dieser Einstellung präsentierte sich der KSC nun auch und drängte auf den ersten blau-weißen Treffer. Diesen besorgte zehn Minuten vor Schluss dann auch Fabian Schleusener. Aus kürzester Distanz kam die Nummer 24 nach einer Flanke an den Ball und zimmerte ihn unter die Latte (79.).

Starke Unterstützung der Fans
Das Publikum im BBBank Wildpark trieb die Badener nun voran und wollte mehr sehen, die Männer in Blau und Weiß auf dem Platz zeigten sich entsprechend kämpferisch. Allerdings verging in der Folge zu viel Zeit, in der die Karlsruher zu keinen klaren Torchancen kamen. Zwar nutzten sie auch die vier Minuten Nachspielzeit noch einmal und zeigten gute Aktionen, es sollte aber beim Stand von 1:3 aus Badener Sicht bleiben.

Fazit und Ausblick:
Durch eine unglückliche Aktion von Marius Gersbeck geriet der KSC am heutigen Tag in Rückstand, zeigte aber auch nach der zwischenzeitlichen Drei-Tore-Führung der Gäste eine kämpferische Leistung. Das gilt es also mitzunehmen ins nächste Spiel, wenn es gegen den aktuellen Tabellenführer Jahn Regensburg geht (Samstag, 02. Oktober, 13:30 Uhr).

Die Übersicht:
Karlsruher SC:
Gersbeck – Heise (63. Jakob), Kobald, Bormuth, Thiede – Breithaupt – Lorenz (63. Batmaz), Choi (63. Kother), Wanitzek – Kaufmann – Hofmann
FC St. Pauli: Vasilj – Paqarada, Medic, Ziereis, Zander – Hartel, Aremu, Irvine (75. Benatelli) – Dittgen (75. Buchtmann), Kyereh (84. Makienok), Burgstaller

Tore: 0:1 Dittgen (13.), 0:2 Burgstaller (FE, 45.), 0:3 Kyereh (59.)
Gelbe Karten: Eichner (44.), Hofmann (53.), Choi (55.), Thiede (85.), Kobald (88.)| Irvine (71.), Hartel (72.)
Ort: BBBank Wildpark
Zuschauer: 12.500
Schiedsrichter: Nicolas Winter

8. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
2:1 24.09.2021 18:30h
:
3:2 24.09.2021 18:30h
:
1:3 25.09.2021 13:30h
:
1:2 25.09.2021 13:30h
:
0:2 25.09.2021 20:30h
:
1:2 25.09.2021 13:30h
:
2:2 26.09.2021 13:30h
:
1:2 26.09.2021 13:30h
:
3:0 26.09.2021 13:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
Jahn Regensburg
8 5 2 1 18:8 10 17
2.
FC St. Pauli
8 5 1 2 16:8 8 16
3.
1. FC Heidenheim
8 4 3 1 10:6 4 15
4.
SC Paderborn 07
8 4 2 2 17:8 9 14
5.
1. FC Nürnberg
8 3 5 0 11:7 4 14
6.
Dynamo Dresden
8 4 1 3 13:8 5 13
7.
Hamburger SV
8 3 4 1 14:10 4 13
8.
FC Schalke 04
8 4 1 3 13:11 2 13
9.
Karlsruher SC
8 3 3 2 12:9 3 12
10.
Werder Bremen
8 3 2 3 11:12 -1 11
10.
Fortuna Düsseldorf
8 3 2 3 11:12 -1 11
12.
SV Darmstadt 98
8 3 1 4 15:12 3 10
13.
Hannover 96
8 3 1 4 7:12 -5 10
14.
Holstein Kiel
8 2 2 4 9:17 -8 8
15.
Hansa Rostock
8 2 1 5 8:14 -6 7
16.
SV Sandhausen
8 2 1 5 7:14 -7 7
17.
FC Ingolstadt 04
8 1 1 6 6:20 -14 4
18.
Erzgebirge Aue
8 0 3 5 5:15 -10 3
Karlsruher SC
TOR Gersbeck
DEF Thiede
DEF Bormuth
DEF Kobald
DEF Heise
MIT Breithaupt
MIT Choi
MIT Wanitzek
MIT Kaufmann
MIT M. Lorenz
ANG P. Hofmann
Auswechselbank
TOR Kuster
Gordon
Irorere
Rabold
Cueto
Eingewechselt
Schleusener
Batmaz
Kother
Jakob
FC St. Pauli
TOR Vasilj
DEF Zander
DEF Ziereis
DEF Medic
DEF Paqarada
MIT Aremu
MIT Irvine
MIT Hartel
MIT Kyereh
ANG Burgstaller
ANG Dittgen
Auswechselbank
TOR Smarsch
Beifus
Dzwigala
La. Ritzka
Eingewechselt
Benatelli
Buchtmann
Makienok
J. Lawrence

Match
Center
2:1