1. Spieltag
Hannover 96
2:0
Karlsruher SC
( 1:0 )
Zuschauerzahl: 500
Schiedsrichter: Stieler (Hamburg)
Austragungsort: HDI Arena
Spielplan

Zahlen & Fakten: KSC bei Hannover 96

Vorberichte

Am Samstag (13.00 Uhr, HDI-Arena) startet für den Karlsruher SC die Zweitligasaison 2020/21 mit einem Gastspiel bei Hannover 96. Wir haben im Vorfeld einen Blick auf die Zahlen und Fakten zum Duell mit den Niedersachsen geworfen.

Hannover misslang letzte Saison der Start
Hannover 96 wurde in der letzten Saison Sechster und hatte mit dem Aufstieg nichts zu tun, weil das erste Saisondrittel nicht nach Wunsch verlief. Aus den ersten 14 Saisonspielen holte der damalige Bundesliga-Absteiger nur 14 Punkte – es drohte sogar der erneute Abstieg. Im November 2019 löste dann Kenan Kocak den glücklosen Mirko Slomka ab – vom zwischenzeitlichen 16. Platz ging es hoch bis auf Rang 6; das war die beste Platzierung in der letzten Spielzeit.

KSC ist guter Starter 
Der Karlsruher SC hat in den letzten vier Jahren nie das erste Ligaspiel einer neuen Saison verloren; letzte Saison gab es zum Start einen 2:1-Sieg bei Wehen Wiesbaden, davor 3 Unentschieden. Die letzte Niederlage an einem 1. Spieltag gab es für den KSC 2015 in der 2. Liga bei Greuther Fürth (0:1).

Auswärts besser als zu Hause
Hannover 96 feierte in der letzten Saison mehr Auswärts- als Heimsiege (7 gegenüber 6). In der Auswärtstabelle belegten die Niedersachsen hinter Meister Arminia Bielefeld Platz 2, in der Heimtabelle reichte es nur zu Rang 10. Wird die Bilanz am Maschsee in dieser Saison wieder besser, ist mit Hannover 96 zu rechnen.

Rolle rückwärts im 96-Tor
Michael Esser ging im Januar 2020 nach Hoffenheim, weil er bei Hannover 96 kaum Einsatzzeit hatte (ein Zweitligaspiel) – die Nummer 1 der Niedersachsen war 2019/20 Ron-Robert Zieler. Der Weltmeister hatte aber keine tolle Saison (31 Spiele, 46 Gegentore, nur 68 % abgewehrte Bälle). Nun soll Rückkehrer Michael Esser wieder den Status der Nummer eins einnehmen, so wie in der Bundesliga-Saison 2018/19 (da kassierte er zwar 66 Gegentore, machte aber kaum Fehler und parierte immerhin 70 % aller Bälle auf sein Tor).

Ducksch der „Geister-Goalgetter“
Hannovers Top-Torschütze in der letzten Saison war Marvin Ducksch, der mit 15 Treffern auf Rang 5 der ligaweiten Torschützenliste landete. Der 26-Jährige kam erst in der Saisonendphase so richtig in Fahrt. Nach der Corona-Pause war Ducksch der Top-Torschütze der 2. Bundesliga: In den 9 (Geister-)Spielen erzielte der Stürmer der Niedersachsen 9 Tore.

KSC mit Moral – vor allem auch gegen Hannover
Karlsruhe war in der letzten Saison eines der Teams mit den meisten aufgeholten Rückständen (zusammen mit Darmstadt): In 11 Partien punktete der KSC trotz eines zwischenzeitlichen Rückstandes (2 Siege, 9 Remis). In den beiden Zweitliga-Duellen gegen Hannover 96 holte der Karlsruher SC sogar insgesamt 4-mal einen Rückstand auf: Im Wildparkstadion gab es ein 3:3 (nach 0:1, 1:2 und 2:3), in der HDI Arena endete das Aufeinandertreffen 1:1 (nach 0:1).

Gegner im Detail: Hannover 96

Vorberichte

Die 2. Bundesliga geht wieder los! Am 1. Spieltag der neuen Spielzeit 2020/21 tritt der KSC am kommenden Samstag um 13.00 Uhr in der HDI-Arena gegen Hannover 96 an. Wir haben für unseren „Gegner im Detail“ im Vorfeld vier Fakten über die Niedersachsen gesammelt, die ihr (vielleicht) noch nicht wusstet.

Fakt Nummer 1: Von Schülern gegründet

Die Saison 2020/2021 stellt für die Hannoveraner eine besondere dar, denn es ist eine Jubiläumssaison. Gefeiert wird der 125-jährige Geburtstag. Denn im April des Jahres 1896 gründete eine Gruppe von Schülern den Hannoverschen Fußball Club von 1896. Zuerst spielten die Mitglieder dort aber gar kein Fußball, sondern betrieben Leichtathletik und spielten Rugby. Erst im Jahr 1901 entschieden sich die 96er für das damals sogenannte „Association-Fußballspiel“, den heute bekannten Fußball, als Kernsportart. 1913 entstand dann aus der Fusion des Hannoverschen Fußball Clubs von 1896 und BV Hannovera 1898 der Hannoversche Sport-Verein von 1896, wie der komplette Name auch heute noch lautet.

Fakt Nummer 2: Schwarz, Weiß und Grün als Vereinsfarben – und Rot?

Das dürften noch einige wissen: die Vereinsfarben der Hannoveraner sind Schwarz, Weiß und Grün. Dabei stellen die Farben Schwarz und Weiß die des alten Preußens dar und Grün symbolisiert die Farbe des Rasens, auf dem gespielt wird. Doch warum werden die 96er dann auch „die Roten“ genannt? Fakt ist, die Niedersachsen spielen bereits seit dem Jahr 1905 in roten Trikots, auch in der nun startenden Saison ist das Heimtrikot des Teams in Rot gehalten. Die Herkunft der Farbe Rot bei Hannover kann dabei auch 96-Vereinsarchivar Sebastian Kurbach nicht zweifelsfrei belegen. Aber mit der Bezeichnung „die Roten“ fühlen sich „die Roten“ auf jeden Fall wohl.

Fakt Nummer 3: Einziger DFB-Pokalsieger aus der 2. Bundesliga

Hannover 96 ist bis heute der einzige Verein, der es jemals als Zweitligist schaffte, im DFB-Pokal zu triumphieren. Im Jahr 1992 besiegten die Niedersachsen im Finale im Berliner Olympiastadion Borussia Mönchengladbach mit 4:3 im Elfmeterschießen. Auf ihrem Weg zum Pokalsieg schlugen sie auch unseren Karlsruher SC (1:0 im Viertelfinale). Seitdem setzten sich nur noch Erstligisten im Endspiel durch.

Fakt Nummer 4: Neuauflage des Niedersachsenderbys 2020/21

Das Duell zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig ist eines der meistausgetragenen Derbys im deutschen Fußball. Knapp 150 Mal trafen beide Teams bereits aufeinander, die Bilanz ist dabei sehr ausgeglichen. Die letzte Partie zwischen den beiden Städten, die nur 55 Kilometer Luftlinie trennen, fand im April 2017 statt. Das nächste Niedersachsenderby steht nach dem Aufstieg der Braunschweiger in die 2. Bundesliga nun bereits am 3. Spieltag der Saison 2020/21 an. Häufig werden in den Medien übrigens auch Partien der beiden Vereine gegen den VfL Wolfsburg oder den VfL Osnabrück als Niedersachsenderby bezeichnet, doch Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig bleibt für die Beteiligten das „wahre“ Niedersachsenderby.

Hannover siegt durch Effizienz gegen Blau-Weiß

Spielberichte

Gegen Hannover 96 zeigte der KSC am heutigen Samstag ein gutes Spiel, war aktiv und erarbeitete sich Torchancen. Mit ihrer zweiten Möglichkeit gingen allerdings die Hannoveraner in Führung und sorgten in der zweiten Halbzeit durch einen Konter für den 2:0-Endstand.

Christian Eichners Taktik:
Beim ersten Saisonspiel der 2. Bundesliga nahm Christian Eichner nur eine Änderung im Vergleich zum DFB-Pokalspiel am vergangenen Samstag vor. Im 4-1-4-1-System stürmte statt Philipp Hofmann am heutigen Samstagmittag Babayar Gueye. Ansonsten stand auch heute Marius Gersbeck im Kasten, vor ihm Philip Heise, Christoph Kobald, Robin Bormuth - das Geburtstagskind des Tages - und Marco Thiede. Lukas Fröde platzierte sich wie gewohnt vor der Abwehr. Noch eine Reihe weiter fanden sich Benjamin Goller, Marvin Wanitzek, KSC-Kapitän Jerôme Gondorf und auf der rechten Seite Marco Djuricin.

Das Spiel in der Kurzfassung:
Der KSC startete vom Anpfiff weg gut in die Partie, zeigte sich aktiv und suchte direkt den Weg in die Offensive. In der ersten Viertelstunde kamen so bereits einige Abschlüsse zustande. Die Badener übten ordentlich Druck auf die Roten aus und ließen diese erst gar nicht gefährlich werden. Doch das erste Tor des Tages in der HDI Arena erzielten dennoch die bis dato zurückhaltenden Niedersachsen. Schon mit der zweiten eigenen Torgelegenheit für die Roten kam es in Person von Dominik Kaiser zum Führungstreffer. Nach einem Zuspiel von Marvin Duksch zog der Hannover-Kapitän aus der Strafraummitte flach ab zum 1:0 (24.). Nur wenige Minuten später hatten die Blau-Weißen eigentlich direkt eiskalt zurückgeschlagen, doch der Treffer von Marco Djuricin wurde von Schiedsrichter Tobias Stieler aufgrund eines Stürmerfouls nachträglich aberkannt (28.). Das Tor wäre für den Österreicher das erste in einem Pflichtspiel des KSC gewesen. Somit blieb es aber bei der Hannoveraner Führung, mit der es nach 45 Minuten plus zwei Minuten Nachspielzeit auch zunächst einmal in die Kabinen ging.

Auch nach dem Wiederanpfiff versuchte es der KSC, doch die erste Großchance gehörte Hannover 96. In der 53. Minute kam das Leder nach einem Klärungsversuch von Gondorf im Strafraum direkt zu Mike Frantz, bei dessen Abschluss war Gersbeck jedoch zur Stelle. Vier Minuten später hatten die Badener erneut Glück: Duksch – mit viel Platz – zielte nach einem Zuspiel von Weydandt über das Tor (57.). Eine Viertelstunde danach hatte Wanitzek auf der Gegenseite ebenfalls sehr freistehend den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein flacher Abschluss zog am linken Pfosten vorbei (72.). Für die heiße Phase sorgte Eichner mit einem Dreifachwechsel für neue Energie im Spiel. Aus der 4-1-4-1-Grundordnung wurde mit Malik Batmaz für Fröde tendenziell ein 4-4-2. Die Badener hielten sich nun weitestgehend in der Hälfte der Niedersachsen auf, doch genau aus dieser Ausgangslage heraus kamen die Roten zu ihrem zweiten Treffer durch Linton Maina. Gersbeck kam bei dem klassischen Konter noch aus seinem Kasten, doch auch er konnte das Tor zum 2:0-Endstand nicht mehr verhindern.

Unsere Szene des Spiels:
Der aberkannte Treffer von Marco Djuricin durch den VAR. Nur vier Minuten nach dem 1:0-Führungstreffer der Hannoveraner besorgte der Österreicher den Ausgleich. Doch wegen eines vermeintlichen Fouls des Stürmers wurde das Tor zurückgenommen. Das 1:1 hätte am Spielverlauf heute einiges geändert!

Unsere Zahl des Spiels:
Die Zwei! Denn mit erst der zweiten Torchance kamen die Gastgeber heute zum Treffer und setzten in Halbzeit Zwei nach einem Konter noch einen drauf. 2:0 heißt damit der Endstand.

Fazit:
Der KSC lieferte ein ordentliches Spiel ab, zeigte sich ab der ersten Minute druckvoll und ließ die Hannoveraner nur selten ihre Qualität zeigen. Allerdings waren die Niedersachsen heute das effektivere Team und sorgten mit wenigen gefährlichen Torchancen für zwei Tore.

Ausblick:
Für die Blau-Weißen gibt es am Sonntag, den 27. September die nächste Chance auf Punkte in der 2. Bundesliga. Dann geht es um 13.30 Uhr im heimischen Wildparkstadion gegen den VfL Bochum.

Die Übersicht:
Karlsruher SC:
Gersbeck – Heise (78. Carlson), Kobald, Bormuth, Thiede – Fröde (78. Batmaz) – Goller (78. Lorenz), Wanitzek, Gondorf, Djuricin (65. Kother) - Gueye

Hannover 96: Esser – Hübers, Elez (57. Schindler), Franke – Hult, Frantz (90.+1 Muslija), Kaiser, Muroya – Duksch (90.+1 Sulejmani), Haraguchi (90.+1 Evina) – Weydandt (58. Maina)

Tore: 1:0 Duksch (24.), 2:0 Maina (85.)
Gelbe Karten: Thiede (15.)
Ort: HDI Arena, Hannover
Zuschauer: 500
Schiedsrichter: Tobias Stieler

1. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
2:1 18.09.2020 18:30h
:
1:1 18.09.2020 18:30h
:
2:0 19.09.2020 13:00h
:
3:2 19.09.2020 13:00h
:
0:3 19.09.2020 13:00h
:
2:0 20.09.2020 13:30h
:
1:1 20.09.2020 13:30h
:
1:0 20.09.2020 13:30h
:
2:2 21.09.2020 20:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
Erzgebirge Aue
1 1 0 0 3:0 3 3
2.
Hannover 96
1 1 0 0 2:0 2 3
2.
1. FC Heidenheim
1 1 0 0 2:0 2 3
4.
SV Sandhausen
1 1 0 0 3:2 1 3
5.
Hamburger SV
1 1 0 0 2:1 1 3
6.
Holstein Kiel
1 1 0 0 1:0 1 3
7.
VfL Bochum
1 0 1 0 2:2 0 1
7.
FC St. Pauli
1 0 1 0 2:2 0 1
9.
SpVgg Greuther Fürth
1 0 1 0 1:1 0 1
9.
1. FC Nürnberg
1 0 1 0 1:1 0 1
9.
VfL Osnabrück
1 0 1 0 1:1 0 1
9.
Jahn Regensburg
1 0 1 0 1:1 0 1
13.
SV Darmstadt 98
1 0 0 1 2:3 -1 0
14.
Fortuna Düsseldorf
1 0 0 1 1:2 -1 0
15.
SC Paderborn 07
1 0 0 1 0:1 -1 0
16.
Eintracht Braunschweig
1 0 0 1 0:2 -2 0
16.
Karlsruher SC
1 0 0 1 0:2 -2 0
18.
Würzburger Kickers
1 0 0 1 0:3 -3 0
Hannover 96
TOR Esser
DEF M. Franke
DEF Elez
DEF Hübers
MIT Muroya
MIT D. Kaiser
MIT Frantz
MIT Hult
MIT Haraguchi
MIT Ducksch
ANG Weydandt
Auswechselbank
TOR Ratajczak
Basdas
Ochs
Twumasi
Eingewechselt
Schindler
Maina
Muslija
Va. Sulejmani
Evina
Karlsruher SC
TOR Gersbeck
DEF Thiede
DEF Bormuth
DEF Kobald
DEF Heise
MIT Fröde
MIT Gondorf
MIT Wanitzek
MIT Djuricin
MIT Goller
ANG Gueye
Auswechselbank
TOR Kuster
Groiß
Trivunic
P. Hofmann
Eingewechselt
Kother
M. Lorenz
Carlson
Batmaz
Dinger

Match
Center
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