1. Spieltag
Hansa Rostock
1:3
Karlsruher SC
( 0:2 )
Schiedsrichter: Günsch (Marburg)
Austragungsort: Ostseestadion
Spielplan

Daten & Fakten: Neuntes Zweitliga-Duell mit Hansa

Vorberichte

Die Kogge feiert ihre Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga - wir starten als Vorjahres-Sechster. Wir schauen auf ein paar Daten und Fakten rund um unser morgiges Spiel im Ostseestadion, aber auch ein Blick in die Vergangenheit darf selbstverständlich nicht fehlen!

Starke Offensive 2020/21
Der KSC-Angriff konnte einige Bestmarken in der vergangenen Spielzeit aufstellen. Niemand traf so häufig wie wir nach Ecken (zwölfmal), kein Team erzielte mehr Kopfballtore (zwölf) und niemand war in der Anfangsviertelstunde so torgefährlich wie wir (zwölf Tore).

Starker Gersbeck
Überragende 103 Paraden konnte unsere Nummer 35 Marius Gersbeck in der abgelaufenen Saison verzeichnen. Insgesamt mussten wir 44 Gegentore hinnehmen, nur Aufsteiger Bochum (39) und Relegationsteilnehmer Kiel (35) konnten diesen Wert unterbieten!

Torgefährliche Verteidiger
Insgesamt trafen unsere Abwehrspieler in der vergangenen Saison zehnmal, Bestwert der Liga! Robin Bormuth zeigte sich dabei am torgefährlichsten und erzielte gleich vier Treffer - alle per Kopf.

Erfahrene Hansa-Neuzugänge
Mit Hanno Behrens und Calogero Rizzuto hat sich die Kogge jede Menge Zweitliga-Erfahrung in den Kader geholt. Behrens (aus Nürnberg gekommen) hat schon 183 Partien in der 2. Bundesliga absolviert, Rizzuto (aus Aue) schon 134. Die meisten Zweitliga-Partien im KSC-Kader haben Daniel Gordon (189), Philipp Hofmann (176) und Marco Thiede (135) gespielt.

Torgefährliche Hansa
Alleine das erfahrene Duo Verhoek/Behrens kommt zusammen schon auf 67 Zweitliga-Tore. Hinzu kommen noch die wuchtigen Stürmer Munsy und Mamba, die die Torgefahr der Hansa noch weiter ausbauen sollen. Da kommt so einiges auf unsere Defensive zu!

Bilanz spricht leicht für uns
Drei Siege - drei Unentschieden - zwei Niederlagen - so lautet unsere aktuelle Zweitliga-Bilanz gegen den FCH! Da können wir gerne ein 4-2-2 daraus machen, oder? Übrigens: Unsere Gesamtbilanz unter Christian Eichner ist ebenfalls positiv: 18 Siege, 15 Unentschieden, 15 Niederlagen bei 67:61 Toren.

Eichner: "Wir müssen unsere Burg wieder aufbauen"

Vorberichte

"Der Wahnsinn geht wieder los!" - so leitete Christian Eichner die gestrige Pressekonferenz ein. Und ja, endlich geht es wieder los! Wir starten morgen um 13:30 Uhr in die neue Saison! Dabei sind wir zu Gast beim FC Hansa Rostock. Gemeinsam mit unserem Chefcoach blicken wir auf die Partie voraus.

Die kommende Partie

Die Vorfreude war unserem Chefcoach mehr als anzumerken. "Ich freue mich auf jeden Zuschauer, der kommt. Ich wünsche es der Mannschaft, dass sie an ihre Leistung aus der vergangenen Saison anknüpfen kann", freut sich Christian Eichner auf den Saisonstart. Gleichzeitig will er aber die Erwartungshaltung ein wenig bremsen. "Es geht dann immer darum Dinge zu bestätigen, die man erreicht hat. Wir sind uns unserer Rolle in der Liga bewusst, was das Teilnehmerfeld angeht." Doch vor allem die Rückkehr der eigenen als auch gegnerischen Fans (230 KSC-Anhänger werden in Rostock dabei sein) sieht er als gute Motivationsspritze. "Es ist ein großer, großer Unterschied, ob du aufs Feld kommst und erstmal ausgepfiffen wirst oder nicht."

15.000 Zuschauer werden im Rostocker Ostseestadion erwartet. "Da kommt große Euphorie auf uns zu, genauso wie ein lautstarkes Publikum. Als Aufsteiger werden sie auf das Spiel brennen. Mit Streli Mamba, Hanno Behrens, Damian Roßbach und Torwart Markus Kolke haben sie einige interessante Typen drin." In der Tat hat "die Kogge" in der Sommerpause auf dem Transfermarkt ordentlich zugeschlagen. Mit Markus Kolke, der von unserer ehemaligen Nummer 1 Dirk Orlishausen gecoacht wird, haben sie zudem einen der besten Torhüter der vergangnen Drittliga-Saison im Kasten. "Ich erwarte ein sehr enges, kompliziertes Spiel. Für uns geht es darum ein erwachsenes Auswärtsspiel darzulegen. Das haben die Jungs letzte Saison öfters gezeigt. Es wird ein typisches Spiel für die ganze Saison und alles möglich sein."

Neben dem festen Saisonziel "Nicht-Abstieg" hat "Eiche" noch was ganz anderes vor: "Wir müssen unsere Burg wieder aufbauen, die sowohl zuhause als auch auswärts schwer einzunehmen ist!"

KSC-Personal

Leider müssen wir verletzungsbedingt auf einige Spieler beim Saisonauftakt verzichten. Paul Löhr und Leon Jensen ("Der uns viel Freude gemacht hat) fehlen mit ihren schweren Knieverletzungen. "Marco Thiede ist wegen seiner Gehirnerschütterung noch nicht wieder fit" und auch für Marc Lorenz kommt das Spiel noch zu früh. "Aber gerade Marc macht riesige Fortschritte und wir hoffen, dass er bald den Kader wieder bereichern kann."

Aufstellungstechnisch will sich unser Chefcoach selbstverständlich nicht in die Karten schauen lassen. Vor allem auf den Flügeln stehen ihm mit Kyoung-Rok Choi, Fabio Kaufmann, Lucas Cueto, Malik Batmaz und Dominik Kother einige Alternativen zur Verfügung. Letzter "hat in den letzten 14 Tagen einen großen Schritt nach vorne gemacht, das gefällt mir sehr gut", zeigt sich "Eiche" hochzufrieden mit dem hochveranlagten Flügelspieler.

Die Lage in Liga 2

Dieses Mal handelt es sich wohl tatsächlich um die "beste 2. Liga aller Zeiten". Zumindest von den Namen her, gab es wohl noch nie so ein ruhmreiches Fußball-Unterhaus. Spannung pur scheint garantiert! Den Auftakt machen Schalke 04 und der Hamburger SV bereits heute Abend (20:30 Uhr). Zeitgleich mit uns steigt beispielsweise das Aufsteigerduell zwischen Dresden und Ingolstadt, zudem spielt Regensburg in Darmstadt und Heidenheim empfängt Paderborn. Das erste Samstagabend-Spiel der Zweitliga-Saison ist gleich ein kleines Derby zwischen Werder Bremen und Hannover 96 (20:30 Uhr). Ein weiteres Nordderby steigt am Sonntag (13:30 Uhr) in Hamburg, die Kiezkicker von St. Pauli empfangen die Störche aus Kiel. Zeitgleich ist Aue in Nürnberg und Düsseldorf in Sandhausen zu Gast.

Als Porcello "den Hafer" gab: Spektakel gegen Hansa Rostock

Vorberichte

Endlich wieder Fußball! Endlich wieder Fans! Am 1. Spieltag der Saison 2021/22 reist unser KSC in der weitesten Auswärtsfahrt des Jahres ins Rostocker Ostseestadion. Bei „Gegner im Detail“ blicken wir auf ein legendäres Aufeinandertreffen zwischen den Karlsruhern und dem FC Hansa. 

Wir springen zurück in das Jahr 2006. Um genauer zu sein zum 20. November. Die Karlsruher Tabellenführer empfangen am 13. Spieltag ihre ärgsten Verfolger aus Rostock zum Spitzenduell der 2. Bundesliga. Der KSC trifft als beste Offensive mit 30 Treffern auf die beste Defensive der Liga mit gerade einmal sechs Gegentoren in den ersten zwölf Partien. Nach drei Wochen verletzungsbedingter Zwangspause kehrt mit Markus Miller, einer der Erfolgsgaranten, in die Startformation zurück. „Killer“ ist indes bei Weitem nicht die einzige KSC-Legende, die an jenem Novemberabend auf dem Feld stehen wird. Maik Franz, Mario Eggimann, Godfried Aduobe, Edmond Kapllani, Sebastian Freis, Massimilian Porcello oder unser Chefcoach Christian Eichner sind nur ein Auszug der topbesetzten Startelf.  
Während die beiden Trainer Edmund Becker und Frank Pagelsdorf ihren Spielern vor dem Anpfiff in den Katakomben noch letzte Anweisungen geben, gleitet ein haariges Wesen im weißen KSC-Dress per Fallschirm aus dem Karlsruher Abendhimmel hinunter auf den Rasen des altehrwürdigen Wildparkstadions: Das Debüt unseres Maskottchens Willi Wildpark. Die spektakuläre Wildschwein-Landung sollte aber nicht das einzige denkwürde Ereignis des Abends sein, aber dazu gleich mehr. 
Kurze Zeit später betritt unser KSC vom eidgenössischen Kapitän Eggimann angeführt den vollbesetzten und im Flutlicht erstrahlenden Wildpark.  
Ede Beckers Mannschaft startet furios in die Begegnung. Bradley Carnell kann Millers langen Abschlag behaupten und zu Aduobe weiterleiten. Der Fußball-Godfried spielt per Kopf weiter zum zentral -offensiven Porcello, welcher dann den mitgelaufenen Florian Dick auf der rechten Außenbahn in Szene setzt. Der Hambrückener nimmt die Kugel an und schlägt aus halbrechter Position einen Flugball in Richtung des Elfmeterpunkts. Dort setzt Edmond Kapllani zum Kopfball an und versenkt den Ball an Torwart Schober vorbei im rechten unteren Eck. Nach sechs Minuten steht es somit schon 1:0 für den KSC. Der Blitzstart für die Blau-Weißen ist perfekt. 
Zehn Minuten später kommen die Badener erneut durch einen langen Miller-Abschlag zu einer vielversprechenden Angriffssituation. Der Rostocker Gledson sieht sich daher dazu gezwungen Kapllani ungestüm vom Ball zu trennen – Schiedsrichter Kinhöfer entscheidet auf Freistoß kurz hinter dem Mittelkreis. Eine Sache für den Standardspezialisten Massimilian Porcello, der erst im Sommer aus Bielefeld in die Fächerstadt kam. Er schnappt sich die Kugel, legt sie sich zurecht und nimmt zehn lange Schritte Anlauf. Ab hier übernimmt der Kommentar der Partie Uwe Morawe: „Porcello hat einen unglaublich guten Weitschuss, aber diese 40 Meter sind auch für ihn wohl zu viel“. Die Nummer zehn ist da allerdings anderer Ansicht. Noch drei schnelle Trippelschritte und dann sprintet er los. „Na will er vielleicht sogar? Der gibt den Hafer! Und wieeeeeeeeee, uuunnnnddd wiiiiieeeee, und wie!“.  Der Kommentator ist nicht mehr zu halten, genauso geht es den knapp 30.000 KSC-Fans im Stadion. 

Porcellos Schuss hat eine unglaubliche Flugkurve, in der sich der Ball immer weiter und weiter vom Torwart wegdreht, bis er links oben in die Maschen einschlägt und den Wildpark so in ein Tollhaus verwandelt. Den Rostockern bleibt nichts weiter übrig, als Porcellos Hammer ungläubig hinterherzuschauen. Schnell bildet sich eine Traube um den Traumtorschützen. Was man bei all der Ekstase aber nicht vergessen darf: das Spiel läuft erst seit 16 Minuten.  
Der KSC denkt aber scheinbar gar nicht daran, ihre Offensivpower ruhen zu lassen. Nur gut 10 Minuten nach Porcellos Freistoß für die Ewigkeit erobert Sebastian Freis 25 Meter vor dem Hansa-Tor vom Rostocker Dexter Langen den Ball. Der Karlsruher Bub spielt daraufhin einen Doppelpass mit Federico durch die Gasse in den Strafraum, Schober kann jedoch parieren. Den Abpraller auf links schnappt sich dann aber Dauerläufer Carnell und schiebt eiskalt zum 3:0 ein.  
Bei diesem Spielstand ging es dann auch in die Pause. Die Fans im Wildpark sahen soeben wohl eine der besten Halbzeiten, die der KSC in der Clubgeschichte jemals gespielt hatte. Die beste Defensive der Liga wurde in den ersten 45 Minuten demontiert und auf ewig mit einem traumhaften Gegentor aus 40 Metern gebrandmarkt.  
Allerdings ist das noch nicht das Ende der Geschichte. Die zweite Halbzeit startet und der Heimsieg scheint bereits in trockenen Tüchern zu sein. Trainer-Legende Sepp Herberger stellte allerdings schon viele Jahre zuvor fest, dass der Ball rund ist und ein Spiel eben 90 und nicht nur 45 Minuten dauert. Dies lernte Ede Beckers Mannschaft an jenem Novemberabend auf besonders brutale Art und Weise. 
Sebastian Freis schafft es in der 63. Minute zwar noch die von Shapourzadeh verkürzte Tordifferenz wieder zurückzusetzen, von dort an soll den Karlsruhern jedoch nichts mehr gelingen.  
Erneut ist es Shapourzadeh in der 78., gefolgt von Rahn in der 81. und Cetkovic in der 87. Spielminute, die das Spiel zum 4:4-Spektakel machen. 
Im ersten Moment fühlte es sich vielleicht wie eine Niederlage an, im Rückblick auf die Partie kann man aber sicherlich von einer legendären Partie im altehrwürdigen Wildparkstadion sprechen. 

Letztendlich verlief die restliche Saison 2006/07 sowohl für unseren KSC als auch für Rostock sehr zufriedenstellend. Die Hanseaten folgten den Badenern auf Platz zwei in die Bundesliga, bevor es ein Jahr später wieder eine Etage tiefer ging. 
Nicht zuletzt wegen Porcellos phänomenalem Tor sind Spiele gegen die Kogge von der Ostsee immer etwas Besonderes. Cheftrainer Christian Eichner war 2006 live dabei und wird sich gemerkt haben, dass es die Kräfte gut einzuteilen gilt und ein zu frühes Abschalten fatale Folgen haben kann.

Hofmann: "Wir haben zum richtigen Zeitpunkt getroffen"

Spielberichte

Wir starten mit drei Auswärtspunkten in die Saison 2021/22! Wir haben mit den zwei Jungs aus vorderster Front und der letzten Reihe gesprochen, die die Partie für uns einschätzen.

Philipp Hofmann

Zur ersten Halbzeit:
Hofmann: „Ich finde wir haben heute kein gutes Spiel gemacht, aber haben zum richtigen Zeitpunkt getroffen. Das macht die Liga ja so ein bisschen aus. Wir haben es am Ende dann abgezockt gemacht, aber das darf uns so nicht nochmal passieren. Wir waren von Anfang an nicht richtig wach, nicht giftig an den Leuten und haben zu viel zugeschaut. Dann kommt das Tor, das Gott sei Dank zurückgenommen wird.“

Zu den Toren vor der Pause:
Hofmann: „Das war enorm wichtig. Vor allem zu dem Zeitpunkt. Die Führung haben wir dann mitgenommen in die Halbzeit. Wir wussten dann aber, dass Hansa nochmals kommen wird. Das war dann auch so. Am Anfang des zweiten Durchgangs waren wir dann wieder zu passiv. Aber so ist der Fußball manchmal.“

Marius Gersbeck:

Zum zurückgenommenen 1:0 der Rostocker:
Gersbeck: „In so einer Situation ist immer viel um einen herum los. Ich habe nur einen Kontakt gemerkt, aber das hätte genauso gut mein eigener Spieler sein können. Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn es gezählt hätte. Aber wir waren natürlich froh. Das hat uns in dem Moment am Leben gehalten. Es war schön, dass wir danach dann eine Schippe draufgelegt haben.“

Zum Spiel:
Gersbeck: „Wir waren nicht so dominant und es kam sehr viel auf unser Tor, viel mehr als wir wollten. Aber trotzdem sind wir am Ende froh gewonnen zu haben. Jetzt kann ich hier glücklich stehen, weil mir das Spiel egal ist, solange wir die drei Punkte haben. Und trotzdem werden wir nächste Woche wieder daran arbeiten, was wir besser machen können und müssen.“

KSC gelingt Auswärtssieg zum Saisonstart

Spielberichte

Bei strahlendem Sonnenschien trat der KSC am 1. Spieltag der Zweitligasaison 2021/22 im Ostseestadion gegen den Aufsteiger Hansa Rostock an. In einer spannenden Partie bewiesen die Karlsruher ihre Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor und starten so mit einem Erfolgserlebnis in die Spielzeit.

Direkt zu den Video-Highlights bei KSC DREI60.

Christian Eichners Taktik:

Neue Saison – bewährtes System. Der KSC startete in einer 4-3-3-Formation mit Doppelsechs in die neue Spielzeit. In der Schaltzentrale spielte das gewohnte Duo aus Gondorf und Wanitzek. Letzterer übernahm eine etwas offensivere Rolle als sein Partner. Auf der klassischen Zehnerposition lief Kyoung-Rok Choi auf, der den Dreiersturm mit Neuzugang Cueto unterstütze.

Personalie der Partie:

Lucas Cueto zeigte eine starke Leistung in seinem Zweitliga-Debüt. Der Flügelspieler konnte mit seiner Schnelligkeit und Dribbelstärke überzeugen, zudem agierte er stets giftig im Zweikampf. Mit seinem Ballgewinn und dem Assist auf Hofmann trug er kurz vor der Pause dann auch noch seinen Beitrag zum Treffer kurz vor der Pause. Ein gelungener Pflichtspiel-Einstand unserer Nummer 17!

Das Spiel in der Zusammenfassung: 

Wenige Sekunden nach dem Anpfiff der Begegnung erlebten die in badischen Farben gekleideten Karlsruher einen kurzen Schreckmoment. Nach einem Foulspiel des Rostockers Ingelsson ging Wanitzek zu Boden, auf dem Weg dorthin machte sein Kiefer allerdings noch eine unliebsame Bekanntschaft mit der Hüfte von Streli Mamba. Unschöne Szene, aber keinerlei Absicht zu erkennen. Nach kurzer Behandlung konnte es für den Bruchsaler weitergehen. 
Die Anfangsminuten gehörten den Aufsteigern von der Ostsee, die sehr mutig nach vorne spielten. Im Spielaufbau suchten die Hanseaten den wieselflinken Mamba auf der rechten Seite, welcher mit seinen Dribblings Gegenspieler Heise auf Trab hielt. Eine ernsthafte Torannäherung erarbeiteten sich die Rostocker dann in der elften Spielminute, als das Spielgerät zum frei vor Gersbeck stehenden Ingelsson durchrutschte. Der Abschluss des Schweden kam zentral auf den Karlsruher Torhüter, so dass dieser parieren konnte.  
Der KSC tat sich schwer in die Partie zu finden. Das hatte zur Folge, dass in der 17. Minute der Ball im Karlsruher Kasten landete. Rhein brachte einen Eckball von der rechten Seite in den Fünfmeterraum. Dort stieg John Verhoek am höchsten und köpfte an Gersbeck vorbei ins Tor. Der Videoschiedsrichter machte dem Jubel der Hansa-Fans allerdings einen schnellen Abbruch. Angreifer Mamba hielt sich direkt vor Gersbeck auf und verhinderte so die Sicht des Schlussmanns. Daher machte der Kölner Keller Schiedsrichter Günsch auf dessen Abseitsstellung bei Verhoeks Kopfball aufmerksam.  
Die Rostocker ließen sich von dem aberkannten Treffer nicht demotivieren. Mamba konnte sich auf seiner rechten Seite durchsetzen und schloss aus der Distanz auf das KSC-Tor ab. Der unerwartete Torschuss wurde von Kobald abgefälscht und dadurch sehr gefährlich für Marius Gersbeck. Die Karlsruher Lebensversicherung machte sich lang und parierte so in bester Torwart-Manier den scharfen Schuss (23.). 
In den folgenden Minuten verlor die Begegnung etwas an Tempo, was dem KSC half besser in die Partie zu finden und die Kontrolle zu übernehmen. Spielerisch gestalteten sich die Offensivvorstöße der Badener aber nach wie vor schwierig, da die Rostocker dicht gestaffelt verteidigten. Daher versuchte Innenverteidiger Bormuth mehrfach Diagonalbälle auf Lucas Cueto zu bringen. Die Aktionen wurden im letzten Drittel allerdings von der Hansa-Verteidigung vereitelt. Aber wenn dem KSC spielerisch nicht viel einfällt, dann gibt es ja immer noch die Standardsituationen. So ereignete es sich dann auch in der 42. Minute. Heise brachte den Eckstoß von links ins Strafraumzentrum. Die ligaweit gefürchteten Standardkönige reihten sich in einem Pulk vor dem Sechzehnmeterraum auf und schwärmten bei Heises Flanke aus. Das Leder erreichte Wanitzek, dessen Schussversuch aus spitzem Winkel am Pfosten landete. Scherff konnte im Anschluss nicht klären und legte Kobald unfreiwillig vor, der das Geschenk annahm und die Kugel im Tor versenkte.  
Die Rostocker, sichtlich geschockt vom Gegentreffer, machten es sich in den Schlussminuten der ersten Hälfte dann selbst das Leben schwer. Neuzugang Cueto luchste den Ball von Innenverteidiger Meißner ab, der nicht wusste wohin mit dem Rund. Cueto sprintete mit Ball Richtung Torwart Kolke und bewies ein Auge für Mitspieler Hofmann, auf den er einen Querpass spielte. Der Karlsruher Toptorschütze der vergangenen Spielzeit schob dann locker aus fünf Metern ins freie Tor ein (44.). 
Der KSC nutzte die wenigen Chancen, die er in den ersten 45 Minuten bekam, eiskalt und ging so trotz weniger Spielanteilen mit einer 2-Tore-Führung in die Kabine. 
 

Die Rostocker kamen mit einer klaren Mission aus der Halbzeitpause und die hieß: Aufholjagd. In der 52. Minute gelang der Hansa der Anschlusstreffer. Mittelfeldspieler Rhein brachte einen Freistoß von halbrechts auf die linke Kante des Karlsruher Sechzehners. Dort leitete der ehemalige KSC-Spieler Roßbach die Kugel weiter zu Verhoek, der ins Tor einschieben konnte. 
Der KSC war von nun an primär mit Defensiv-Aufgaben beschäftigt. Die Kogge suchte mit hohen Bällen wiederholt ihre kopfballstarken Akteure, die badische Verteidigung war aber zur Stelle. 
Der Druck für die Rostocker wurde größer und der Ton auf dem Feld rauer. Die Hansa musste mehr riskieren, wodurch sich Räume für den KSC ergaben. In der 79. Minute fütterte die eigene Abwehr Sebastian Jung mit einem Ball in den Lauf. Sein Gegenspieler Scherff war nicht wach genug, um einschreiten zu können und so tauchte der Mann mit dem Zopf rechts vor Torwart Kolke auf. Den aufspringenden Ball schoss Jung kraftvoll auf den Rostocker Kasten und ließ Kolke keine Chance auf eine Parade. Jung erzielte somit seinen ersten Treffer im KSC-Trikot. 
Die Aufsteiger aus Liga drei gaben sich in den Schlussminuten nicht auf und versuchten weiter alles, um das Spiel noch irgendwie zu drehen. Die Defensive blieb aber stabil und ließ keine Hanseaten mehr in den eigenen Strafraum eindringen.

Aufstellung: 

FC Hansa Rostock: Kolke – Scherff, Roßbach, Meißner (75. Meißner), Neidhart – Rizutto (75. Malone), Behrens, Rhein, Ingelsson, Mamba (75. Munsy) - Verhoek  
 
KSC: Gersbeck – Heise, Kobald, Bormuth, Jung – Wanitzek, Gondorf (88. Fröde), Choi (88. Gordon) – Cueto (78. Schleusener), Hofmann, Batmaz (66. Kaufmann) 


Schiedsrichter: Christof Günsch 

Stadion: Ostseestadion 

Gelbe Karten: Rizutto (9.), Meißner (68.), Roßbach (73.) | Heise (51.), Hofmann (63.) 

Tore: Verhoek (52.) | Kobald (42.), Hofmann (44.), Jung (79.) 
 
Ergebnis: 1:3 

1. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
1:3 23.07.2021 20:30h
:
1:1 24.07.2021 20:30h
:
0:2 24.07.2021 13:30h
:
0:0 24.07.2021 13:30h
:
3:0 24.07.2021 13:30h
:
1:3 24.07.2021 13:30h
:
3:0 25.07.2021 13:30h
:
0:0 25.07.2021 13:30h
:
0:2 25.07.2021 13:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
FC St. Pauli
1 1 0 0 3:0 3 3
1.
Dynamo Dresden
1 1 0 0 3:0 3 3
3.
Hamburger SV
1 1 0 0 3:1 2 3
3.
Karlsruher SC
1 1 0 0 3:1 2 3
5.
Fortuna Düsseldorf
1 1 0 0 2:0 2 3
5.
Jahn Regensburg
1 1 0 0 2:0 2 3
7.
Werder Bremen
1 0 1 0 1:1 0 1
7.
Hannover 96
1 0 1 0 1:1 0 1
9.
1. FC Heidenheim
1 0 1 0 0:0 0 1
9.
SC Paderborn 07
1 0 1 0 0:0 0 1
9.
1. FC Nürnberg
1 0 1 0 0:0 0 1
9.
Erzgebirge Aue
1 0 1 0 0:0 0 1
13.
Hansa Rostock
1 0 0 1 1:3 -2 0
13.
FC Schalke 04
1 0 0 1 1:3 -2 0
15.
SV Darmstadt 98
1 0 0 1 0:2 -2 0
15.
SV Sandhausen
1 0 0 1 0:2 -2 0
17.
FC Ingolstadt 04
1 0 0 1 0:3 -3 0
17.
Holstein Kiel
1 0 0 1 0:3 -3 0
Hansa Rostock
TOR Kolke
DEF Neidhart
DEF Meißner
DEF Roßbach
DEF Scherff
MIT Rhein
MIT H. Behrens
MIT Rizzuto
MIT Ingelsson
MIT Mamba
ANG Verhoek
Auswechselbank
TOR Voll
Riedel
Bahn
Rother
Eingewechselt
Malone
K. Schumacher
Munsy
Löhmannsröben
Omladic
Karlsruher SC
TOR Gersbeck
DEF S. Jung
DEF Bormuth
DEF Kobald
DEF Heise
MIT Gondorf
MIT Wanitzek
MIT Choi
ANG Batmaz
ANG P. Hofmann
ANG Cueto
Auswechselbank
TOR Kuster
Rabold
Breithaupt
Kother
Eingewechselt
Kaufmann
Schleusener
Gordon
Fröde

Match
Center
2:1