29. Spieltag
Karlsruher SC
0:0
Erzgebirge Aue
( 0:0 )
Austragungsort: Wildparkstadion
Spielplan

Daten & Fakten zu #KSCAUE: Seit fast 15 Jahren ungeschlagen im Wildpark

Vorberichte

Wie oft hat Christian Eichner als Aktiver gegen Erzgebirge Aue gespielt? Und wie viele Länderspiele hat FCE-Coach Dirk Schuster während seiner KSC-Zeit eigentlich absolviert? Wir haben bei unseren "Daten & Fakten" wieder die interessantesten Zahlenspielchen zu unserem heutigen Heimspiel gegen die Veilchen zusammengefasst.

Heimstark gegen Aue
Zu Hause sind wir gegen die Veilchen seit sieben Pflichtspielen ungeschlagen (drei Siege, vier Remis). Aues letzter Sieg in Karlsruhe liegt fast 15 Jahre zurück - im Dezember 2006 gab es im Wildparkstadion einen 1:0-Erfolg, den David Siradze mit seinem Treffer sicherstellte.

Als Karlsruher zum Nationalspieler geworden
FCE-Coach Dirk Schuster ist eine KSC-Legende, spielte von 1991 bis 1997 für uns (167 Bundesliga-Spiele, drei Tore), war beim "Wunder vom Wildpark" gegen Valencia im Europacup dabei und wurde 2010 in die Karlsruher Jahrhundertelf gewählt. In diese Zeit fielen auch seine drei Länderspiele für Deutschland.

Eichner als Aktiver gegen Aue
Auch Christian Eichner kennt den Gegner aus eigenen Erfahrungen als Spieler. Von 2005 bis 2007 spielte er im blau-weißen Trikot viermal gegen Aue, war dabei stets auf seiner Position als Linksverteidiger dabei – die Bilanz aus diesen vier Partien ist ausgeglichen (ein Sieg, zwei Remis, eine Niederlage).

Ex-Karlsruher Nazarov
Dimitrij Nazarov bestritt von 2013 bis 2016 77 Zweitliga-Spiele für den KSC (zehn Tore), verpasste mit den Badenern 2015 nur hauchdünn den Aufstieg in die Bundesliga. 2016 wechselte er dann vom KSC nach Aue und spielt seitdem für die Veilchen.

Letztes Zweitligator gegen Aue
Sebastian Jung erzielte sein letztes Tor in der 2. Bundesliga und sein vorletztes Pflichtspieltor überhaupt gegen Aue. Am 14. April 2012 war er als Frankfurter bei einem 4:0-Heimsieg gegen Aue erfolgreich, danach traf er nur noch ein halbes Jahr später in der Bundesliga.

Eichner: "Es war gut für den Kopf, dass wir morgen schon wieder aktiv sein können"

Vorberichte

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel - selten hat diese berühmte Fußball-Floskel besser gepasst als in der aktuellen Phase. Nur drei Tage nach dem unglücklichen 2:2 gegen die Würzburger Kickers muss das Team von Christian Eichner erneut zuhause gegen den FC Erzgebirge Aue ran. Los geht's mit dem Nachholspiel des 29. Spieltags am Montag um 18:00 Uhr.

Die kommende Partie

Das Hinspiel gegen die Erzgebirgler (1:4-Niederlage) hat in der kurzen Spielvorbereitung keine Rolle gespielt, wie Chefcoach Eichner bestätigt. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und werden unseren Jungs vieles mitgeben. Man darf ein Hinspiel nicht als Spiegelbild fürs Rückspiel sehen. Bei Aue kann man dennoch ein paar Rückschlüsse ziehen."

In den Trainings am Wochenende ging es eher darum die Köpfe nach dem nervenaufreibenden Spiel vom Freitagabend schnell wieder freizubekommen. "Es war gut für den Kopf, dass wir morgen schon wieder aktiv sein können." Aue hatte es da schon ein bisschen leichter mit der mentalen Vorbereitung. Mit einem 2:0 in Braunschweig im Rücken tritt das Team von Dirk Schuster mit ordentlich Selbstvertrauen die Reise ins schöne Baden an. Einen großen Respekt vor dem Gegner hat Coach Eichner in jedem Fall: "Da kommt eine enorm zweitligaerfahrene Mannschaft auf uns zu. Da sind Spieler, die sind gefühlt seit 15 Jahren in Aue, der Torwart Martin Männel zum Beispiel. Im Umschaltspiel nach vorne sind sie in den Top 3 der Liga meiner Meinung. Das ist eine clevere Mannschaft, die in Braunschweig jetzt auch die 40 Punkte erreicht hat."

Trotz des unglücklichen Punktverlustes am Freitagabend geht Christian Eichner optimistisch in das Nachholspiel des 29. Spieltags. "Ich gehe davon aus, dass wir einen guten KSC sehen werden. Ich habe am Freitag viele gute Szenen gesehen. Man muss auch mal sehen, dass die Mannschaft aus der Quarantäne kam. Sie ist 17 km gelaufen, das macht man auch nicht einfach so."

KSC-Personal

Die Aufstellung vom Freitagabend lässt Vermutungen aufkommen, dass am Montag ein bisschen rotiert wird. "Wir haben zwei, drei Jungs mit muskulären Problemen. Und Marc Lorenz hat ein extrem blau-lila-gelbes Sprunggelenk. Das ist ein schönes Ei, was er da hängen hat. Heute ist er locker Rad gefahren. Was morgen angeht oder auch Donnerstag, bin ich eher pessimistisch.“

Die Lage in Liga 2

Durch die gestrigen Niederlagen von Düsseldorf (in Paderborn) und Heidenheim (in Nürnberg) dürfte das Aufstiegsrennen endgültig zu einem Vierkampf werden. Kiel ist mit einem überzeugenden 3:1 in Osnabrück eindrucksvoll aus der Quarantäne gekommen und wird alles daransetzen, diesen Trend am Dienstagabend in Nürnberg zu bestätigen. Am heutigen Sonntag mussten der Hamburger SV und Greuther Fürth hingegen Rückschläge hinnehmen. Ein weiteres Spiel im Aufstiegsrennen steigt ebenfalls am Montagabend, wenn Bochum in Darmstadt zu Gast ist.

Wismut und Wende: die Geschichte des FC Erzgebirge Aue

Vorberichte

Im zweiten Spiel innerhalb von vier Tagen ist am Montag um 18:00 Uhr der FC Erzgebirge Aue im Wildpark zu Gast. Bei "Gegner im Detail" schauen wir auf die Fußballgeschichte der Sachsen in der DDR und welche Rolle der Bergbau dabei spielte.

Kleinstadt ganz groß 

Neben dem Bergbau ist der Fußballsport tief in der näheren Zeitgeschichte der Stadt Aue verwurzelt. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird das Spiel mit dem runden Leder in Auer Vereinen praktiziert. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden auf Befehl der sowjetischen Besatzungsmächte allerdings alle Sportvereine aufgelöst und in Betriebssportgemeinschaften neu organisiert. Im Sportsystem der DDR gab es insgesamt 18 verschiedene Gewerkschaftsbereiche, aus denen die Sportmannschaften hervorgingen. So entstand aus dem Gewerkschaftsbereich „Innere Sicherheit“ zum Beispiel die SG Dynamo Dresden oder aus dem Gewerkschaftsbereich „Handel“ der SC Empor Rostock, heute bekannt als FC Hansa. Die Auer gehörten der Betriebssportgemeinschaft des Uranbergbau-Unternehmens Wismut an. Aufgrund dieser Nähe zum Bergbau gilt der FC Erzgebirge auch heute noch als „Kumpelverein“. Die Spuren der Bergbau-Vergangenheit sind bei den Auern auch heute noch klar erkennbar. So bezeichnen die Veilchen ihre Aufstellung beispielsweise als Schichtplan und der Gang von den Kabinen auf das Spielfeld ist im heimischen Erzgebirgsstadion im Schacht-Look gestaltet. 
Um den Hochleistungssport in Ostdeutschland auf ein professionelleres Niveau anheben zu können, beschloss der Sportausschuss der DDR 1954 den Übergang von Betriebssportgemeinschaften zu Sportclubs. Im Zuge dessen wurde die BSG Wismut Aue dem SC Wismut Karl-Marx-Stadt angeschlossen. Die BSG-Mitglieder, sowie die Auer Bevölkerung waren empört darüber, dass ihr geliebter Fußball aus Aue ins heutige Chemnitz umziehen sollte. Die Proteste gegen den Beschluss hatten zur Folge, dass Wismut einlenkte und es den Auer Kickern gestattet wurde zwar unter dem Namen der Großstadt, aber weiterhin im örtlichen Stadion zu spielen.   
In den Folgejahren hatte die Fußballabteilung den ruhmreichsten Abschnitt ihrer Vereinsgeschichte. Mit dem Gewinn der DDR-Meisterschaft in den Spielzeiten 1955/56, 1956/57 und 1958/59, sowie dem Pokalsieg 1954/55 erlebten die Sachsen ihre titelreichste Zeit in ähnlichen Jahren wie unser KSC. 

Rückkehr zur BSG und Ligarekord 

Im Jahre 1963 wurde der SC Wismut Karl-Marx-Stadt aufgelöst. Die Fußballabteilung erlangte so ihre Selbstständigkeit zurück und schloss sich wieder der BSG Wismut Aue an. Einige Stammkräfte der Mannschaft wechselten allerdings zu dem neugegründeten SC Karl-Marx-Stadt, der zur Fußballhochburg in der Region arrangieren sollte. Dieser Verein ist heute bekannt als Chemnitzer FC. 
Den Umständen zum Trotz gelang es den Auern als einziger Club ununterbrochen von 1951 bis zur Wiedervereinigung in der erstklassigen DDR-Oberliga zu spielen. 

Feste Größe im Profifußball 

Während viele ehemalige Topclubs aus der DDR nach der Wende im Amateurfußball verschwanden, hat es Erzgebirge Aue geschafft sich langfristig in den oberen drei deutschen Spielklassen zu etablieren. Ohne großen Geldgeber im Rücken sind die Auer aktuell in ihrer fünften Zweitligasaison am Stück neben Union Berlin der einzige “echte” Ostclub in den deutschen Bundesligen.   

Jung: "Ich bin zufrieden, dass ich 90 Minuten spielen und endlich wieder auf dem Platz stehen konnte!"

Spielberichte

Startelf-Debütant Sebastian Jung, Linksverteidiger Philip Heise und Kapitän Jerôme Gondorf haben uns nach dem umkämpften 0:0 gegen den FC Erzgebirge Aue ihre Stimmen zum Spiel gegeben.

Sebastian Jung

Zu seiner Leistung:
Sebastian: „Ich bin zufrieden, dass ich 90 Minuten spielen und endlich wieder auf dem Platz stehen konnte. Mit der Leistung kann ich ganz zufrieden sein, ich glaube, wenn ich noch ein bisschen mehr Rhythmus habe und noch fitter werde, dann kann das noch viel besser werden.“

Zum Spiel:
Sebastian: „Das war ein harter Kampf heute. Am Ende hatten sie zwei, drei etwas bessere Torchancen als wir. Da hatten wir ein bisschen Glück. Am Ende können wir schon zufrieden sein, zumindest mit dem Punkt. Es ist auch nicht ganz einfach mit der Quarantäne und dem Spiel am Freitag. Das darf man auch nicht vergessen. Aber trotzdem beschweren wir uns nicht und machen weiter. Man sieht es ja, der eine kommt rein, der andere kommt raus und jeder gibt sein Bestes.“

Philip Heise

Zum Spiel:
Philip: „Es ist etwas der Wurm drin. Vor drei Tagen haben wir noch zwei Tore geschossen, aber auch Unentschieden gespielt. Vielleicht läuft es ja in Hamburg. Ich habe aber auch kein Rezept dafür, woran es liegt. Wir kommen zu selten zum Abschluss. Philipp Hofmann kann nicht allein die Tore schießen, da gehören noch ein paar andere dazu.“

Zu den Verletzungen von Philipp Hofmann und Kyoung-Rok Choi:
Philip: „Das wird nicht einfacher. Es sind zwei ganz wichtige Jungs für unser Spiel. Man merkt es einfach, wenn die zwei wegbrechen.“

Jerôme Gondorf

Zu den fehlenden Toren:
Jerôme: „Schwierig. Unser Trainer hat es schon gesagt, wir müssen im letzten Drittel besser und zielstrebiger werden. Schon bevor man den Ball bekommt muss man wissen, wo man hin will oder wen man anspielen will. Das Umfeld muss gescannt werden. Aber man muss den Jungs auch noch ein bisschen was verzeihen. Wir haben gerade in der Offensive viele junge Spieler, die in ihrem erstes oder zweites Profi-Jahr sind. Die haben alle noch einen Schritt nach vorne übrig. Von Leidenschaft, Einsatz und Wille kann man niemandem etwas vorwerfen, keinem auf dem Platz. Ich bin hochzufrieden mit den Jung, wie wir jetzt rausgekommen sind aus der Quarantäne-Zeit.“

Zum Rauskommen aus der Quarantäne:
Jerôme: „Ich kann für mich sprechen. Ich habe das erste Spiel schon deutlich in den Knochen gespürt. Ich glaube das hat jeder von uns mitgetragen. Heute ging es dann wieder. Man hat es auch aber gesehen. Wir sind ordentlich marschiert und haben keinen Meter weniger gemacht als sonst. Jetzt gilt es wieder denselben Rhythmus beizubehalten. Jetzt heißt es essen, schlafen, schlafen, schlafen. Morgen kommt dann die Regeneration, ich glaube übermorgen auch noch einmal Regeneration und vielleicht ein bisschen den Kreislauf ankurbeln. Und dann sind wir schon wieder in Hamburg. Dort wartet dann eine Mammutaufgabe auf uns, aber auch da bin ich guter Dinge, dass wir was mitnehmen.“

Torloses Unentschieden gegen Erzgebirge Aue

Spielberichte

Bei strahlendem Sonnenschein empfingen die Badener am heutigen Montagabend den Kumpelverein aus Sachsen. In einer Partie ohne viele Torraumszenen trennten sich die beiden Mannschaften mit einer gerechten Punkteteilung.

Christian Eichners Taktik: 
Nach Tim Breithaupt im letzten Heimspiel gegen Würzburg, kam nun Sebastian Jung zu seinem Startelfdebüt im KSC-Dress. Er vertrat heute Marco Thiede auf der Rechtsverteidiger-Position. Eine weitere Änderung in der Anfangsformation im Vergleich zu Freitag war Malik Batmaz im offensiven Mittelfeld. Dieser rückte für Breithaupt in die erste Elf, wodurch Marvin Wanitzek auf die Sechserposition neben Kapitän Jerôme Gondorf verschoben wurde. Eichners Mannschaft spielte wie auch schon zuletzt in einer 4-2-3-1-Taktik.

Unsere Personalie des Spiels: 
Unsere beiden Spieler des Spiels sind Sebastian Jung und Dejan Galjen. Der Routinier Jung zeigte ein solides Startelfdebüt in seinem zweiten Pflichtspiel für den KSC, während der Youngster aus Pforzheim sein Profi-Debüt feierte und dabei bereits sein Talent aufblitzen ließ.

Das Spiel in der Zusammenfassung: 

Besserer Start der Sachsen
Die Auer starteten im Wildpark als das wachere Team in die Partie: In der dritten Minute schlug Philipp Riese die erste Ecke des Spiels von der rechten Seite. Der Ball flog aber über Freund und Feind hinweg ins Seitenaus. Bereits zwei Minuten später testete Florian Krüger den Karlsruher Schlussmann, Marius Gersbeck konnte aber problemlos parieren. Kurz darauf war er direkt erneut gefordert, als Pascal Testroet aus fünf Metern Entfernung mit dem Kopf abschloss. Der KSC zeigte sich in der Anfangsphase etwas zu unsortiert.

Früher erster Wechsel bei Aue
In der siebten Spielminute kam es bereits früh zum ersten Wechsel in der Partie. Ognjen Gnjatic verließ mit einer Verletzung am Ellenbogen das Grün. Für ihn kam Louis Samson ins Spiel. In der nächsten nennenswerten Szene brachte Dominik Kother Philip Heise mit einem langen Pass auf der linken Seite in Aktion. Heise legte ab auf Kyoung-Rok Choi, der Außenspieler legte mit der Hacke erneut zurück auf Heise, welcher am Sechzehner-Rand nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Der daraus entstandene Freistoß blieb allerdings ohne Torabschluss (11.).

Der KSC nun besser im Spiel
Erzgebirge Aue leistete sich in dieser Phase des Spiels mehrere aufeinanderfolgende Ballverluste, die den KSC ins Spiel kommen ließen. Durch eben so einen Ballverlust kam Choi nach Zuspiel von Gondorf zu einem Torschuss, den der Auer Schlussmann Philipp Klewin mit einer Flugparade zur Ecke lenkte (13.) Die nächste gefährliche Aktion ließ danach nicht lange auf sich warten. Erneut war es Gondorf, der einen Auer Pass abfing. Der Kapitän schickte Hofmann mit einem hohen Ball in die Spitze, sein Abschluss verfehlte das Tor allerdings (15.). In der 19. Minute starteten die Auer einen Angriff über die rechte Außenbahn. Die Karlsruher fingen die Flanke ins Zentrum zwar ab, konnten das Spielgerät aber nicht entscheidend klären, wodurch die Veilchen zu einer guten Abschlussposition kamen - Christoph Kobald konnte den Schussversuch letztendlich erfolgreich abwehren. Ein paar Minuten später dribbelte sich Choi elegant durch die Auer Abwehrreihe. Im Sechzehner war für ihn aber Endstation (27.). Im direkten Anschluss musste Choi mit einer Fußverletzung ausgewechselt werden, für ihn kam Benjamin Goller auf die rechte offensive Außenbahn.

Verletzungspech auch bei den Karlsruhern
Nur drei Minuten später verletzte sich bereits der nächste Karlsruher Spieler. Phillip Hofmann rauschte mit einem Auer Defensivmann unschön zusammen und hielt sich das rechte Knie. Er blieb allerdings nach kurzer Behandlung im Spiel. Danach konnte sich Testroet im Mittelfeld geschickt gegen Kobald behaupten und brachte daraufhin Ben Zolinski auf rechts in Szene. Dessen Querpass fing der Karlsruher Defensivverbund ab (35.). Doch vor allem die Karlsruher hatten weiterhin ihre Chancen: So startete Benjamin Goller einen wunderschönen Solo-Lauf nach Zuspiel von Hofmann, bei Philipp Klewin war allerdings Schluss (38.). Der KSC agierte vor der Pause als spielbestimmende Mannschaft. Kaum ein Pass der Auer konnte mehr die Mittellinie überqueren. Kurz vor der Pause stoppte Innenverteidiger Kevin Wimmer dann aber eine Konter-Chance der Sachsen mit einem Foulspiel und sah dafür die erste gelbe Karte der Begegnung (41.).

Gutes Spiel von Jung
Beim Wiederanpfiff suchte man Philipp Hofmann vergebens auf dem Platz, für den angeschlagenen KSC-Toptorschütze kam Babacar Gueye in die Partie. Die Sachsen starteten so in die zweite Hälfte, wie sie die erste beendeten: Mit einem Fehlpass. Diesen schnappte sich Goller, der vor dem Tor an Klewin scheiterte (48.). Goller agierte seit seiner Auswechslung sehr aufmerksam und aktiv. In der 53. Spielminute setzte sich Jung gut auf der rechten Seite durch und spielte in die Mitte auf Batmaz. Dieser legte ab auf Gondorf, der Schuss des KSC-Kapitäns ging allerdings am linken Pfosten vorbei ins Aus. Erneut war es nun Jung, der diesmal in der Defensive überzeugen konnte, indem er den Ball clever ablief und zu Gersbeck zurückspielte (60.).

Wenig Chancen, aber eine interessante Einwechslung
Die zweite Halbzeit war zu diesem Zeitpunkt eher chancenarm. Bei hochstehender Sonne bewegte sich der Ball überwiegend in der Nähe des Mittelpunktes. Spannend wurde es dann wieder mit Wanitzek, der einen Querpass von rechts in den Fünf-Meter-Raum spielte, Gueye verpasste aber im Zentrum um zwei Fußlängen (67.). In der 69. Spielminute offenbarte sich dann der Name des nächsten Eigengewächses, das für den KSC einen Profi-Einsatz hinlegte: Dejan Galjen. Er kam für ein weiteres KSC-Talent in Person von Malik Batmaz in die Partie.

Schlussphase im Wildparkstadion
Noch knappe 20 Minuten waren zu spielen, als nach einer Heise-Ecke der Ball zum im Rückraum postierten Marvin Wanitzek sprang, dessen Schuss aber an Klewins Kasten vorbeiflog (74.). In der 81. Minute legte Krüger mit einem hohen Ball quer auf den heranspringenden Philipp Zulechner. Sein Abschluss verfehlte aber das Gehäuse. Auch Krüger sorgte vor dem Karlsruher Tor für Gefahr, als er sich gegen Heise durchsetzen konnte und einen Schuss abfeuerte. Sein Abschluss wurde aber noch zur Ecke abgefälscht (85.). In der 90. Spielminute war es dann erneut U21-Nationalspieler Krüger, der die Karlsruher Defensive in Bredouille brachte. Aber Gersbeck, der eine starke Leistung zeigte, parierte den Ball. Die Auer spielten in den Schlussminuten aggressiv nach vorne. So auch in der zweiten Minute der Nachspielzeit, als Marius Gersbeck ein Freistoß von Riese aus etwa 20 Metern stark aus dem rechten Winkel fischte. Dieser Schuss war dann auch die letzte gefährliche Aktion der Begegnung, bevor der Unparteiische Dr. Martin Thomsen seine Pfeife benutzte und das Spiel beendete.

Fazit und Ausblick:
Zum Start in die Fußballwoche trennten sich der KSC und Erzgebirge Aue mit einem torlosen Unentschieden. Die eher chancenarme Partie bot wenig große Höhepunkte. Beide Mannschaften hatten zwar ihre Druckphasen, konnten diese aber nicht entscheidend nutzen, so dass die Punkteteilung aus Sicht beider Teams in Ordnung geht. Für die Blau-Weißen geht es nach dem heutigen Spiel bereits in drei Tagen wieder weiter in der 2. Bundesliga. Dann empfängt der Hamburger SV den KSC am Donnerstag um 18:30 Uhr im Volksparkstadion zur Nachholbegegnung des 30. Spieltages.

Die Übersicht:

Karlsruher SC: Gersbeck – Heise, Wimmer, Kobald, Jung – Kother, Gondorf, Wanitzek, Batmaz (69. Galjen), Choi (27. Goller) – Hofmann (46. Gueye)
FC Erzgebirge Aue: Klewin – Bussmann, Ballas, Gonther, Strauß (75. S. Breitkreuz) – Zolinski (75. Baumgart), Riese, Gnjatic (7. Samson), Nazarov (61. Fandrich), Krüger – Testroet (75. Zulechner)

Tore: -
Gelbe Karten: Wimmer (41.) | Strauß (48.)
Ort: Wildparkstadion Karlsruhe
Zuschauer: -
Schiedsrichter: Dr. Martin Thomsen

29. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
2:2 16.04.2021 18:30h
:
0:0 16.04.2021 18:30h
:
4:0 17.04.2021 13:00h
:
4:3 18.04.2021 13:30h
:
0:3 18.04.2021 13:30h
:
0:3 18.04.2021 13:30h
:
2:1 22.04.2021 20:30h
:
0:0 26.04.2021 18:00h
:
1:1 27.04.2021 18:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
VfL Bochum
29 18 3 8 54:33 21 57
2.
SpVgg Greuther Fürth
28 14 9 5 53:34 19 51
3.
Hamburger SV
28 14 8 6 57:35 22 50
4.
1. FC Heidenheim
29 14 6 9 44:36 8 48
5.
Holstein Kiel
26 13 7 6 39:25 14 46
6.
Fortuna Düsseldorf
28 13 7 8 42:37 5 46
7.
FC St. Pauli
29 12 8 9 48:44 4 44
8.
Karlsruher SC
27 12 6 9 39:33 6 42
9.
SC Paderborn 07
29 10 9 10 38:34 4 39
10.
Erzgebirge Aue
28 10 7 11 37:40 -3 37
11.
Hannover 96
28 10 6 12 44:40 4 36
12.
SV Darmstadt 98
29 10 6 13 47:49 -2 36
13.
Jahn Regensburg
28 8 10 10 29:36 -7 34
14.
1. FC Nürnberg
28 8 9 11 36:42 -6 33
15.
Eintracht Braunschweig
29 7 9 13 27:46 -19 30
16.
VfL Osnabrück
29 7 5 17 25:48 -23 26
17.
SV Sandhausen
27 7 4 16 29:47 -18 25
18.
Würzburger Kickers
29 5 5 19 30:59 -29 20

Noch nicht verfügbar


Match
Center
1:2