15. Spieltag
Karlsruher SC
3:2
SpVgg Greuther Fürth
( 2:2 )
Schiedsrichter: Gerach (Landau)
Austragungsort: Wildparkstadion

Vorbericht: „Wir brauchen alle Körner, um unser Punktekonto aufzufüllen"

Vorberichte

Vor dem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth (Freitag, 18:30 Uhr, Wildparkstadion) blicken Christian Eichner und Benjamin Goller auf das zurückliegende, aber vor allem auch auf das kommende Spiel.

Die kommende Partie

Die Vorfreude auf das Spiel gegen den Tabellendritten aus Fürth war Christian Eichner auf der virtuellen Pressekonferenz anzusehen: „Uns hat das Spiel und der Sieg gegen Würzburg Rückenwind gegeben. Durch Selbstvertrauen gepaart mit Leidenschaft bin ich guter Dinge für Freitagabend.“ Der Auswärtssieg in Würzburg soll Schwung geben, bevor es am Freitag um 18:30 Uhr gegen einen „Klasse Gegner, der eine richtig gute Saison spielt“ geht. Ein einfacher Blick auf die Tabelle genügt, um das zu bestätigen. Fürth steht auf Tabellenplatz drei, hat die zweitmeisten selbst erzielten Tore (27) und die viertwenigsten Gegentore (16) der Liga. „Das ist sicherlich eine der spielerisch stärksten Mannschaften der Liga, wenn nicht sogar die spielstärkste. Da werden wir alle Körner brauchen, um unser Punktekonto nach 90 Minuten weiter aufzufüllen.“

Auch Flügelflitzer Benjamin Goller hat Respekt vor dem kommenden Gegner: „Fürth ist eine der besten Mannschaften der Liga, wir freuen uns darauf. Bei so einer Bilanz, wie Fürth sie hat, ist man besonders motiviert sie zu schlagen“, gibt sich der Torschütze vom letzten Wochenende aber kämpferisch. Goller selbst kommt immer mehr in seiner Rolle beim KSC zurecht, was seinen Trainer ins Schwärmen bringt: „Er macht einfach große Freude, von Tag eins an. Auf der Position brauchen wir Leute, die Tore vorbereiten, aber auch Tore erzielen.“
In Karlsruhe hätte wohl niemand was dagegen, wenn Goller dort weitermacht und am Freitagabend die Blau-Weißen wieder jubeln lässt.

KSC-Personal

„Am Dienstag im Doppeltraining hatten wir eine gute Intensität. Gestern haben wir dann nochmal Elf gegen Elf gespielt“, zeigt sich KSC-Coach Christian Eichner zufrieden mit der kurzen Trainingswoche. Denn am Freitag muss Eichner die Rotationsmaschine anwerfen. Fröde hat in Würzburg die fünfte Gelbe Karte kassiert und muss genauso wie Dirk Carlson (Gelb-Rot-Sperre) gegen die Fürther zuschauen. Dafür hat Philip Heise seine Sperre abgesessen. Die genaue Startaufstellung ist noch geheim: „Ich will schon versuchen immer die besten Spieler aufzustellen. Wir wollen es aber auch genießen, dass der kommende Gegner nicht weiß, wie der KSC auflaufen wird.“ Vielleicht gehört auch wieder Kyoung-Rok Choi, der laut Trainer „ein absoluter Startelfkandidat“ ist, wieder zur ersten Elf. Bei Janis Hanek und Sebastian Jung reicht es verletzungsbedingt hingegen noch nicht für den Spieltagskader.
Auch Babacar Gueye ist wegen seiner Corona-Infektion erstmal raus, „Gott sei Dank hat er aber keine Symptome“ (Christian Eichner).

Die Lage in Liga 2

Vorne entwickelt sich zunehmend ein Fünfkampf um die Tabellenspitze, in dem aktuell der HSV (am Samstag in Nürnberg) die Spitzenposition innehat. Wie es in der 2. Bundesliga fast schon Tradition hat, formiert sich dahinter ein sehr großes Mittelfeld (Aue auf Rang sechs und Regensburg auf 14 trennen nur fünf Punkte). Mittendrin steht der KSC mit 19 Punkten auf Rang zehn. Am Tabellenende hoffen St. Pauli (Nordderby gegen Kiel) und Würzburg (in Osnabrück) auf einen Befreiungsschlag.

Fünf interessante Fakten über die Kleeblätter

Vorberichte

Am Freitag (08.01., 18:30 Uhr) bestreitet der KSC ein Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth. Heute beschäftigen wir uns bei Gegner im Detail mit fünf interessanten Fakten über die Kleeblätter.  

Meister: In ihrer Vereinsgeschichte gewann die SpVgg Greuther Fürth bereits drei Meistertitel. Alle drei liegen allerdings schon viele Jahre zurück. 1914, 1926 und 1929 konnten sie das Rennen um die Viktoria für sich entscheiden. In den Jahren dazwischen schnitten sie allerdings auch nicht schlecht ab. Es gelang ihnen, Deutscher Vize-Meister zu werden und ein weiteres Mal scheiterten sie erst im Halbfinale der Deutschen Meisterschaftsendrunde, die damals noch im K.o.-System ausgetragen wurde. 

Bundesliga: Der Erstliga-Aufstieg 2012 ist mit Sicherheit einer der größten Erfolge der Fürther Vereinsgeschichte. Seit der Saison 2000/2001 gelang ihnen in der 2. Bundesliga fast durchgehend eine Platzierung im oberen Tabellendrittel, viele Male misslang ein Aufstieg nur knapp. 2011/12 war das große Ziel allerdings bereits am 32. Spieltag nach dem 1:1-Unentschieden gegen den FSV Frankfurt geschafft. Durch ein 2:2 am letzten Spieltag bei Hansa Rostock sicherten sich die Kleeblätter am Ende sogar den Meistertitel der 2. Bundesliga. 2013 ging es allerdings direkt wieder zurück in die 2. Bundesliga. 

Ewige Tabelle: In der Ewigen Tabelle der 2. Bundesliga liegt Fürth vor Alemannia Aachen auf dem ersten Platz. Mit 1630 Punkten stehen sie dort knapp 150 Punkte vor ihrem Verfolger. Neben den meisten Punkten haben sie auch die meisten Zweitligaspiele bestritten. 1106 Mal spielten die Kleeblätter zweitklassig. Mehr als ein Drittel der Spiele konnten sie für sich entscheiden. 

Stadion: Seit dem 11. September 1910 ist der Ronhof die Heimat der Spielvereinigung. Zur Zeit der Eröffnung war diese Sportanlage eine der modernsten des Deutschen Reiches. Der Ronhof wurde nach dem Ersten Weltkrieg schnell weiter ausgebaut und Gelände dazugekauft. So war der Sportpark um 1920 auch das größte Sportgelände des Deutschen Reiches. In den 20er Jahren wurde auf einer Mitgliederversammlung der Ausbau des dortigen Sportplatzes zu einem Stadion beschlossen. 1955 bot das Stadion zwischenzeitlich Platz für 30.000 Zuschauer, nach diversen Umbaumaßnahmen und Modernisierungen fasst der Sportpark Ronhof derzeit 16.626 Zuschauer. 

Nationalspieler: 22 Fürther spielten in den letzten 120 Jahren im Nationaltrikot. Herbert Erhard (49 Einsätze), Ludwig Leinberger (24) und Weltmeister Karl Mai (18) finden sich dabei ganz vorn in der Erfolgsstatistik. Für die SpVgg absolvierte der gebürtige Fürther Mai rund 400 Spiele in der ersten Mannschaft.  
Ein bemerkenswerter Fakt am Rande: 1924 bestand die deutsche Nationalmannschaft zu mehr als der Hälfte aus Fürther Spielern.  

KSC holt gegen Fürth nächsten Dreier

Spielberichte

Der KSC gewann am heutigen Abend gegen das auswärts bislang ungeschlagene Team aus Fürth und holt damit im laufenden Jahr die volle Punkteausbeute. Die Blau-Weißen ließen sich auch durch die zwischenzeitliche Führung der Spielvereinigung nicht verunsichern und setzten sich im Wildpark am Ende mit 3:2 durch.

Christian Eichners Taktik:
Im Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth war Christian Eichner zu Anpassungen in seiner Startelf gezwungen, nachdem der angestammte Sechser Lukas Fröde seine Sperre nach fünf gelben Karten absaß. Er entschied sich für die Umstellung auf ein 4-2-3-1-System. In der Abwehrkette kehrte Philip Heise auf der linken Position zurück, Robin Bormuth und Christoph Kobald besetzten erneut die Rollen in der Innenverteidigung. Weiter vorne kam Marvin Wanitzek neben Jerôme Gondorf zum Einsatz. Auf den linken Flügel beorderte Eichner Marc Lorenz, im Zentrum war Kyoung-Rok Choi zurück auf dem Platz und rechts fand sich, wie bereits im vergangenen Spiel, Benjamin Goller. Als Sturmspitze startete natürlich Philipp Hofmann.

Das Spiel in der Zusammenfassung:
Kaum war die Partie angepfiffen, hieß es am heutigen Abend schon 1:0! Die Fürther verloren nahe des eigenen Strafraums das Leder an Marc Lorenz, der schnell an Philipp Hofmann weitergab. Der 1,95-Mann hatte die Übersicht und legte auf den recht frei im Zentrum stehenden Benjamin Goller ab, der den Ball annehmen und aus kurzer Distanz im Netz unterbringen konnte (2.). Von den auswärts noch ungeschlagenen Fürthern war in der Anfangsphase der Partie wenig zu sehen, beim KSC arbeiteten außerdem alle in der Defensive mit. Doch nach gut zwanzig Minuten schlugen die Kleeblätter doch zu: Hinten bekamen die Blau-Weißen die Situation nicht geklärt, letztendlich zog Havard Nielsen von halbrechts ab und schweißte das Leder ins linke obere Eck (24.).

Wenig später lagen bei den Karlsruhern dann Leid und Freude nah beieinander. Erst verursachte Philip Heise auf seiner linken Abwehrseite einen Foulelfmeter, doch Marius Gersbeck parierte links unten gegen Paul Seguin stark zur Ecke (28.). Und dann resultierte aus dieser doch das 1:2 für die Spielvereinigung: Nach einigem Getümmel im Strafraum setzt sich Sebastian Ernst mit dem Kopf durch und markierte den zweiten Fürther Treffer des Abends (29.). Innerhalb weniger Minuten verspielten sich die Badener somit eine super Ausgangsposition gegen das Team von Stefan Leitl. Aber eine freche Aktion des Geburtstagskinds von letzter Woche brachte den KSC kurz vor dem Halbzeitpfiff doch wieder zurück ins Spiel. Goller lief den Fürther Torhüter offensiv an und sorgte so dafür, dass der Abstoß des unter Druck stehenden Burchert direkt beim 22-Jährigen und von dort hinter der Linie landete (45.+1). Somit stellten die Karlsruher die Ausgangslage des Unentschiedens wieder her, die im Wildpark am heutigen Abend nie lange Bestand gehabt hatte.

Die Kleeblätter kamen druckvoll aus der Kabine, doch auch der KSC zeigte sich aktiv. Es entwickelte sich eine spannende Partie mit Chancen auf beiden Seiten, die jedoch nicht zu 100 Prozent zwingend wurden. Bis zur 84. Minute, denn dann schnappte Philipp Hofmann zu! Gemeinsam mit dem frisch eingewechselten Malik Batmaz spielte er die Fürther im Doppelpass aus und schloss flach rechts ins Tor der Fürther ab (85.). Nun galt es, die Führung gegen den Tabellendritten über die wenig verbleibende Zeit zu bringen. Und das gelang den Badenern!

Unsere Szene des Spiels:
Ist heute der Treffer zum 2:2 und seine Entstehung. Benjamin Goller blieb kurz vor der Pause hellwach, anstatt sich schon auf die warme Kabine zu freuen und ging vorne drauf. Belohnt wurde er dafür mit seinem dritten Saisontor, denn der 31-Jährige Sascha Burchert ließ sich vom jungen Goller so unter Druck setzen, dass der Abschlag mit Zwischenstation an Gollers Fuß im Tor der Fürther landete.

Unsere Personalie des Spiels:
Auch wenn der gehaltene Elfmeter das Unentschieden im Wildpark nur für kurze Zeit Realität blieben ließ, bedanken wir uns heute mal wieder bei unserem starken Torhüter Marius Gersbeck. Souveräne Vorstellung!

Unsere Zahl des Spiels:
Sieben eigene Treffer erzielte der KSC in den vergangenen beiden Partien (genau genommen sogar neun) und holte damit im Jahr 2021 in zwei Partien die volle Punkteausbeute.

Fazit und Ausblick:
Gegen deutlich besser platzierte Fürther ging der KSC heute früh in Führung und ließ sich auch von den Rückschlägen zum 1:1-Unentschieden und zur 2:1-Führung für die Franken nicht verunsichern. Kurz vor Ende sticht Philipp Hofmann und beschert den Blau-Weißen einen glücklichen, aber nicht unverdienten Dreier. Am 16. Spieltag steht für die Karlsruher direkt die nächste Partie gegen einen oben in der Tabelle platzierten Gegner an: Am Sonntag, den 17. Januar, geht es auswärts gegen Holstein Kiel (Anpfiff 13.30 Uhr) auf Punktejagd.

Die Übersicht:
Karlsruher SC:
Gersbeck – Heise, Kobald, Bormuth, Thiede – Gondorf, Wanitzek (89. Groiß) – Lorenz (75. Kother), Choi, Goller (81. Batmaz) – Hofmann
SpVgg Greuther Fürth: Burchert – Raum, Bauer, Jaeckel, Meyerhöfer – Green, Stach, Seguin (88. Kehr) – Nielsen, Ernst (71. Hrgota), Leweling (78. Abiama)

Tore: 1:0 Goller (2.), 1:1 Nielsen (24.), 1:2 Ernst (29.), 2:2 Goller (45.+1), 3:2 Hofmann (85.)
Gelbe Karten: Lorenz (6.), Heise (40.), Gondorf (42.) | Bauer (59.)
Gelb-Rote Karte:
Ort: Wildparkstadion Karlsruhe
Zuschauer: -
Schiedsrichter: Timo Gerach

15. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
4:0 08.01.2021 18:30h
:
3:2 08.01.2021 18:30h
:
2:3 09.01.2021 13:00h
:
1:1 09.01.2021 13:00h
:
1:1 09.01.2021 13:00h
:
2:1 10.01.2021 13:30h
:
1:2 10.01.2021 13:30h
:
0:2 10.01.2021 13:30h
:
0:0 11.01.2021 20:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
Hamburger SV
15 9 3 3 31:19 12 30
2.
VfL Bochum
15 9 2 4 28:15 13 29
3.
Holstein Kiel
15 8 5 2 24:14 10 29
4.
SpVgg Greuther Fürth
15 8 3 4 29:19 10 27
5.
Fortuna Düsseldorf
15 8 3 4 21:19 2 27
6.
Hannover 96
15 7 2 6 21:15 6 23
7.
Erzgebirge Aue
15 6 4 5 24:18 6 22
8.
Karlsruher SC
15 7 1 7 26:23 3 22
9.
VfL Osnabrück
15 6 4 5 20:21 -1 22
10.
1. FC Heidenheim
15 6 4 5 19:20 -1 22
11.
SC Paderborn 07
15 6 3 6 20:18 2 21
12.
1. FC Nürnberg
15 5 5 5 22:20 2 20
13.
SV Darmstadt 98
15 5 3 7 27:27 0 18
14.
Jahn Regensburg
15 4 5 6 18:22 -4 17
15.
SV Sandhausen
15 4 2 9 16:31 -15 14
16.
Eintracht Braunschweig
15 3 4 8 14:32 -18 13
17.
FC St. Pauli
15 1 7 7 18:28 -10 10
18.
Würzburger Kickers
15 2 2 11 18:35 -17 8
Karlsruher SC
TOR Gersbeck
DEF Thiede
DEF Bormuth
DEF Kobald
DEF Heise
MIT Wanitzek
MIT Gondorf
MIT Goller
MIT Choi
MIT M. Lorenz
ANG P. Hofmann
Auswechselbank
TOR Kuster
Allgeier
Gordon
Breithaupt
Trivunic
Djuricin
Eingewechselt
Kother
Batmaz
Groiß
SpVgg Greuther Fürth
TOR Burchert
DEF Meyerhöfer
DEF Jaeckel
DEF M. Bauer
DEF Raum
MIT Stach
MIT Seguin
MIT Green
MIT S. Ernst
ANG Leweling
ANG Nielsen
Auswechselbank
TOR M. Funk
TOR L. Schulz
Asta
Kratzer
Sarpei
Tillman
Eingewechselt
Hrgota
Abiama
Kehr

Match
Center
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