2. Spieltag
Karlsruher SC
3:0
SV Darmstadt 98
( 1:0 )
Zuschauerzahl: 9750
Schiedsrichter: Dr. Thomsen (Kleve)
Austragungsort: BBBank Wildpark
Spielplan

Eichner: "Der Funke muss zuerst von uns auf die Tribüne überspringen"

Vorberichte

Endlich wieder Heimspiel, endlich wieder Fans im BBBank Wildpark. Endlich! Morgen eröffnen wir den 2. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga. Zu Gast ist der SV Darmstadt 98, Anpfiff ist um 18:30 Uhr. Und endlich seid auch ihr in eurem neuen Zuhause! Gemeinsam mit unserem Cheftrainer Christian Eichner blicken wir für euch auf das Spiel voraus.

Die kommende Partie

Die Vorbereitung auf unser Duell mit den Lilien aus Darmstadt fällt trotz derer kritischen Corona-Situation (einige Spieler befinden sich in Quarantäne) „ganz normal“ aus. „Das hat uns 0,0 beschäftigt. Ich gehe davon aus, dass wir spielen werden. Das ist alles, was wir beeinflussen können. Das war auch in unserer Mannschaft kein Thema. Bei uns überwiegt die Vorfreude auf das erste Heimspiel und das vor Zuschauern. Da freut sich die ganze Mannschaft sehr drauf.“ Ein Selbstläufer wird die Partie aber definitiv nicht. Auch nicht stimmungstechnisch. „Es gibt viele Phasen im Spiel, wo es von der Tribüne auf den Platz kommen muss. Der Funke muss aber zuerst von uns auf die Tribüne überspringen. Es ist unsere Aufgabe das hinzubekommen."

Durch die ungewisse Kadersituation des SVD ist es aber natürlich schwer sich auf eine gewisse Taktik unserer Gäste einzustellen. „Egal wer aufläuft, das ist eine Mannschaft, die sich mit uns auf Augenhöhe befindet. Unabhängig von der Startelf und welche Zu- bzw. Abgänge der Gegner hatte.“ Einer dieser Zugänge, der sich nicht in Quarantäne befindet, ist ein gewisser Benjamin Goller. Der sprintstarke Flügelspieler sorgte in der vergangenen Saison auf unserer rechten Außenbahn immer wieder für besondere Momente. Jetzt kommt es zum frühen Wiedersehen.

KSC-Personal

Neben den zwei Langzeitverletzen Leon Jensen und Paul Löhr stehen weiterhin Marco Thiede und Marc Lorenz noch nicht wieder zur Verfügung. Letzter steigt jedoch ab der kommenden Woche wieder voll ins Mannschaftstraining ein und auch Marco macht weiter Fortschritte. „Ich freue mich darauf, wenn Marc und Marco wieder voll dabei sind, weil es enorm wichtige Spieler sind. Nicht nur um den Kader zu verbreitern, sondern weil Beide enorme Qualität mitbringen.“

Bei Marius Gersbeck können wir zum Glück Entwarnung geben. Das Umknicken am Mittwoch hatte offenbar keine schwerwiegenden Folgen, sodass er heute mittrainieren konnte. „Wir haben super Leute im Staff, die sich um Gersi kümmern, deswegen gehe ich davon aus, dass wir ihn im Tor sehen werden.“

Die Lage in Liga 2

Die Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga hat nach einem Spieltag logischerweise noch sehr wenig Aussagekraft und findet deshalb in unserem Vorbericht keine Beachtung. Aber den 2. Spieltag können wir euch näherbringen. Gemeinsam mit uns eröffnen Paderborn und Nürnberg die dieswöchige Spielrunde. Am Samstag gastiert Rostock in Hannover, Regensburg empfängt Sandhausen und Heidenheim ist in Ingolstadt zu Gast. Die Samstagabend-Partie steigt in Düsseldorf zwischen der Fortuna und Werder Bremen. Am Sonntag sind dann drei Nordlichter aktiv. Der HSV empfängt Dresden, St. Pauli reist nach Aue und die Knappen von Schalke 04 treten bei den Störchen in Kiel an.

 

Relegations-Drama um die 2. Liga: Das "Wunder von Bielefeld"

Vorberichte

Zum ersten Saison-Heimspiel im BBBank Wildpark empfängt unser KSC den SV Darmstadt 98. Die Lilien, die seit 2017 wieder in der 2. Bundesliga spielen, haben in ihrer 123-jährigen Geschichte schon so einiges durchlebt. Aufstiege, Abstiege, von der Bundesliga in die Bedeutungslosigkeit und zurück. Bei Gegner im Detail werfen wir einen Blick in die Darmstädter Geschichtsbücher, genauer gesagt auf ein spektakuläres Relegation-Drama.

Der Weg des SV Darmstadt 98 in die Relegation der 2. und 3. Liga in der Saison 2013/14 startete schon deutlich früher, nämlich im Sommer 2011. Damals gelang den Südhessen nach 17-jähriger Abstinenz die Rückkehr in den Profifußball. Als Meister der Regionalliga Süd stiegen die Lilien unter Cheftrainer Kosta Runjaic in die 3. Liga auf. In der Folgesaison beendete man die Spielzeit auf Platz 14 und hielt somit souverän die Klasse. Das zweite Jahr Drittklassigkeit stellte die Südhessen dann vor größere Schwierigkeiten. Am 24. Spieltag übernahm der ehemalige KSC-Spieler Dirk Schuster am Böllenfalltor, konnte den sportlichen Abstieg als Tabellenachtzehnter allerdings nicht mehr verhindern. Doch aufgrund des Lizenzentzuges der Offenbacher Kickers durften die Darmstädter trotz fußballerischer Misere weiter in der Liga bleiben. In der Sommertransferphase musste die sportliche Leitung des SVD dann aktiv werden und lockte unter anderem Dominik Stroh-Engel aus Wiesbaden und einen gewissen Jerôme Gondorf von den Stuttgarter Kickers ans Böllenfalltor. Diese Neuverpflichtungen zahlten sich in der Spielzeit 2013/14 dann vollends aus. Stroh-Engel holte sich mit 27 Treffern die Torjägerkanone und Gondorf stand in 35 von 38 Partien in der Startelf. Nach dem Beinahe-Abstieg in der Vorsaison spielten sich die Darmstädter vor bis auf den dritten Tabellenplatz und lösten somit das Ticket für zwei Alles-oder-Nichts-Spiele in der Relegation. Der Gegner: Arminia Bielefeld. Im Heimspiel am Böllenfalltor waren die Lilien chancenlos gegen den klassenhöheren Konkurrenten. Sahar, Müller und Hille sorgten mit drei Auswärtstoren für die Vorentscheidung, das zwischenzeitliche 1:2 durch Milan Ivana gab den Lilien noch ein klein wenig Hoffnung.  
Trotz der, aus Darmstädter Sicht, schlechten Ausgangslage gingen die 98er entschlossen in das Rückspiel und setzten alles daran, das Ruder noch einmal rumzureißen. 
Nach gut 20 Spielminuten wagte Innenverteidiger und Kapitän Aytac Sulu einen langen Ball aus der eigenen Hälfte auf den an der gegnerischen Strafraumkante positionierten Gondorf. Der Palmbacher ließ das Zuspiel gekonnt von der Brust vor Stroh-Engels Füße abtropfen. Der Stürmer nahm die Kugel nach einmaligem Aufsetzer aus der Luft und schweißte das Spielgerät links unten ein. Das erste Tor war erzielt, der Weg zum Aufstieg allerdings noch lang. 

Die Partie nahm daraufhin immer mehr an Fahrt auf und das Nervenkostüm wurde auf beiden Seiten immer dünner. Als Reaktion auf einen Kontakt zwischen Gondorf und DSC-Torwart Ortega kam es zur Rudelbildung auf dem Feld. Die Halbzeitpause gab den Mannschaften dann Zeit und Raum zum Runterkommen und sich wieder voll und ganz auf den Fußball zu konzentrieren. Im zweiten Durchgang setzten die Lilien ihre Aufholjagd fort und erarbeiteten sich in der 51. Minute einen Eckstoß. Der SVD versammelte sich außerhalb des Sechzehners und verteilte sich bei Ivanas Eckstoß in einer einstudierten Formation. Die halbhohe Flanke kam auf den gen kurzen Pfosten laufenden Hanno Behrens, der das Leder per Hacke im Netz versenkte. Nun war der Aufstieg plötzlich wieder greifbar nah. Die Euphorie der Darmstädter erlebte nur 120 Sekunden später jedoch einen groben Dämpfer. Der Armine Tom Schütz trat einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld in die Darmstädter Gefahrenzone. Dort überragte Felix Burmeister die gegnerische Defensive und köpfte zum Anschlusstreffer ein. Ein weiteres Tor musste für die Darmstädter also her, um eine Entscheidung in die Verlängerung zu schieben. Der SVD versuchte viel, scheiterte aber immer wieder an den nun defensiv eng gestaffelten Ostwestfalen. So wurde auch zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit eine Darmstädter Flanke von der Verteidigung entschärft und mit einem Pass auf Schütz vermeintlich geklärt. Der Vorbereiter zum Anschlusstreffer schlug jedoch ein Luftloch und ermöglichte es dadurch Lilien-Angreifer Sailer ihm den Ball abzuluchsen und zu Gondorf weiterzuspitzeln. Dieser nahm sich ein Herz und hielt aus knapp 25 Meter Torentfernung mit seiner rechten Klebe drauf und donnerte das Leder in den linken Torknick. Drei Darmstädter Tore, dreimal äußerst sehenswert. Beim Stand von 1:3 sollte es auf der Bielefelder Alm dann in die extra 30 Minuten gehen. Trotz des späten Gegentreffers ließ sich Bielefeld in der Verlängerung nicht hängen und mauserte sich ins Spiel zurück. Im Angriffsdrittel kombinierten sich die Arminen Strifler und Schönfeld mit einem Doppelpass in den Darmstädter Strafraum. Dort legte Strifler quer auf Kacper Przybylko, der eiskalt ins Tor einschob. Der Albtraum aller Kommentatoren drohte nun auch zu dem all derer, die es mit den Südhessen halten, zu avancieren. Die Lilien lagen am Boden und die Schüco-Arena explodierte in Jubelströmen. Noch zehn Minuten zu spielen und die Bielefelder rührten mächtig Beton an. Die Darmstädter brauchten ein Wunder, und das möglichst schnell.

Glücklicherweise stand beim SVD mit Schuster ein Valencia-Veteran hinter der Seitenlinie, der in seiner Karlsruher Zeit gelernt hat, wie man Wunder schafft. In der 112. Minute tätigte der ehemalige Defensiv-Spezialist den letzten von drei Wechseln, indem er den Brasilianer Elton Da Costa für Gondorf, dessen Leistung die kicker-Note 1,0 erhielt, aufs Feld schickte. 
Die Lilien warfen jetzt alles nach vorne, aber auch nach 120 Minuten wollte der goldene Treffer nicht gelingen. Der vierte Offizielle zeigte noch zweit weitere Minuten Nachspielzeit an – jetzt oder nie. Ein langer Ball in die Bielefelder Hälfte verursachte Chaos. Ein Kopfballduell folgte auf das nächste, aber weder die Lilien noch Arminia konnte den Ball entscheidend fest machen. Irgendwie sprang die Kugel plötzlich vor dem eingewechseltem Da Costa auf. Dieser reagierte geistesgegenwärtig und zog ab. Ein Bielefelder Verteidiger touchierte den strammen Schuss leicht und lenkte ihn so unhaltbar ins rechte untere Eck. Auf der Darmstädter Bank brachen alle Dämme. Ersatzspieler, Trainer und Betreuer rannten auf das Feld und bejubelten das 4:2.  
Wer jetzt aber denkt, dieses Spiel wäre an Dramatik nicht mehr zu überbieten, der hat die Rechnung ohne die Arminia gemacht. Mit der allerletzten Aktion des Spiels brachte Strifler einen Freistoß aus 40 Metern auf das Darmstädter Tor. Dort leitete der nach vorne gekommene Keeper Ortega den Ball zu Feick weiter. Dessen Kopfball hatte SVD-Schlussmann Zimmermann bereits geschlagen, der linke Torpfosten nahm den DSC-Fans den Jubelschrei aber wieder von den Lippen. Sekunden später beendete der Unparteiische die Partie. Damit war es offiziell: die Lilien kehrten nach 21 Jahren in die 2. Bundesliga zurück. Das „Wunder von Bielefeld“ war aber noch nicht das Ende der Darmstädter Erfolgsgeschichte. In der Folgesaison gelang der Mannschaft von Dirk Schuster der direkte Durchmarsch in die Bundesliga.  

Hofmann: "Ich hatte Gänsehaut, als ich zum Aufwärmen rausgekommen bin"

Spielberichte

Unser Doppeltorschütze Philipp Hofmann hat uns seine Einschätzung zum 3:0-Erfolg gegen den SV Darmstadt 98 gegeben.

Zu seiner Serie, sieben Tore in sieben Spielen gegen Darmstadt:
Philipp Hofmann: „Das habe ich schon ein bisschen auf dem Schirm gehabt. Das nimmt man auch mit in so ein Spiel. Aber zuerst ein Kompliment an die Fans. Ich hatte Gänsehaut, als ich hier zum Aufwärmen rausgekommen bin, weil es so ungewohnt war. Vor den eigenen Fans zu spielen war wieder was Besonderes."

Zum Spiel:
Philipp Hofmann: „Ich finde wir haben in der ersten Halbzeit ein ordentliches Spiel gemacht. Wir haben auch verdient geführt. In der zweiten Hälfte sind wir bisschen schwerer in die Partie gekommen. Wir waren zu ungenau in den Pässen und haben jeden zweiten Ball verloren. Dann haben wir – wie letzte Woche – zwei schnelle Tore gemacht. Da war dann das Spiel auch gegessen. Wir haben es dann am Ende auch gut runtergespielt.“

Zu Christian Eichners reflektierter Art:
Philipp Hofmann: „Wir hatten gerade im Kreis wieder eine laute Ansage vom Trainer, dass wir da vorsichtig sein müssen. Bei einem 1:0 so leichtfertig mit einem Spiel umzugehen, kann auch bestraft werden. Aber am Ende haben wir es gut gemacht und sind derzeit vor dem Tor auch konsequent. Das macht uns im Moment aus. Wir müssen einfach weiter hart arbeiten und zusammenhalten. Jetzt ist erstmal eine längere Woche zur Vorbereitung, heute Abend können wir uns freuen."

Wie schon letzte Woche und künftig immer bekommt ihr bei KSC DREI60 zeitnah unsere Highlights und Videostimmen zu #KSCSVD!

Gelungener Heimauftakt gegen den SV Darmstadt 98

Spielberichte

Im ersten Spiel seit langer Zeit mit über 9.750 Zuschauern Zuhause bestätigte der Karlsruher SC seine Stärke vor dem gegnerischen Tor im Aufeinandertreffen mit dem SV Darmstadt 98.

Direkt zu den Video-Highlights bei KSC DREI60.

Christian Eichners Taktik:

Der KSC-Cheftrainer wechselte im Vergleich zum Auftaktspiel gegen Rostock nur eine Personalie. Der Bruchsaler Dominik Kother rückte für den Brettener Malik Batmaz in die Anfangself. Die Karlsruher Nummer 19 bespielte den linken Flügel, Lucas Cueto ging dafür auf die rechte Seite.

Personalie des Spiels:

Der zwölfte Mann. Egal ob gewonnener Zweikampf, Fehlpass oder Einwurf. Bei jeder Aktion waren die Zuschauer präsent und peitschten den KSC nach vorne.  Mit den über 9.000 Supportern im Rücken konnte der KSC nach der langen Zeit ohne Fans wieder so richtig vom Heimvorteil profitieren.

Das Spiel in der Zusammenfassung:

Der KSC war von der ersten Sekunde an darum bemüht das Spiel zu machen. Bei gegnerischem Ballbesitz störte man die Lilien schon früh und verhinderte so einen geordneten Spielaufbau. Nach der Balleroberung suchten die Karlsruher die Flügelduos Jung/Cueto auf rechts und Heise/Kother auf links. Durch die beiden zuletzt genannten entstand auch die erste gefährliche Toraktion. Nach Zuspiel von Kother wurde Außenverteidiger Heise in halblinker Position von den Beinen geholt. Der Gefoulte trat den Freistoß selbst und brachte diesen an die rechte Kante des Fünfmeterraums. Von dort aus legte Kapitän Gondorf das Leder ins Zentrum. Lilien-Keeper Behrens klärte den Ball nur halbherzig, so dass das Spielgerät in der Gefahrenzone blieb. Philipp Hofmann stand in der Folge genau dort, wo ein Stürmer stehen muss, und netzte an drei Gegenspielern vorbei ins rechte untere Eck zum Führungstreffer ein (9.). Der KSC belohnte sich so für sein von Beginn an engagiertes Spiel.

Die Darmstädter mussten nach dem Rückstand mehr machen und das versuchten sie auch. Über eine Kombination der beiden Ex-Karlsruher Goller und Bader auf deren rechter Seite gelangten die Südhessen zu ihrer ersten Torraumszene. Bei Baders Flanke agierte Mittelstürmer Tietz in der 17. Spielminute aber nicht zwingend genug und machte der KSC-Defensive so leichtes Spiel beim Klären der Situation.

Im Anschluss bestimmten die Blau-Weißen aber wieder das Geschehen. Erst brachte Heise nach Pass von Choi in der 24. Minute eine Flanke in den Darmstädter Strafraum, die Keeper Behrens jedoch abfangen konnte, dann war es Gondorf, der Hofmann mit einem hohen Zuspiel fütterte. Behrens machte nun seinen Patzer beim 1:0 aber wieder gut, indem er den Schuss des Karlsruher Top-Stürmers gekonnt an die Latte lenkte und somit eine höhere Führung der Badener verhinderte nach 26 Minuten verhinderte.

Der KSC ließ aber nicht locker. In der 31. Minute flankte Wanitzek einen Eckball von der linken Seite in die Darmstädter Box. Eigengewächs Kother konnte sich dort gegen seine Gegenspieler durchsetzen, köpfte allerdings knapp vorbei.
Mehr sollte in den ersten 45 Minuten dann nicht mehr passieren.

Der KSC kam aktiv und entschlossen aus dem Kabinentrakt. Bereits 120 Sekunden nach Wiederanpfiff erspielte sich Christian Eichners Mannschaft eine gefährliche Toraktion, als Kother Sturmpartner Cueto mit einem Pass in den Lauf auf rechts schickte. Der wieselflinke Neuzugang ließ erst Lilien-Kapitän Holland aussteigen und legte dann auf Hofmann im Zentrum. Mit dem Rücken zum Tor brachte sich die Nummer 33 in eine Schussposition, Behrens hielt den Ball aber sicher fest.
Kurze Zeit später vertändelten die Blau-Weißen das Spielgerät in den eigenen Reihen. Der frisch eingewechselte Celic schnappte sich das Leder und versuchte sich am Karlsruher Schlussmann. Dieser blieb im direkten Duell der Sieger (50.). Anders sah es dann jedoch in der 56. Minute aus, als die Karlsruher Defensivmannschaft das Rund nicht richtig klären konnte und sich Phillip Tietz als Nutznießer der Situation ergab. Der Treffer des SVD-Angreifers wurde nach Überprüfung durch den Videoschiedsrichter allerdings wieder zurückgenommen, wodurch der KSC in Führung blieb.

Eine weitere brenzlige Situation im KSC-Sechzehner spielte sich nach 73 Spielminuten ab. Der Darmstädter John Peter Sesay stürmte auf das Karlsruher Tor, doch Gersbeck war zur Stelle. Mit seinem Schlappen erwischte der Darmstädter den Schlussmann am Kopf, so dass dieser kurz liegen blieb. Nach kurzer Kühlungspause ging es für den gebürtigen Berliner dann aber weiter.

Zwei Minuten später eroberte sich Fabio Kaufmann die Kugel von seinem Gegenspieler und schaltete direkt um. Der Flügelspieler bewies dann ein Auge für seine Teamkameraden, indem er auf Choi abspielte. Der Südkoreaner zögerte nicht und lud ab den SVD-Kasten. Sein gezielter Schuss schlug im linkeren unteren Eck ein und ließ den BBBank Wildpark einmal mehr in Jubel ausbrechen. Die Blau-Weißen hatten aber noch nicht genug. In der 79. Minute setzte Christian Eichners Team nochmal einen drauf und erhöhte durch Hofmann auf 3:0. Der Doppeltorschütze verwandelte Heises flaches Zuspiel wuchtig an Behrens vorbei in die Maschen des Lilien-Tores.

Bei diesem Spielstand beendete der Unparteiische Dr. Martin Thomsen dann auch nachdreiminütiger Nachspielzeit die Partie.

Fazit und Ausblick:

Nach dem gelungenen Saisonstart in der Fremde, zeigte der KSC auch beim Heimauftakt zu was er fähig ist. Die meiste Zeit kontrollierten die Blau-Weißen die Partie, gegen den durch Corona gebeutelten SV Darmstadt 98. Obwohl bei der Chancenverwertung noch Luft nach oben ist, kann man mit dem 3:0-Heimsieg sehr zufrieden sein, da man seinem Spiel treu blieb, nicht müde wurde und die Darmstädter Offensiv-Vorstöße zumeist durch gutes Stellungsspiel ausmerzen konnte.
Nach dem heutigen Freitagabend-Spiel ist nun für über eine Woche Spiel-Pause, bis es am Montag, dem 9.8. bei den Sportfreunden Lotte im DFB-Pokal wieder aufs Ganze geht.

Aufstellung:

KSC: Gersbeck – Heise (80. Rabold), Kobald, Bormuth, Jung – Wanitzek, Gondorf, Choi (80. Breithaupt) – Kother (64. Schleusener), Hofmann (82. Batmaz), Cueto (64. Kaufmann)

SV Darmstadt 98: Behrens – Holland, J.Müller, Sobiech, Bader – Riedel, Stanilewicz, Schnellhardt (46. Celic) – Karic (71. Pfeiffer), Tietz (71. Sesay), Goller (90. Sonn)

Gelbe Karten: Karic (61.), Riedel (77.)

Tore: Hofmann (9., 79.), Choi (76.)

Schiedsrichter: Dr. Martin Thomsen

Austragungsort: BBBank Wildpark, Karlsruhe

Zuschauer: 9.750

2. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
3:0 30.07.2021 18:30h
:
2:2 30.07.2021 18:30h
:
2:3 31.07.2021 20:30h
:
0:3 31.07.2021 13:30h
:
3:0 31.07.2021 13:30h
:
1:2 31.07.2021 13:30h
:
0:3 01.08.2021 13:30h
:
1:1 01.08.2021 13:30h
:
0:0 01.08.2021 13:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
Karlsruher SC
2 2 0 0 6:1 5 6
2.
Jahn Regensburg
2 2 0 0 5:0 5 6
3.
Dynamo Dresden
2 1 1 0 4:1 3 4
4.
FC St. Pauli
2 1 1 0 3:0 3 4
5.
Hamburger SV
2 1 1 0 4:2 2 4
6.
Werder Bremen
2 1 1 0 4:3 1 4
7.
1. FC Heidenheim
2 1 1 0 2:1 1 4
8.
Fortuna Düsseldorf
2 1 0 1 4:3 1 3
8.
Hansa Rostock
2 1 0 1 4:3 1 3
8.
FC Schalke 04
2 1 0 1 4:3 1 3
11.
1. FC Nürnberg
2 0 2 0 2:2 0 2
11.
SC Paderborn 07
2 0 2 0 2:2 0 2
13.
Erzgebirge Aue
2 0 2 0 0:0 0 2
14.
Hannover 96
2 0 1 1 1:4 -3 1
15.
FC Ingolstadt 04
2 0 0 2 1:5 -4 0
16.
SV Darmstadt 98
2 0 0 2 0:5 -5 0
16.
SV Sandhausen
2 0 0 2 0:5 -5 0
18.
Holstein Kiel
2 0 0 2 0:6 -6 0
Karlsruher SC
TOR Gersbeck
DEF S. Jung
DEF Bormuth
DEF Kobald
DEF Heise
MIT Gondorf
MIT Wanitzek
MIT Choi
ANG Cueto
ANG P. Hofmann
ANG Kother
Auswechselbank
TOR Kuster
Gordon
Mirkovic
Fröde
Eingewechselt
Kaufmann
Schleusener
Rabold
Breithaupt
Batmaz
SV Darmstadt 98
TOR M. Behrens
DEF J. Müller
DEF L. Sobiech
DEF Riedel
MIT Bader
MIT Holland
MIT Stanilewicz
MIT Karic
MIT Schnellhardt
MIT Goller
ANG P. Tietz
Auswechselbank
TOR Kroll
TOR Schuhen
Isherwood
L. Müller
Arslan
Eingewechselt
Celic
L. Pfeiffer
Sesay
Sonn

Match
Center
2:1