3. Spieltag
SV Sandhausen
0:0
Karlsruher SC
( 0:0 )
Schiedsrichter: Aarnink (Nordhorn)
Austragungsort: BWT-Stadion am Hardtwald
Spielplan

Daten & Fakten: Sandhausen seit 26 Jahren ohne Abstieg

Vorberichte

Nach dem Pokal ist vor der Liga. Am 3. Spieltag der laufenden Zweitliga-Saison geht es morgen ab 13:30 Uhr für den KSC im BWT-Stadion am Hardtwald wieder um drei Punkte. Vorab haben wir für euch die "Daten & Fakten" zum Nachbarschaftsduell parat.

Dauerbrenner in Liga 2:

Der SV Sandhausen ist von allen 18 Teams die zweitlängste Zeit am Stück in der 2. Bundesliga. Einzig der FC St. Pauli übertrumpft die Weiß-Schwarzen mit ihrer elfjährigen Ligazugehörigkeit um eine Saison.
Trotz der zehn Spielzeiten im Unterhaus des deutschen Fußballs sind die Sandhäuser in der ewigen Zweitligatabelle lediglich auf Platz 49 und somit noch hinter den schon lange nicht mehr existenten Clubs Blau-Weiß 90 Berlin und SG Union Solingen.
Bemerkenswert: der letzte Abstieg des SVS liegt schon 26 Jahre zurück. Damals stieg man von der Regionalliga Süd in die Oberliga Baden-Württemberg ab. Cheftrainer der Nordbadener war damals übrigens Hans-Jürgen Boysen, der in den frühen 1980ern 115-mal für den KSC auflief.

Zahlen sprechen für den KSC:

Das Nachbarschaftsduell wurde in der Geschichte beider Clubs bereits 13-mal ausgetragen. In sieben Spielen ging der KSC als Sieger vom Platz, dreimal kam es bisher zur Punkteteilung und wiederum dreimal hatten die Blau-Weißen das Nachsehen. Das erste Aufeinandertreffen ereignete sich im August 1993 in der 1. Runde des DFB-Pokals. Durch Doppelpacks von Manfred Bender und Sergei Kirjakow ging der KSC damals mit 4:1 als Sieger aus der Partie. Das nächste Mal begegneten sich die beiden nordbadischen Teams erst 20 Jahre später ebenfalls im August in der 2. Bundesliga.

Treffsicherheit vs. Torflaute:

Sechs Tore aus den ersten beiden Spieltagen. Keine Mannschaft in Liga zwei erzielte bisher mehr Treffer als der Karlsruher SC. Hinzukommen noch die vier Buden aus dem Pokalspiel gegen Lotte. Bei Sandhausen steht hingegen noch kein einziger Treffer auf der Haben-Seite. In den drei bisher absolvierten Pflichtspielen musste SVS-Schlussmann Drewes dafür aber schon neunmal hinter sich greifen.

Viele Abgänge, viele Neuzugänge:

Zum Ende der letzten Spielzeit verabschiedete der SV Sandhausen 14 Spieler aus ihren Reihen. Nur der FC Schalke 04 hatte mehr Abgänge zu verzeichnen, nämlich 23. Unter den Fortgehenden befand sich mit Kevin Behrens der Topstürmer der Weiß-Schwarzen. In der abgelaufenen Saison erzielte dieser 13 Treffer für den SVS. Im Juli verließ der 30-jährige die Kleinstadt Sandhausen für die Millionen-Metropole Berlin, um künftig für den 1. FC Union zu stürmen.
Wenn viele gehen, müssen logischerweise auch wieder viele kommen. Sandhausens sportlicher Leiter Mikayil Kabaca wurde auf dem Transfermarkt aktiv und verpflichtete zwölf neue Akteure für den Kader der Profimannschaft. Die bekanntesten Neuen beim SVS sind Innenverteidiger Immanuel Höhn, Mittelfeldmann Gianluca Gaudino und Angreifer Pascal Testroet. Höhn ist mit 29 Jahren im sagenumwobenen „besten Fußballeralter“, hat in seiner bisherigen Karriere aber schon so einiges erlebt. 54 Bundesligaspiele und 124 weitere in der 2. Bundesliga machen den Defensivspezialisten zum Routinier in der Sandhäuser Abwehr.
Gianluca Gaudino kommt vom Schweizer Serienmeister Young Boys Bern in den Hardtwald. Der Sohn des ehemaligen deutschen Nationalspieler Maurizio, entstammt der Jugendabteilung des FC Bayern München und stand für diesen auch schon in der Champions League auf dem Rasen. Der Dritte im Bunde ist mit Pascal Testroet kein Unbekannter beim KSC. Dem ehemaligen Aue-Angreifer gelangen in der vergangenen Saison am zwölften Spieltag zwei Treffer und zwei weitere Vorlagen beim 4:1-Sieg gegen Christian Eichners Mannschaft. Ob der gebürtige Münsterländer in der morgigen Partie auf dem Platz stehen wird ist allerdings noch ungewiss. Zuletzt hatte der Angreifer mit Beschwerden an der Achillessehne zu kämpfen.

Eichner: „Wir versuchen unsere Art und Weise durchzudrücken.“

Vorberichte

Die kürzeste Auswärtsfahrt der Saison steht wieder an! Nicht nur das KSC-Team ist heiß auf das Hardtwald-Duell, sondern auch die 700 mitreisenden Fans im restlos ausverkauften Auswärtsblock. Im Vorfeld auf die Begegnung am Samstagmittag blickte Christian Eichner auf die aktuelle Ausgangslage, die personelle Situation und unsere nordbadischen Nachbarn.

Die kommende Partie 

Die perfekte Punkteausbeute gegen Sandhausen aus der Vorsaison spielt für unseren Cheftrainer keine Rolle. Eine Konsequenz aus den beiden Siegen „hat es für die Mannschaft und für das Trainerteam 0,0“. Ganz im Gegenteil: der Sulzfelder erwartet eine enge Partie, die stellvertretend für die 2. Bundesliga stehen wird. Daher sieht Eichner seine Mannschaft am 3. Spieltag auch nicht in der Favoritenrolle. Stattdessen meint er: „Wenn man sich die Ergebnisse jede Woche anschaut, dann weiß ich nicht, ob überhaupt jemand als Favorit in eine Partie geht.“  
Die bessere Ausgangslage für die Partie hat aber zweifelsohne der KSC. Zwei Siege aus zwei Spielen stehen einem leeren Punktekonto des SVS gegenüber. 
„Aufgrund der Drucksituation, die sicherlich auf der anderen Seite liegt, werden eher die Basisdinge im Vordergrund stehen“. Damit meint unser Cheftrainer Faktoren wie Physis und gewonnene Luftzweikämpfe, die am Samstag spielentscheidend sein könnten. 
Ein möglicher Grund für den Stotterstart der Sandhäuser ist die große personelle Fluktuation im Kader: „Da ist es normal, dass nicht gleich alles hundertprozentig läuft.“   
 
Die Marschroute formulierte unser Chefcoach indes klar und deutlich. Man müsse am Samstag „bereit sein, gewisse Lücken zu schließen“ und „die eigene Box zu schützen“. Dies soll seine Mannschaft „mit einer riesengroßen Freude“ erledigen. Außerdem kommt es nach Eichners Ansicht darauf an, wieder eine gute Mischung aus spielerischer Finesse und zweitligatypischer Robustheit zu finden. Gelingt das, so sieht der Trainer „unsere Mannschaft auf einem guten Weg“. 

KSC-Personal 

Im Vergleich zum Pokalspiel am vergangenen Montag gegen Lotte gibt es eine erfreuliche personelle Änderung. Philip Heise kehrt nach seiner überstandenen Magen-Darm-Erkrankung in das Aufgebot zurück und ist für das Sandhausen-Spiel einsatzbereit.  
Weiterhin verzichten muss Christian Eichner auf die beiden Langzeitverletzten Paul Löhr und Leon Jensen. 

Die Lage in Liga 2

 Auch nach zwei absolvierten Ligaspielen hat die Tabelle noch keine wirkliche Aussagekraft. Den KSC ganz oben zu sehen, ist ohne Frage eine schöne Momentaufnahme, man dürfe aber nicht vergessen, dass noch an 32 Spieltagen Punkte vergeben werden. 
Den Anfang macht heute Abend Schalke 04 zuhause gegen Erzgebirge Aue und die beiden Hamburger Clubs im Stadtderby. In den Parallelspielen zu unserer Begegnung werden sich Kiel mit Regensburg und Nürnberg mit Düsseldorf messen. Für das Samstagabendspiel reist Hannover 96 nach Sachsen zur Partie gegen Dynamo Dresden. Am Sonntag folgt dann noch das Zweitliga-Triplett bestehend aus den Spielen Bremen - Paderborn, Darmstadt - Ingolstadt und die Wiederholung der DFB-Pokal-Partie Heidenheim - Rostock. Spannung bleibt also weiter garantiert!  

Im Fanradio und über den Liveticker könnt ihr das Spiel live mitverfolgen!

Nur 40 km Entfernung: Nordbadens Zweitligaspieler

Vorberichte

VfR Bürstadt, KSV Baunatal, SV Wacker Burghausen oder der FSV Salmrohr. Diese Clubs haben zwei Gemeinsamkeiten mit unserem kommenden Gegner. Allesamt sind sie in Kleinstädten, wenn nicht gar Dörfern beheimatet und schafften den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse im deutschen Profifußball. Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied...

Dem SV Sandhausen gelang es sich trotz eines verhältnismäßig kleinen Etats langfristig in der 2. Bundesliga zu halten. Ein Grund dafür ist der vergleichsweise große Anteil an regionalen Akteuren. Im SVS-Kader der Saison 2021/22 kommen ca. 40% der Spieler aus einem Umkreis von maximal 125 Kilometern (beim KSC sind es übrigens 45%). Und das obwohl von allen aktuellen Sandhäusern gerade einmal zwei im vereinseigenen Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet wurden. Die Philosophie des SV Sandhausen beruht mitunter darauf, talentierte Spieler aus der Region zu verpflichten, die es bei ihren Muttervereinen nicht bis ganz nach oben zu schaffen scheinen. Aber das ganze Spiel geht durchaus auch in die andere Richtung. Bei „Gegner im Detail“ nehmen wir die Geschichten einiger Spieler unter die Lupe, die sowohl für den KSC als auch für unseren kommenden Gegner aktiv waren.

Unterwegs auf der A5

In unserem aktuellen Kader befinden sich vier Spieler mit einer Sandhausen-Vergangenheit.

Malik Batmaz:
Im ungefähr 45 Kilometer von den beiden Zweitligastandorten entfernten Bretten geboren, zog es unsere heutige Nummer neun zuerst in die Nachwuchsabteilung des SV Sandhausen. Damals wurde Malik noch vorzugsweise im defensiven Mittelfeld eingesetzt. Im Alter von 15 Jahren wechselte er dann in die KSC GRENKE aKAdemie und transformierte sich mit der Zeit zu dem bulligen Offensivmann den wir heute kennen.

Marco Thiede:
Die erste Profi-Station des variablen Außenspielers lag zwischen Hardtwald und Kraichgau beim SVS. Dorthin wechselte Marco im Sommer 2013 von der zweiten Mannschaft seines Ausbildungsvereins FC Augsburg. „Thiedex“ konnte sich auf Anhieb durchsetzen, allerdings nicht auf der beim KSC gewohnten Position des rechten Verteidigers, sondern im linken Mittelfeld. Nach vier Jahren und 80 Spielen für die Weiß-Schwarzen wurde sein Vertrag jedoch nicht verlängert. Zwei Monate nach seinem Aus beim SVS folgte Marco den Lockrufen seines ehemaligen Sandhausen-Trainers Alois Schwartz zum KSC.

Daniel Gordon:
„Gordi“ war gefühlt schon immer beim KSC. Schließlich kam er bereits 2012 in die Fächerstadt und stieg mit den Blau-Weißen zweimal zurück in die 2. Bundesliga auf. In der Vita des 36-jährigen findet sich zwischen 2016 und 2017 allerdings ein Ausflug in die 15.000-Einwohnerstadt Sandhausen. In dieser einen Saison lief der ehemalige Nationalspieler Jamaikas 26-mal für den SVS auf, bevor es für den Innenverteidiger wieder zurück nach Karlsruhe ging.

Fabian Schleusener:
Ein ähnliches Szenario durchlief unser Rückkehrer im Sturm. „Schleuse“ wechselte erstmals für die Drittliga-Spielzeit 2017/18 per Leihe zum KSC. Nach dem knapp verpassten Aufstieg wurde Fabian von seinem Stammverein SC Freiburg ebenfalls für eine Saison zu unseren nordbadischen Nachbarn ausgeliehen. In 28 Pflichtspielen für die Weiß-Schwarzen erzielte Schleusener elf Tore und bereitete zwei weitere vor. Wegen eines Schienbeinbruches endete seine Zeit beim SVS am 27. Spieltag allerdings früher als gewollt.

Auf dem Feld Blau-Weiß, hinter der Linie Weiß-Schwarz

Gerhard Kleppinger kam im Sommer 1982 von Hannover 96 zum KSC. In seiner ersten von zwei Saisons in Karlsruhe absolvierte der Verteidiger jedes Spiel über die vollen 90 Minuten. Den Bundesliga-Abstieg am Ende der Spielzeit konnte er damit allerdings nicht verhindern. In der folgenden Saison ging Kleppinger mit seiner Mannschaft die Mission Wiederaufstieg an – und das mit vollem Erfolg! Als souveräner Zweitligameister vor Schalke 04 und dem MSV Duisburg kehrte der KSC 1984 in die Beletage des deutschen Fußballs zurück.
Im Anschluss an seine aktive Karriere verschrieb sich „Kleppo“ der Arbeit hinter der Linie. Nach Engagements bei unter Anderem dem SV Darmstadt 98, dem FC St. Pauli und dem S04 ging Kleppinger 2012 als Co-Trainer der Profis nach Sandhausen.
Als Reaktion auf die 2:3-Heimniederlage gegen den KSC am 21. Spieltag der letzten Saison zog die sportliche Leitung der abstiegsbedrohten Sandhäuser die Reißleine und entließ Trainer Michael Schiele. Gemeinsam mit Vereinslegende Stefan Kulovits übernahm Kleppinger dann interimsweise das Zweitligateam. Das K&K-Trainerduo führte den Verein zurück in die Erfolgsspur, sodass zu Saisonende der rettende Tabellenplatz 15 zu Buche stand.
Als logische Konsequenz auf den Klassenerhalt erhielten „Kleppo“ und „Kulo“ feste Cheftrainerverträge für die aktuelle Spielzeit.

Die Liste der Spieler, die für beide Clubs aktiv waren, hört an dieser Stelle noch lange nicht auf. Damian Roßbach, Martin Stoll, Philipp Klingmann, Jean-François Kornetzky oder unser technischer Leiter Sport Necat Aygün sind nur einige weitere Persönlichkeiten, die in ihrer Karriere schon das weiß-schwarze Trikot übergestreift haben.

Die Nähe zwischen den beiden Zweitligavereinen in Nordbaden existiert also nicht nur geographisch, sondern auch personell. Ein harmonisches Wiedersehen ist allerdings nicht zu erwarten, wenn der KSC am Samstag im BWT-Stadion am Hardtwald auf den SV Sandhausen trifft. Jeder Beteiligte, egal wo er mal war oder wo er jetzt ist wird alles in die Waagschale werfen, um die drei Punkte zu ergattern – hoffentlich mit gutem Ende für die Blau-Weißen.

Stimme zu #SVSKSC

Spielberichte

Nach dem torlosen Remis gegen den SV Sandhausen haben wir die Einschätzung von unserem Kapitän Jerôme Gondorf eingesammelt.

Jerôme Gondorf

Über das heutige Spiel:
Es war heute sehr unangenehm, sehr schleppend, sehr kräftezehrend.

Sandhausen wollte gefühlt gar nichts. Sie haben wenig für’s Spiel getan, eigentlich haben sie nur sehr abwartend reagiert und auf gut Glück gehofft, dass für sie irgendetwas passiert. Wir mussten natürlich deshalb auch besonders achtsam sein in unserem Spiel mit Ball.

Ich glaube am Ende des Tages muss man trotzdem sagen, dass ein Sieg vielleicht nicht ganz verdient gewesen wäre. Klar hatten wir mehr Spielanteile und haben mehr probiert, aber so wirklich zwingend wurden wir heute leider auch nicht und deshalb müssen wir uns mit einem Punkt zufriedengeben.

Über die Mentalität der Mannschaft:
Wir haben letztes Jahr bewiesen, was in uns steckt und ich glaube die wenigsten hätten mit so einer Saison gerechnet. Aber wir haben von Anfang an an uns geglaubt und auch wenn wir drei Niederlagen in Folge hatten, unsere Köpfe nicht in den Sand gesteckt. Ich glaube, das ist genau, was die Mannschaft auszeichnet. Im Umkehrschluss auch, dass wir jetzt nicht anfangen, abzuheben oder zu träumen. Wir konzentrieren uns wirklich von Woche zu Woche auf den nächsten Spieltag und das macht uns stark. So können wir wieder eine erfolgreiche Saison spielen.

Punkteteilung im Nachbarschaftsduell

Spielberichte

Bei strahlendem Sonnenschein trat der KSC bei seinen Hardtwald-Nachbarn in Sandhausen zum dritten Spiel der aktuellen Zweitligasaison an. Nach kräftezehrenden 90 Minuten kamen die Karlsruher nicht über ein torloses Remis hinaus.

Christian Eichners Taktik

Nach dem erfolgreichen Saisonstart mit drei Siegen in den ersten drei Pflichtspielen gab es für den Cheftrainer des KSC keinen Grund, die taktische Ausrichtung zu ändern. Daher starteten die Karlsruher auch im Nachbarschaftsduell in einer 4-3-3-Formation mit Doppelsechs. Die sich im DFB-Pokal bewährte Flügelzange Schleusener/Kaufmann durfte auch am 3. Spieltag von Beginn an ran. Auf der Linksverteidigerposition kehrte Philip Heise nach seiner Magen-Darm-Erkrankung in die Startelf zurück.

Das Spiel in der Zusammenfassung 

Von der grandiosen Stimmung der vielen mitgereisten KSC-Fans angepeitscht startete die Gast-mannschaft mit einem hohen Offensivdrang in die Partie. Bereits nach 90 Sekunden kamen die Karlsruher durch Rechtsaußen Fabio Kaufmann zum ersten gefährlichen Torabschluss. Patrick Drewes im SVS-Kasten war aber zur Stelle und klärte ins Toraus. Auch in den Folgeminuten eröffneten die Kreativköpfe Gondorf und Wanitzek im Zentrum das Spiel über Kaufmann. Die Sandhäuser ließen sich jedoch tief fallen, wodurch sie Kaufmanns Dribblings zu Beginn abstoppen konnten. 
Die nächste heikle Offensivaktion erspielte sich der KSC in der zwölften Spielminute, als Jung von rechts in den gegnerischen Strafraum auf Wanitzek flankte. Die Nummer Zehn des KSC feuerte einen präzisen Schuss in die linke untere Ecke ab, ein weiß-schwarzer Defensivmann brachte allerdings noch in letzter Sekunde seinen Fuß zwischen Torlinie und Spielgerät.  
Nach zwanzig gespielten Minuten versuchte sich Christian Eichners Mannschaft an einer neuen Eckballvariante. Wanitzek spielte von der Eckfahne aus einen Doppelpass mit Heise. Im Anschluss schlug der gebürtige Bruchsaler eine Flanke auf den langen Pfosten, diese war dann allerdings etwas zu weit für Robin Bormuth.  
Der KSC blieb weiterhin am Drücker. Erneut war es Wanitzek, der in der 32. Minute einen Karlsruher Angriff initiierte. An der linken Sechzehnerkante hatte der Mittelfeldmann mit dem feinen Fuß genug Platz, um auf seinen kongenialen Partner Gondorf am Halbkreis abzulegen. Der Kapitän hielt voll drauf, sein Abschluss kam aber etwas zu hoch. 
Der Wille war da, der Ball wollte aber nicht im Sandhäuser Tor landen. Auch nicht in der 39. Minute, als Hofmann auf den mitgelaufenen Kyoung-Rok Choi an der Strafraumkante ablegte. Der Schuss des Südkoreaners kam platziert auf das rechte untere Eck, Drewes machte sich jedoch wieder einmal lang und lenkte die Kugel mit den Fingerspitzen am Pfosten vorbei ins Aus. 
Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam die Heimmannschaft durch Marcel Ritzmaier zu ihrer ersten brandgefährlichen Gelegenheit. KSC-Schlussmann Gersbeck war jedoch zur Stelle und fing den Querpass gekonnt ab. 
Danach ging es für die beiden Hardtwald-Clubs in die Kabine zur Ansprache ihrer Trainer.  

Dort fanden Gerhard Kleppinger und Stefan Kulovits wohl die richtigen Worte, denn der SV Sandhausen kam wacher und konzentrierter aus der Halbzeitpause. Erst Ritzmaier (47.), dann Sicker (49.) testeten Gersbeck im Karlsruher Tor mit positivem Ausgang für den Mann mit den Handschuhen. Die nächste Chance gehörte dann aber wieder den Karlsruhern. Fabian Schleusener wurde mit einem schönen Schnittstellenpass rechts vor das Sandhäuser Tor bedient. Bei seinem wuchtigen Abschluss zeichnete sich SVS-Keeper Drewes aufs Neue aus (57.). 
Von dort an gewann die Partie zunehmend an Feuer. Sowohl die 22 Mann auf dem Grün als auch die Zuschauer auf den Rängen wurden lauter und zeigten einen größeren Siegeswillen.  
Nach 71 Minuten entschied der Unparteiische Arne Aarnink auf Freistoß für die Sandhäuser an der rechten Strafraumkante des KSC. Aus dem ruhenden Ball konnte die Heimmannschaft aber kein Kapital schlagen. Stattdessen machten die Karlsruher das Spiel schnell, indem ein langer Ball auf Lucas Cueto geschlagen wurde. Der wieselflinke Flügelspieler konnte den Konter allerdings nicht zu Ende spielen, da er nach Kontakt mit der Abwehr des SVS zu Boden ging. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. 
Der frisch in die Partie gekommene Cueto ließ sich von der missglückten Konteraktion nicht demotivieren, sondern machte weiter Alarm auf der rechten Spielfeldseite. 
Die Schlussminuten brachen an und noch immer stand ein 0:0 auf der Anzeigetafel. Der eingewechselte Ouahim wollte das tunlichst ändern, Gersbeck konnte jedoch zur Ecke abwehren. Diese klärte die KSC-Defensive resolut aus der eigenen Gefahrenzone (84.). 
Auch die Karlsruher wollten sich mit dem Remis nicht zufriedengeben. In der zweiten Minute der Nachspielzeit kam Wanitzek vor dem gegnerischen Tor an den Ball und bewies ein Auge für den aufgerückten Sebastian Jung. Aus dem Rückraum schoss der Außenverteidiger auf die Kiste, sein Abschluss verfehlte das Ziel allerdings denkbar knapp.  
Das war die letzte Aktion der Partie, wodurch die Begegnung in einem torlosen Unentschieden endete. 

Fazit und Ausblick 

Der KSC holt im BWT-Stadion am Hardtwald einen Punkt, der, wenn man das Chancenverhältnis betrachtet, gut und gerne auch in einem Dreier hätte enden dürfen. Die bisher so überzeugende Durchschlagskraft ließ an dem heißen Samstagmittag etwas zu wünschen übrig. Nichtdestotrotz findet man sich mit sieben Zählern nach den ersten drei Ligapartien in einer ordentlichen Position wieder und bleibt weiter ungeschlagen. 
Christian Eichner und sein Trainerteam haben nun einige Tage Zeit das Spiel aufzuarbeiten, bis es in einer Woche zur gleichen Zeit im heimischen BBBank Wildpark gegen den Absteiger aus Bremen geht. 

Aufstellung

SV Sandhausen: Drewes – Ajdini, Zhirov, Höhn, Sicker, Okoroji (65. Gaudino) – Zenga (65. Kinsombi), Bachmann, Esswein (81. Ouahim), Ritzmaier (88. Sickinger) – Keita-Ruel  

KSC: Gersbeck – Heise, Koabald, Bormuth, Jung – Gondorf, Wanitzek, Choi (84. Kother) – Schleusener (65. Lorenz), Hofmann, Kaufmann (65. Cueto), 


Gelbe Karten: Keita-Ruel (45.), Ritzmaier (75.), Ouahim (90.) | Kobald (69.) 

Schiedsrichter: Arne Aarnink 

Stadion: BWT-Stadion am Hardtwald, Sandhausen 

Zuschauer: 4.908 

Tore: - 

Ergebnis: 0:0 

3. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
1:1 13.08.2021 18:30h
:
3:2 13.08.2021 18:30h
:
0:3 14.08.2021 13:30h
:
2:0 14.08.2021 13:30h
:
0:0 14.08.2021 13:30h
:
2:0 14.08.2021 20:30h
:
1:4 15.08.2021 13:30h
:
6:1 15.08.2021 13:30h
:
1:1 15.08.2021 13:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
Jahn Regensburg
3 3 0 0 8:0 8 9
2.
Karlsruher SC
3 2 1 0 6:1 5 7
2.
Dynamo Dresden
3 2 1 0 6:1 5 7
4.
FC St. Pauli
3 2 1 0 6:2 4 7
5.
SC Paderborn 07
3 1 2 0 6:3 3 5
6.
1. FC Nürnberg
3 1 2 0 4:2 2 5
7.
1. FC Heidenheim
3 1 2 0 3:2 1 5
8.
Hamburger SV
3 1 1 1 6:5 1 4
9.
Hansa Rostock
3 1 1 1 5:4 1 4
9.
FC Schalke 04
3 1 1 1 5:4 1 4
11.
Werder Bremen
3 1 1 1 5:7 -2 4
12.
SV Darmstadt 98
3 1 0 2 6:6 0 3
13.
Erzgebirge Aue
3 0 3 0 1:1 0 3
14.
Fortuna Düsseldorf
3 1 0 2 4:5 -1 3
15.
Hannover 96
3 0 1 2 1:6 -5 1
16.
SV Sandhausen
3 0 1 2 0:5 -5 1
17.
FC Ingolstadt 04
3 0 0 3 2:11 -9 0
18.
Holstein Kiel
3 0 0 3 0:9 -9 0
SV Sandhausen
TOR Drewes
DEF Sicker
DEF Höhn
DEF Zhirov
DEF Okoroji
DEF Ajdini
MIT Bachmann
MIT Zenga
MIT Ritzmaier
ANG Keita-Ruel
ANG Esswein
Auswechselbank
TOR Grawe
TOR Wulle
Kister
Röseler
Eingewechselt
Gaudino
Kinsombi
Ouahim
Sickinger
Karlsruher SC
TOR Gersbeck
DEF S. Jung
DEF Bormuth
DEF Kobald
DEF Heise
MIT Gondorf
MIT Wanitzek
MIT Choi
ANG Kaufmann
ANG P. Hofmann
ANG Schleusener
Auswechselbank
TOR Kuster
Gordon
Thiede
Breithaupt
Fröde
Batmaz
Eingewechselt
Cueto
M. Lorenz
Kother

Match
Center
2:1