34. Spieltag
1. FC Heidenheim
1:2
Karlsruher SC
( 0:1 )
Schiedsrichter: Heft (Neuenkirchen)
Austragungsort: Voith-Arena
Spielplan

Daten & Fakten: Mit einem Tor zum Clubrekord

Vorberichte

In der Auswärtstabelle winkt für uns noch Rang 2, außerdem können sogar wir einen neuen KSC-Rekord aufstellen! Welcher das sein könnte, lest ihr in unseren "Daten & Fakten" zum Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim.

Spiel um Platz 6
Dem 1. FC Heidenheim reicht ein Unentschieden, um die Saison als Sechster zu beenden, wir brauchen einen Sieg für eine Platzierung im oberen Drittel.

Das Ende der Sieglosserie
Wir bezwangen am letzten Spieltag den Aufstiegskandidaten Holstein Kiel mit 3:2 und konnten damit eine Sieglosserie von neun Partien beenden.

Auswärtsmacht
Der KSC steht auf Platz 3 der Auswärtstabelle. In Heidenheim reicht bereits ein Remis, um in der Auswärtstabelle sogar noch auf Rang 2 zu klettern (an Bochum vorbei; Fürth als Erster ist nicht mehr erreichbar).

Gesperrte Leistungsträger
Beim FCH muss Abwehrchef Patrick Mainka nach der 5. Gelben Karte eine Sperre absitzen, bei uns Philipp Hofmann. Unser Sturmtank schnürte zuletzt gegen Kiel seinen zweiten Doppelpack dieser Saison und ist mit 13 Treffern der blau-weiße Top-Torschütze. Er ist zudem ligaweit der zweikampfstärkste Stürmer dieser Saison (53 % gewonnen).

Historische Torserie in der Fremde
Der KSC hat in den letzten 14 Auswärtsspielen immer getroffen, kein anderer Zweitligist kommt hier aktuell auf eine Serie von mehr als sieben Partien. Mit 14 Auswärtsspielen in Folge mit mindestens einem Treffer hat Karlsruhe seinen Clubrekord in der 2. Bundesliga eingestellt, nun winkt also eine neue Bestmarke.

Torgefährliche Verteidiger
Insgesamt trafen unsere Abwehrspieler in dieser Saison neunmal, zusammen mit dem FCH ist das der beste Wert der Liga.

Gute Standards
Unsere elf Treffer in dieser Saison nach Ecken sind Ligaspitze, der FCH ist in diesem Ranking mit sieben Treffern auf Platz 3 zu finden. Insgesamt stehen wir bei 18 Toren nach Standards (Platz 3), Heidenheim bei 17 (Platz 6).

Was für eine starke Bilanz
Wir verloren nur eines der letzten neun Auswärtsspiele, am 28. Spieltag in Düsseldorf durch einen sehr späten Treffer mit 2:3. Bei den drei Teams, die noch um den Aufstieg kämpfen, holte der KSC sieben der neun möglichen Punkte (3:2 in Kiel, 2:1 in Bochum und 2:2 in Fürth).

Eichner: "Das wird ein Spiel mit viel Leidenschaft!"

Vorberichte

Am Sonntag wird das letzte Kapitel der Saison 2020/21 geschrieben. Eine mehr als außergewöhnliche Spielzeit neigt sich also endgültig dem Ende zu. Wir bestreiten unser letztes Saisonspiel im schwäbischen Heidenheim. Gemeinsam mit Christian Eichner schauen wir auf das "Endspiel" um den sechsten Tabellenplatz.

Die kommende Partie

"Wir sind alle sehr froh, dass sich die Quarantäne-Zeit dem Ende neigt. Wir wollen am Sonntag einen Platz gut machen." Und genau dafür wird das Team von Christian Eichner am Sonntag, ab 15:30 Uhr, alles geben. Dabei dürfen wir gespannt sein, welche Kräfte der Sieg gegen die Störche aus Kiel vor einer Woche alles freisetzen kann. Die guten Trainingsbedingungen in der Sportschule Schöneck lassen unseren Chefcoach optimistisch in letzte Spiel der Saison gehen. "Ich denke wir als Trainerteam haben eine sehr gute Mischung aus Ernst und Lockerheit gefunden. Ob es jetzt beim Fußball, beim Tennis oder Tischtennis war."

Die Partie am Sonntag wird jedoch alles andere als ein Selbstläufer. "Heidenheim ist eine Mannschaft, die von ihrer Mentalität, aber auch ihrer Qualität lebt. Da ist extrem viel Klasse-Arbeit unterwegs in den letzten Jahren. Sie leben – ähnlich wie wir – von ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit." Obwohl es für beide Teams genau genommen um nichts mehr geht, glaubt Christian Eichner nicht an einen lauen "Sommer-Kick". "Sowas hängt immer von vielen Optionen ab. Ich glaube schon, dass das ein Spiel mit viel Leidenschaft wird. Wir versuchen eine gute Mischung zu finden und wollen eine gute erste Elf auf den Platz schicken."

Denn eines steht fest: Wenn wir gewinnen, beenden wir die Spielzeit auf Rang sechs.

KSC-Personal

Festgelegt hat sich Christian Eichner schon auf eine Personalie: Markus Kuster wird im Tor stehen, "weil er es sich verdient hat. Es ist immer eine schwierige Situation für einen zweiten Torwart. Doch ohne ihn wäre Marius Gersbeck nicht so stark durch die Saison gekommen." Zudem ist Philipp Hofmann gesperrt, im Sturm wird also auch frischer Wind herrschen. 

Die Lage in Liga 2

Allzu viele Entscheidungen sind in der 2. Fußball-Bundesliga bislang noch nicht gefallen. Fest steht einzig, dass die Würzburger Kickers den Gang in Liga 3 antreten müssen. Wer ihnen folgt, entscheidet sich zwischen Braunschweig (Rang 17, 31 Punkte, beim HSV), Osnabrück (Rang 16, 33 Punkte, in Aue) und Sandhausen (Rang 15, 34 Punkte, in Bochum). Sogar Regensburg (Rang 14, 35 Punkte, gegen St. Pauli) könnte noch auf den Relegationsplatz abrutschen.

Ähnlich eng geht es an der Tabellenspitze zu. Dort machen die Top3 die zwei direkten Aufsteiger unter sich aus. Der VfL Bochum (gegen Sandhausen) hat mit 64 Punkten die beste Ausgangslage. Dahinter folgen noch Kiel (62 Punkte, gegen Darmstadt) und Fürth (61 Punkte, gegen Düsseldorf). Spannung pur also!

13 Jahre Heidenheim: Ex-KSCler Schnatterer sagt Tschüss

Vorberichte

Am 34. Spieltag reist unser KSC von der Sportschule Schöneck nach Heidenheim in die Voith-Arena. Zum Saisonabschluss verabschiedet sich der FCH dabei nicht nur in die Sommerpause, sondern auch von ihrem langjährigen Kapitän Marc Schnatterer, der den Club nach 13 Jahren verlässt. Bei "Gegner im Detail" schauen wir auf seine Karriere bei den Schwaben und auf ein Aufeinanderteffen mit uns, seinen badischen Nachbarn.

Beginn einer Ära

 Wir blicken zurück in den Sommer 2008: Fernando Torres schoss Spanien in Wien gegen Deutschland zum EM-Titel, „Ich + Ich“ stürmte mit „So soll es bleiben“ die deutschen Charts, Usain Bolt lief die 100 Meter in 9,69 Sekunden und Christian Eichner beackerte in der Bundesliga beim KSC die linke Abwehrseite. Außerdem wechselte ein gewisser Marc Schnatterer von der zweiten Mannschaft der Fächerstädter zum frisch in die Regionalliga aufgestiegenen 1. FC Heidenheim. Was folgte, ist die sportlich beste Zeit in der Geschichte des Fußballclubs aus der Ostalb. Der Mannschaft gelang unter der Leitung des bereits ein Jahr zuvor angeheuerten Trainers Frank Schmidt der direkte Durchmarsch in die noch junge 3. Liga. Dort schaffte man es sich auf Anhieb zu etablieren und fünf Spielzeiten später als Meister den Aufstieg in die Zweitklassigkeit klarzumachen. Schnatterer, der seit 2011 Kapitän seines Teams ist, war dabei stets ein Spielertyp, der sich für seinen Verein auf dem Platz zerriss. Und wenn es drauf ankam, entzweite er auch mal den Kragen seines Trikots, um sein Team wachzurütteln. Genau so hat es sich am 21.07.2012 am ersten Spieltag der Saison zugetragen. Als damaligen Gegner empfingen die Schwaben einen gelb und rot gekleideten KSC im heimischen Stadion. Die badischen Drittliga-Neulinge lagen bereits nach 25 Minuten mit zwei Toren vorne. Die Treffer erzielte der erst 18-jährige Hakan Çalhanoglu, beide direkt per Freistoß. Nach den Traumtoren des Mega-Talents plätscherte das Spiel bei strömenden Regen an der Brenz so vor sich hin. Marc Schnatterer hatte nach 75 Spielminuten die Nase gestrichen voll von der passiven Gangart seiner Mannschaft und entlud den angestauten Frust erst an seinem Trikot und anschließend am Ball bei einem Freistoß. Dieser segelte aus knapp 25 Metern in den linken Knick des Karlsruher Kastens. Nur noch 1:2 mit neun verbleibenden Minuten auf der Anzeigetafel. Die durch ihren Kapitän reanimierten Heidenheimer warfen daraufhin alles nach vorne, um wenigstens noch einen Punkt zum Saisonstart in der Ostalb zu behalten. In der dritten Minute der Nachspielzeit war es dann tatsächlich so weit. Außenverteidiger Dennis Malura konnte eine lange Schnatterer-Flanke verwerten und das Spielgerät an Schlussmann Orlishausen vorbei im Tor versenken. Das Spiel endete Sekunden nach dem Ausgleichstreffer und die Badener mussten die Heimreise mit zwei Zählern weniger als erwünscht antreten. Der KSC lernte aus dieser bitteren Erfahrung und gewann nach einer guten Saison, unter anderem mit einem 5:2-Rückrundensieg gegen den FCH, die Drittliga-Meisterschaft und kehrte in die 2. Bundesliga zurück. Die beiden Hauptakteure der Partie zum Saisonauftakt, Çalhanoglu und Schnatterer, überzeugten im weiteren Verlauf der Spielzeit mit 17 bzw. 16 Treffern als beste Torschützen ihrer Clubs. 

Zahlenspiele 

In seinen bisherigen 456 Spielen für die Rot-Blau-Weißen erzielte der gebürtige Heilbronner Schnatterer 122 Tore und bereitete 128 weitere vor. Aufgrund dieser beachtlichen Zahlen und seiner langen Vereinstreue trägt er den Spitznamen „Totti von der Ostalb“, in Anlehnung an Roma-Legende Francesco Totti.  
Statistisch gesehen ging alle 138 Minuten, die Schnatterer im FCH-Dress absolvierte, eine Torbeteiligung auf sein Konto. Sein Pendant aus der italienischen Hauptstadt brauchte im Schnitt übrigens nur 17 Minuten weniger pro Scorerpunkt. Nach 13 erfolgreichen Jahren hat die Zusammenarbeit vom 1. FC Heidenheim mit ihrem „Schnatti“ in diesem Sommer nun – zumindest vorerst – ein Ende. Der auslaufende Vertrag des Kapitäns an der Brenz wird nicht verlängert. Die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen, kommt für Schnatterer aber noch nicht in Frage: „Ich fühle mich fit und kann mir gut vorstellen, meine Profi-Karriere nochmal ein oder zwei Jahre lang fortzusetzen." Nach seiner aktiven Laufbahn stehen ihm bei seinem FCH wohl alle Türen offen für eine zweite Karriere.

Duell ums obere Tabellenmittelfeld

Die Ausgangslage am 34. Spieltag ist für die Mannschaft von Frank Schmidt, sowie auch für unseren KSC wohl etwas entspannter als noch in der vergangenen Saison. Für die Schwaben ging es damals noch um den Relegationsplatz zur Bundesliga, den sie Dank einer 1:5-Klatsche des HSV gegen den SV Sandhausen trotz eigener Niederlage erreichen konnten. Ebenfalls um die Relegation - allerdings ums Vermeiden - kämpften die Karlsruher 13 Plätze tiefer in der Tabelle, als man es im Fernduell mit dem 1. FC Nürnberg zu tun hatte. Nach den Toren von Kother und Hofmann hatte der KSC seine Aufgabe in Fürth erfolgreich erledigt und schickte damit den nicht über ein 1:1 gegen Kiel hinausgekommenen FCN ins Nachsitzen gegen Ingolstadt.
Am Sonntag geht es ab 15:30 Uhr zwar nicht um Auf- oder Abstieg, aber dafür um den sechsten Tabellenplatz. Aktuell ist dieser von den Heidenheimern besetzt, denen bereits ein Unentschieden reichen würde, um die Position zu festigen. Die blau-weißen Badener müssen hingegen in der Voith-Arena dreifach punkten, um den Verein aus der Ostalb zu überholen. Bei einer Niederlage kann man im ungünstigsten Fall noch bis auf Platz zehn abrutschen.

Zum Abschied gibts nicht zu verschenken

Abgesehen von der Partie in der Hinrunde dieser Saison stand Schnatterer bei allen elf Begegnungen zwischen Heidenheim und Karlsruhe auf dem Platz. Ob er auch am Sonntag zum Einsatz kommt, liegt in den Händen von Frank Schmidt. Egal ob mit oder ohne ihre Nummer sieben auf dem Platz wartet zum Saisonabschluss ein hoch motivierter Gegner auf unseren KSC, der seinen Kapitän sicherlich gebührend verabschieden will. Mit den Karlsruhern kommt aber auch eine zuletzt sehr konstant aufspielende Truppe an die Brenz, die den Schwung aus dem Heimsieg gegen Kiel versuchen wird mitzunehmen und die gute Saison mit einer ordentlichen Leistung zu Ende bringen möchte.

Kuster: "Innerhalb unserer Torwart-Truppe herrscht sehr gute Harmonie"

Spielberichte

Unser Startelf-Debütant im Tor, unser Torschütze aus der Abwehrreihe und unser überall kämpfender Kapitän haben uns ihre Stimmen zum Spiel gegeben.

Robin Bormuth

Zum Spiel:
Robin: "Wir haben es uns so vorgestellt, dass wir nach dem Spiel auf Platz 6 sind, und das haben wir geschafft."

Zu seiner "Ur-Gefahr" vor dem Tor:
Robin: "Die Ur-Gefahr war ja nie weg, sie musste in Corona-Isolation und dann war sie heute wieder da. Spaß beiseite. Das war ein Superball von Philip Heise und ich habe ihn schön ins Tor gedrückt. Da hat alles gepasst bei dem Treffer."

Zum Fazit der Saison:
Robin: "Das war eine sehr gute Saison. Man muss natürlich alles einordnen können, aber ich denke die zwei Siege am Ende der Saison gegen Kiel und Heidenheim sind schon relativ bezeichnend für die Spielzeit. Wir machen vieles gut, machen aber auch einige Dinge nicht so gut. Aber das sind alles Dinge, an denen wir nächste Saison arbeiten können. Wir freuen uns drauf nächste Saison hoffentlich schnell wieder vor Zuschauern spielen können und uns dann genauso präsentieren können, nur eben vor Publikum."

Markus Kuster

Zum Spiel:
Markus: "Wir haben gut angefangen und generell wenige Chancen zugelassen. Zumindest bis zum Abseitstor von Heidenheim. Da haben wir dann ein bisschen nachgelassen. Aber ich denke das wichtigste ist, dass wir einen positiven Saisonabschluss haben und mit einem guten Gefühl in den Urlaub gehen können."

Zum Torhüter-Team:
Markus: "Ich habe schon oft betont, dass innerhalb unserer Torwart-Truppe, auch mit unserem Torwart-Trainer Markus Miller, sehr gute Harmonie herrscht. Nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz. Ich denke, das zeichnet uns aus, dass wir als Torhüterteam gute Leistungen bringen können."

Jerôme Gondorf

Zur Saison:
Jerôme: "Da waren viele spannende, intensive Spiele dabei. Es war immer wichtig, dass wir Intensität auf den Platz bekommen. Christian Eichner hatte es auch angekündigt, dass er so ein Spiel erwartet. Beide Mannschaften wollten mit einem positiven Ergebnis aus der Saison raus, das hat man gemerkt. Heidenheim hat nochmal enorm Druck gemacht, gerade in den letzten 20-30 Minuten. Aber wie wir das gemacht haben, vor allem unter Berücksichtigung des Kaders mit all den Verletzten, ist das heute ein würdiger Abschluss einer sehr, sehr, sehr, sehr guten Saison."

Erfolgserlebnis zum Saisonabschluss

Spielberichte

Zum Saisonabschluss gewinnt der KSC auswärts beim 1. FC Heidenheim und sichert so Tabellenplatz Sechs. Beim 2:1-Sieg der Badener waren neben Toren sowohl Premieren wie auch Abschiede gegeben.

Christian Eichners Taktik: 

Zum letzten Spieltag der Saison änderte der Karlsruher Trainer gleich auf drei Positionen. Zwischen den Pfosten kam Markus Kuster zu seinem ersten Pflichtspiel für den KSC. In der Innenverteidigung kehrte Robin Bormuth in die Startformation zurück. Eine Reihe weiter vorne setzte Eichner auf Lukas Fröde, der für den Youngster Tim Breithaupt ins defensive Mittelfeld rotierte. Im Sturmzentrum der 4- 1-2-3-Aufstellung ersetzte Babacar Gueye den gelbgesperrten Philipp Hofmann.

Das Spiel in der Zusammenfassung: 

Später Treffer bei Eckenfestival im ersten Durchgang 
Zu Beginn der Partie setzten beide Teams auf einen ruhigen und sicheren Spielaufbau. Das erste Mal gefährlich vor Kusters Tor kam die Heimmannschaft durch Robert Leipertz. Sein Schussversuch konnte jedoch von Kobald zur Ecke geklärt werden (7.). Diese wurde von FCH-Kapitän Schnatterer ins Zentrum auf den Kopf von Tim Kleindienst geschlagen, war allerdings leichte Beute für den Karlsruher Schlussmann (8.). Bei einer erneuten Ecke in der 14. Spielminute entschied der Unparteiische Heft auf Offensivfoul an Lukas Fröde, der nach seinem Klärungsversuch zu Boden ging. Nach den beiden Schnatterer-Ecken schnappte sich Ex-Karlsruher Föhrenbach das Leder zum dritten Eckstoß der Partie. Der Ball landete auf dem Kopf von Leipertz und segelte anschließend in Richtung linker Knick, doch Kuster machte sich lang und klärte ins Toraus (18.). In den Folgeminuten konnte der KSC die klare Führung der Schwaben in der Eckballstatistik ausgleichen. Etwas Zählbares kam aber weiterhin nicht auf die Anzeigetafel. Nach 33 Minuten schalteten die in schwarz gekleideten Karlsruher nach dem Ballgewinn schnell um. Jung fand im Zentrum Batmaz, dieser leitete das Spielgerät weiter zum mitaufgerückten Fröde. Über die Zwischenstation Wanitzek gelangte der Ball auf den linken Flügel zu Heise, doch dessen Flanke fand keinen passenden Abnehmer. Die Badener hatten Blut geleckt und wurden in der Schlussphase der ersten Hälfte zum aktiveren Team. Erneut war es Sebastian Jung, der sich auf seiner rechten Seite durchsetzte und den Ball ins Zentrum ablegte. Dort wartete Marvin Wanitzek, dessen harter Schuss vom Heidenheimer Defensivverbund ins Toraus abgewehrt wurde (38.). Bei dem daraus resultierenden Eckstoß von Wanitzek stieg Robin Bormuth am höchsten und nickte den Ball zum Führungstreffer ein (39.). Das vierte Saisontor des Innenverteidigers sollte dann auch das einzige Mal bleiben, dass ein Keeper im ersten Durchgang hinter sich greifen musste. Nach der bis auf den Treffer und den insgesamt zwölf Ecken recht ereignislosen ersten Hälfte ging es mit 0:1 in die Kabinen. 
 
Ereignisreiche letzte 45 Minuten 
Die Heidenheimer kamen mit einem hohen Offensivdrang in den zweiten Abschnitt, den die Karlsruher Hintermannschaft direkt in 49. Minute zu spüren bekam. Marnon Busch spielte eine flache, scharfe Flanke von rechts auf den in der Mitte bereitstehenden Kühlwetter. Doch Markus Kuster tauchte ab und schnappte sich geschickt das Leder. Im direkten Gegenstoß setzte Wanitzek Außenverteidiger Jung in Szene, der eine Flanke auf den heranstürmenden Thiede brachte. Dieser versuchte es mit dem Kopf, scheiterte aber an Torwart Müller (50.). Die Karlsruher ließen nicht locker und kamen so in der 56. Minute nach einem Heidenheimer Handspiel zu einer Freistoßsituation aus halbrechter Position. Den ruhenden Ball brachte die Nummer Zehn des KSC in den gegnerischen Sechzehner, Bormuth verlängerte und so landete das Leder auf dem Kopf von Babacar Gueye, der wuchtig zum 0:2 einnetzte (56.).  
Heidenheim musste den Druck erhöhen und das taten sie auch. Der eingewechselte Kevin Sessa versuchte es per Freistoß aus 20 Metern aufs Karlsruher Tor. Den scharf getretenen Schuss konnte Wanitzek noch abwehren, bevor Kuster einschreiten musste (70.). Wenige Minuten später schaffte es der FCH nach einem Fehlpass im Karlsruher Spielaufbau umzuschalten und in Person von Tim Kleindienst den Ball in Kusters Kasten zu versenken (77.). Der VAR schaltete sich jedoch ein und wies Schiedsrichter Heft auf eine Abseitsstellung hin. Das Team von Frank Schmidt ging daraufhin in die volle Offensive und belohnte sich. Tobias Mohr legte eine flache Hereingabe auf Schimmer in den Strafraum. Dieser schob abgezockt zum Anschlusstreffer ein (80.). Der KSC ließ in dieser Phase des Spiels etwas von seiner bisherigen defensiven Sicherheit vermissen und ließ die Heidenheimer weit in die eigene Hälfte eindringen. In der 82. Minute legte Leihspieler Kleindienst das Spielgerät im Angriffsdrittel in den Rückraum auf Kevin Sessa. Der Deutsch-Argentinier verfehlte jedoch das leerstehende Tor. 
Kurz vor Schluss wechselte Eichner dreifach. Dadurch kamen Janis Hanek, David Trivunic und Paul Löhr zu ihren ersten Saisoneinsätzen. Das junge Trio half in den letzten Minuten die Führung zu verteidigen - mit Erfolg. Der KSC brachte die Führung über die Zeit und gewann die Partie so in der Ostalb mit 2:1.

Fazit und Ausblick:

 Nach einer über weite Strecken ausgeglichenen ersten und einer fulminanten zweiten Hälfte nahmen die Badener drei wichtige Punkte aus Heidenheim mit. Damit sicherte sich die Mannschaft von Christian Eichner nach einer grandiosen Spielzeit den sechsten Tabellenplatz. Mit diesem Erfolgserlebnis am letzten Spieltag verabschiedet sich der KSC in die Sommerpause.  
 

Die Übersicht: 

1.FC Heidenheim: Müller – Föhrenbach, Hüsing, Steurer (76. Rittmüller), Busch – Schnatterer (65. Pick), Schöppner, Leipertz (Schimmer), Thomalla (65. Sessa) – Kühlwetter (65. Mohr), Kleindienst 
Karlsruher SC: Kuster (89. Löhr) – Heise, Bormuth (75. Pisot), Kobald, Jung – Wanitzek (89. Hanek), Fröde, Gondorf -Batmaz (89.Trivunic), Gueye (72. Carlson), Thiede 

Tore: Schimmer (80.) - Bormuth (39.), Gueye (56.) 
Gelbe Karten: Wanitzek (50.), Bormuth (68.), Pisot (93.) 
Ort: Voith-Arena, Heidenheim 
Zuschauer: - 
Schiedsrichter: Florian Heft 

34. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
1:2 23.05.2021 15:30h
:
4:0 23.05.2021 15:30h
:
1:2 23.05.2021 15:30h
:
2:1 23.05.2021 15:30h
:
3:1 23.05.2021 15:30h
:
3:2 23.05.2021 15:30h
:
2:3 23.05.2021 15:30h
:
3:0 23.05.2021 15:30h
:
1:1 23.05.2021 15:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
VfL Bochum
34 21 4 9 66:39 27 67
2.
SpVgg Greuther Fürth
34 18 10 6 69:44 25 64
3.
Holstein Kiel
34 18 8 8 57:35 22 62
4.
Hamburger SV
34 16 10 8 71:44 27 58
5.
Fortuna Düsseldorf
34 16 8 10 55:46 9 56
6.
Karlsruher SC
34 14 10 10 51:44 7 52
7.
SV Darmstadt 98
34 15 6 13 63:55 8 51
8.
1. FC Heidenheim
34 15 6 13 49:49 0 51
9.
SC Paderborn 07
34 12 11 11 53:45 8 47
10.
FC St. Pauli
34 13 8 13 51:56 -5 47
11.
1. FC Nürnberg
34 11 11 12 46:51 -5 44
12.
Erzgebirge Aue
34 12 8 14 44:53 -9 44
13.
Hannover 96
34 12 6 16 53:51 2 42
14.
Jahn Regensburg
34 9 11 14 37:50 -13 38
15.
SV Sandhausen
34 10 4 20 41:60 -19 34
16.
VfL Osnabrück
34 9 6 19 35:58 -23 33
17.
Eintracht Braunschweig
34 7 10 17 30:59 -29 31
18.
Würzburger Kickers
34 6 7 21 37:69 -32 25
1. FC Heidenheim
TOR Ke. Müller
DEF Busch
DEF Steurer
DEF Hüsing
DEF Föhrenbach
MIT Schöppner
MIT Schnatterer
MIT Leipertz
MIT Thomalla
ANG Kühlwetter
ANG Kleindienst
Auswechselbank
TOR K. Ibrahim
Geipl
Kerschbaumer
Ramusovic
Eingewechselt
Schimmer
Sessa
T. Mohr
Pick
Rittmüller
Karlsruher SC
TOR Kuster
DEF S. Jung
DEF Kobald
DEF Bormuth
DEF Heise
MIT Fröde
MIT Gondorf
MIT Wanitzek
MIT Thiede
MIT Batmaz
ANG Gueye
Auswechselbank
Gordon
Rabold
Breithaupt
Kother
Eingewechselt
Carlson
Pisot
Trivunic
Löhr
Hanek

Match
Center
1:2